Halloween

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Vlieseline Workshop Freudenberg im Nähcafe Malu

In der letzten Woche habe ich meine Überstunden ein bisschen hin und her geschoben, um zu einem Vlieseline Workshop im Nähcafe Malu gehen zu können. Sicherlich hätten sich noch einige andere Dresdner Nähblogger dafür interessiert, aber die Kurszeit ermöglicht es nur Aprikaner mitzukommen. Für die anderen versuche ich mich mal an einer Zusammenfassung und hoffe, dass ich mich so selbst nach einiger Zeit noch an die zahlreichen Tipps erinnern kann.


Ich muss zugeben, dass ich auch noch fast zehn Jahren Nähhobby nicht wirklich fit beim Thema Einlagen bin. Vor allem die vielen Zahlen und Buchstabenkürzel haben mich dabei immer sehr verwirrt. In den Anfangsjahren habe ich mal mit Vlieseline S320* für (Kindergarten)Taschen gearbeitet, aber die Schbrackeneinlage kam mir teilweise schon zu steif vor. Im Kurs ging es aber nicht um das gesamte Sortiment, sondern im wesentlichen um drei Produktgruppen.


Am Anfang stellte die Kursleiterin von Freudenberg, zu denen Vlieseline gehört und die an diesem Tag direkt aus Kiel angereist kam (und dann immer noch für einen vierstündigen Kurs fit war) das Volumenvliessortiment vor. Neben dem auch her schon für Ofenhandschuhe verarbeiteten Thermolam* wurden die beiden Mix-Varianten 266 Woll-Mix und 278 Soya Mix* vorgestellt, die aus rein natürlichen Materialien bestehen und nicht nur aus den reinen Synthesefasern, die ich bislang aus dem Volumenvliessortiment kannte. Die Kursleiterin schwärmte in den höchsten Tönen von der Komfortwärme, die man bei Decken aus diesem Material hätte, weil sie im Sommer kühlen und im Winter wärmen. Sie würde ihre sogar auf jede Geschäftsreise mitnehmen ... interessant fand ich auch noch Style-Vil*, das für alle gepolsterten Sachen wie Wäschetonnen oder Sitzpolster empfohlen wird.

 
Im zweiten Teil ging es um Bügeleinlagen für Jersey-Stoffe, worüber ich mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht habe. Tatsächlich empfehlen wohl selbst bekannte Nähzeitschriften immer noch die gleichen (falschen) steifen Bügeleinlagen, obwohl es für die dehnbaren Stoffe inzwischen auch dehnbare Einlagen gibt. H 609* ist dabei wohl die Wunderware, das sie bilastisch und gewebeverstärkend ist. Es wurde tatsächlich empfohlen selbst die schweren Jaquard-Albstoffe* damit komplett zu hinterbügeln, damit sie nicht ausleiern. Röcke werden damit außerdem antistatisch und krabbeln nicht mehr von alleine die Beine hoch. Für Kapuzen und breite Belege soll bei den dehnbaren Stoffen G 770* zum Einsatz kommen, der ebenfalls bielastisch ist. 

Im letzten Teil wurden noch zwei Produkte für den Stickbereich vorgestellt. Stretchfix*, das es als Meterware und als Band gibt und als aufbügelbarer Haftgrund für Applikationen verwendet werden kann, aber danach trotzdem noch dehnbar ist. Solufix* kann man hingegen direkt aukleben und es löst sich nach dem Sticken im kalten Wasser wieder auf. Beim zukünftigen Nähplatz sollte ich wohl auch einen gut sortierten Bereich für Einlagen & Co. einrichten ... 

Wie viele verschiedene Bügeleinlagen und Vliese habt ihr denn im Einsatz?



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Rezension: Einfach Kleidung ändern: Säume, Bünde, Nähte, Ärmel, Taschen, Manschetten, Abnäher, Falten, Verschlüsse, Ausschnitte, Futter

Mein Rezensionsexemplar der Woche passt ziemlich gut zum bevorstehenden Nähwochenende, denn es ist mit "Einfach Kleidung ändern: Säume, Bünde, Nähte, Ärmel, Taschen, Manschetten, Abnäher, Falten, Verschlüsse, Ausschnitte, Futter"* endlich mal wieder ein Näh-Buch.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Mit der Kostümmacherin und Theaterschneiderin J. François-Campbell, die zur Zeit am Londoner Royal Opera House die Kostüme für die Opernsänger und Balletttänzer näht und dabei auch selbst ausbildet, ist eine wirkliche Könnerin ihres Berufs Autorin dieses Buches und mal keine Seiteneinsteigerin aus der Nähbloggerszene, wie in den letzten Jahren so oft zu beobachten ist. Diese Ernsthaftigkeit merkt man dem Buch allerdings auch an, denn die einzelnen Themen werden wie in einem Nachschlagewerk abgehandelt. 
Abbildung vom Haupt-Verlag
Nach einem geschichtlichen Einstieg und dem Grundlagen-Kapitel, in dem sich beispielsweise eine sehr umfangreiche, mehrseitige Stoffart-Tabelle mit Hinweisen zum Maschinen- und Handnähen befindet, folgen sieben Kapitel mit Änderungsanleitungen bei verschiedenen Oberbekleidungsteilen. Dazu gehören Röcke, Kleider, Hosen, Sakkos, Hemden/Blusen, Mäntel/Caps und Krawatten/Fliegen/Westen.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Die Anleitungen selbst sind ausschließlich in schematischen Zeichnungen dargestellt. Ich selbst mag die Kombination aus Abbildungen mit Fotografien realer Stücke und der schematischen Zeichnung ehrlich gesagt ein bisschen mehr, da ich als Laie dann eher das Gefühl dafür bekomme, ob meine Umsetzung mit der Vorbild wenigstens halbwegs übereinstimmt. Für andere wird aber die reine schematische Zeichnung und der dazugehörige Beschreibungstext, der immer mehrere Schritte erläutert, aber vielleicht übersichtlicher sein.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Bei den vielen Möglichkeiten, die im Buch aufgezeigt werden, hatte ich manchmal das Gefühl einer kleinen Zeitreise, denn Stoßbänder in Hosen gibt es bei uns kaum und auf die Idee eine Krawatte wieder aufzuarbeiten, in dem man eine neue Einlage einnäht, bin ich auch noch nie gekommen. Anderseits habe ich das Gefühl, dass wir dabei sofort beim Thema fastfashion sind, denn die Generationen vorher, haben ganz sicher noch viel mehr an der Kleidung verbessert, wiederverwendet und repariert. Heute landen die Stücke - leider auch bei mir - doch schon in der Altkleidertonne, wenn auch nur der Reißverschluss zu wechseln ist - von aufwendigen Schnittanpassungen bin ich bislang noch weiter entfernt. Immerhin habe ich schon die eine oder andere Hose gekürzt. Und ihr?



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Grünzeug: Kitzelstab aus Moos und Zapfenmännlein

Bei den Felder "von Moos bzw. Zapfen inspiriert", die dieses Jahr beim Herbsthandarbeitsbingo dabei sind, war ich ein bisschen ratlos, denn üblicherweise bleibe ich hier bei den Kreativbeiträgen ja eher bei Stoff und Papier. Vor einigen Jahren war ich allerdings bei der Grünzeug-Serie recht aktiv und habe dabei von Waldbegegnungen mit geflochtenen Graszöpfen oder Blätterbooten in Österreich und Urwaldübernachtungen in Montenegro berichtet. Verrückt, dass seit damals nun schon fünf Jahre vergangen sind und wir statt einem nun drei Kinder haben. Der Moos-Kitzelstab passt daher thematisch doch ganz gut in den blog.


Wahrscheinlich inspiriert von der kürzlich hier gezeigten Kitzelmaschine für den Bruder bastelten sich die beiden großen Kinder auf einem Sonntagsausflug einen Wald-Kitzelstab mit Moos und ärgerten damit sehr hübsch ihren Papa. Das ich daraus nun auch noch einen Blogbeitrag machen und ein Bingofeld fülle, ahnt er sicherlich nicht.


Die Tochter war außerdem so kreativ bereits letztes Jahr etwas aus Zapfen und Moos zu basteln, dass ich extra für den Jahreszeitentisch aufgehoben hatte. Bei diesem Thema bin ich ja erst mal noch den Sommer schuldig. Zwei Felder kann ich damit nun schon ankreuzen.


Verlinkt bei:
Grünzeug
 Einab 

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Silhouette Mint Stempelmaschine

Mein eigener Geburtstag brachte mir auch dieses Jahr wieder ein feines elektronisches DIY-Gerät. Das schlechte Gewissen, dabei ein weiteres energie- und Herstellungsressourcen verbrauchendes Ding ins Haus geholt zu haben, ist zwar auch da, aber tatsächlich überwiegt noch die Freude an dem neuen Möglichkeiten.


Der Plotter Hersteller Silhouette vertreibt als Zusatzgerät die Mint Stempelmaschine*. Das kleine Kästchen arbeitet vollständig unabhängig vom Plottergerät und verwendet sogar eine eigene Software. Die Handhabung ist jedoch so ähnlich, dass der Umstieg problemlos ist. Außerdem wird auf den gleichen Silhouette Design Store zugegriffen. Die Vorlagen für den eigenen DIY-Stempel lassen sich aber auch in der Plottersoftware erstellen und dann anschließend in der Mint-Software öffnen. Nur andersherum geht es leider nicht, denn die Mint-Dateien lassen sich nicht in der Silhouette Plottersoftware öffnen. Wie man die Bibliotheken untereinander synchronisiert, habe ich auch noch nicht herausgefunden.


Wenn man die Vorlage erstellt hat, legt man ein Stempelkit mit der entsprechenden Größe ein. Dabei muss man die Platte tief genug von hinten einschieben, damit das Kit erkannt wird. Bei den ersten Versuchen im sommerlichen Dänemark-Urlaub war ich erst etwas zu vorsichtig. Der eigentliche Stempel wird anschließend mit einem Thermodruckverfahren geprägt. Dann entnimmt man die geprägte Miniplatte und klebt sie auf vorbereitete kleine Stempelklötzchen.


Gedruckt wird mit einer speziellen Stempeltinte. Diese wird aufgetropft. Anschließend saugt sich das Material an den benetzten Stellen voll und man kann mehrfach hintereinander stempeln. So können die Stempel auch mehrfarbig eingefärbt werden. Die ersten Drucke sind noch sehr unscharf, so dass die ersten Stemplungen kein überzeugendes Ergebnis bringen. Dann gibt es einige prima Stempelergebnisse, bevor die Farbe bereits wieder nachlässt.
Eigene ganz individuelle Stempel herstellen zu können, ist aber trotzdem großartig. Wie zufrieden ich mit meinen ersten eigenen Stempeln bin, zeige ich euch in einem der nächsten Blogbeiträge.


Ein Nachteil ist tatsächlich, dass man unbedingt die spezielle Tinte verwenden muss und keine normalen Stempelkissen. Außerdem ist das Verbrauchsmaterial ziemlich kostenintensiv. In den Anfangsjahren war der Anschaffungspreis bei stattlichen 150 €. Inzwischen wird das eigentliche Gerät überraschend preiswert verkauft, denn bei den immer noch kostenintensiven 60 € sind vier Tintenpatronen in Schwarz, Rot, Gelb und Blau* dabei, zwei komplette Stempelkits* und ein Gutscheinkarte für den Silhouette Store über 20€. Die Variante preiswerte Drucker und teures Verbrauchsmaterial kennt man ja bereits aus dem Tintenstrahldruckerbereich. Da mich die neuen Möglichkeiten aber so sehr faszinieren, werden die Blogeinnahmen wohl nun auch diesen Bereich mitfinanzieren müssen.

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Plotter Glückwunschkarte 70. Geburtstag

Unsere Sommerwochenden sind immer ziemlich ausgebucht, denn gleich vier engere Familienmitglieder feiern Geburtstag. Nur einen Tag nach dem Spätsommerkind feiert die Oma, die nun 68 Lebensjahre von ihrem jüngsten Enkelkind trennen. Da bisher auch der Opa schon persönlich geplottete Geburtstagskarten bekam, sollte es auch für sie noch eine geben - wie mir allerdings erst sehr spät einfiel.

Im Silhouette Design Store fand sich schnell eine passende Vorlage und das Maschinchen ratterte zuverlässig los. Was ich allerdings unterschätzt hatte, war die notwendige Entgitterzeit. Der Mann stopfte bereits die Kinder ins Auto und die Ur(!)oma fragte via eigenem WhatsApp ungeduldig, wo wir denn bleiben würden als ich die letzten Schnipsel etwas hektisch herauspolkte und froh war, dass dabei (fast) nichts eingerissen ist. Das nächste Mal fang ich früher an ...

Statt dem Kärtchen und der Präsente hätte ich ihr natürlich noch viel lieber Gesundheit geschenkt, denn kurz vor ihrem 70. Geburtstag ergab eine Untersuchung, dass es damit nicht so gut aussah, wie gehofft. Nun hat sie aber ihre OP schon hinter sind und ist sehr optimistisch, dass sie an ihrem nächsten Geburtstag an die Schreckensdiagnose mit einem guten Gefühl zurückdenken kann.

Von uns bekam sie übrigens eine Glasreplik aus der Zeit August des Starken und kann damit nun aus zwei Gläsern und einer Karaffine mit der wettinischen Krone fürstlich trinken. Hoffen wir, dass wir noch lange die Gläser gemeinsam erheben können.

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Geld verdienen mit DIY Blogs: Blogeinnahmen 5/2019

Der Herbst steht schon vor der Tür und ich hänge weiterhin mit den Blogeinnahmenberichten hinterher. Um wenigstens bis zum Jahresende wieder aktuell sein zu können, muss ich nun eigentlich jeden Monat zwei Monatsberichte durchrechnen und veröffentlichen. Uff. Nach dem finanziellen Höhenflug im April fielen die Blogeinnahmen im Mai mit 45,93 € wieder auf den derzeit normalen Monatsdurchschnitt.

Die Euronen kamen von:

Amazon*: 18,00 €
Lead Alliance: 15,60 €

Awin: 12,09 €
Steady*: 0,24 €  


Die Verteilung der Einkünfte ist damit zur Zeit sehr gleichmäßig und kommt vom Bücherriesen, der Gudrun Sjöden* Werbung in der Seitenleiste und Etsy*. Leider decke ich damit meine Hobbyausgaben nicht mehr durch die monatlichen Einnahmen ab, aber durch die besonderen Monate, in denen der Betrag deutlich höher ist, bin ich trotzdem noch in den schwarzen Zahlen.

Ausgegeben habe ich diesmal mehr als eingenommen, denn 41,24 € wurden beim Lagerverkauf von larisschen gegen Stoff getauscht und 62,50 € waren bereits meine Anzahlung für das Nähwochenende im September, auf das ich mich schon sehr freue. Dazu kam wie immer das Lotterielos und der Smartphone-Betrag.

Der Warenwert lag im Mai bei 83,99 € und bestand nur aus den zwei Rezensionsexemplaren "Mein Kindergartenblock mit Rabe Linus"* und "Tomaten-Manufaktur: Pflanzen, pflegen und verputzen"* sowie dem Spielzeug iMagicBox von Noris*.

Im Mai habe ich 18 Blogbeiträge veröffentlicht und die Seitenaufrufe stiegen wieder auf 26.069.

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Werbung / Anzeige: MyPostcard Dänemark Urlaubspostkarten mit persönlichen Motiven Portoalternative

Unsere Postkartenschreibpläne für die Sommerferienzeit wurden dieses Jahr nicht nur den Armbruch der Tochter und der damit verkürzten Schreibzeit nicht in die Tat umgesetzt sondern auch durch die Portopreise in Dänemark. Aus vielen Ländern habe ich schon Postkarten verschickt - manchmal musste man dafür etwas tiefer in die Tasche greifen, manchmal war es - wie in China mit 60 Cent - überraschend preiswert. Fast 20 postalische Grüße schicken wir meistens auf die Reise, um Großeltern, Paten unserer Kinder, Trauzeugen und einen immer wechselnden Teil des Freundeskreis zu beglücken. Alle würden wir ohnehin nicht schaffen. In Dänemark ist der reine Portopreis aber inzwischen auf über 4 € geklettert. Nimmt man dazu noch den Preis für die zu kaufenden Postkarten, erreicht der finanzielle Betrag x20 eine Höhe, den man mal nicht so eben schnell nebenbei ausgibt.


Die Möglichkeit die Postkartenapp MyPostcard* ausprobieren zu können, kam daher genau zum richtigen Zeitpunkt. Gegründet wurde das Unternehmen als Start-up vom Fassadengestalter und Grafiker Oliver Kray 2014, der inzwischen mit seiner Geschäftsidee einen Millionenumsatz erwirtschaftet. Drei Millionen Postkarten werden jährlich über diesen Anbieter verschickt. Die Angebotsspanne umfasst dabei zur Zeit Foto-Post- und Grußkarten, die online mit Text versehen werden, Blanko-Postkarten zum selbst beschreiben, reine Fotoabzüge und ganz große XXL-Karten. Statt eigener Fotos kann man auch aus zahlreichen Vorlagen auswählen. 15.000 Designvorschläge gibt es insgesamt. Da bei uns die normale Postkarten ersetzt werden sollte, haben wir uns für die Fotopostkarte entschieden.



Der Vorteil dieser Fotopostkarten ist neben den finanziellen Aspekten die persönliche Note durch die Verwendung eigener Fotos. Dabei wählt man für die klassische Postkartengröße im A6 Format ein Design aus, das aus einem oder mehreren Bildern besteht. Erstellt man die Postkarte mit der App braucht man die Bilder natürlich direkt auf dem Gerät oder muss sie zumindest vorher in die Cloud wie Dropbox o.ä. schieben, falls man nicht ohnehin die Handybilder  aus der Kamera oder von sozialen Netwerken wie Instagram oder Facebook verwendet. Danach hat man die Möglichkeit die Bilder noch weiterzubearbeiten. Bei der Anordnung hätte ich mir gewünscht, dass Drag & Drop möglich wäre, um die Bilder schneller austauschen zu können. Ich schiebe immer recht lang hin und her, bevor ich wirklich zufrieden bin.


Auf die Rückseite fügt man dann einen Text ein, bei dem man die Schreibschrift so wählen kann, dass man tatsächlich den Eindruck einer handgeschriebenen Karte bekommt. Die Rechtschreibkontrolle ist dabei allerdings etwas merkwürdig, denn Wörter wie Norddeutschland oder Armbruch werden bemängelt, der tatsächliche Fehler in schliesslich aber dafür nicht erkannt. Die Rückmeldung ergab aber inzwischen, dass es sich dabei gar nicht um die Rechtschreibprüfung der App handelt, sondern um die Möglichkeiten meines Handys. Wieder was gelernt.


Hat man die Karte fertig, wählt man die Preiskategorie, die als Standard auf Premium eingestellt ist. Die noch preiswertere Kategorie Economy wird aber im Gegensatz zu allen anderen Preisstufen nicht erläutert und ich habe daher tatsächlich eine Karte zu Testzwecken in beiden Varianten drucken lassen. Das Ergebnis zeigt, dass bei der Economy-Variante deutliche Abstriche in der Druckqualität akzeptiert werden müssen. Es fehlen die Kontraste und vor allem bei der roten Farben werden Pixelstrukturen sichtbar.   



Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich für unsere 18 Fotopostkartenempfänger, die unseren Gruß mit MyPostcard* nun deutlich nach der Urlaubsreise bekommen haben, die Premium-Variante gewählt habe. Gedruckt wird auf einem 300g starken Papier im Digitaldruck, wobei die Oberfläche noch eine Glanzkaschierung erhält. Neben dem unschlagbaren Preis für Karte und Porto überzeugt vor allem die Geschwindigkeit. Am Abend bestellt, folgte am nächsten Tag die Versandbestätigung und nur einen weiteren Tag später waren die Postkarten zugestellt. Wer nicht auf dem Handy tippen möchte, kann auch die Web-Anwendung nutzen. Die Karten haben zwar einen kleinen MyPostcard Werbeaufdruck, aber auch eine richtige Briefmarke.


Ich bin begeistert. Über ein Thema habe ich mir aber tatsächlich noch Gedanken gemacht, denn man lädt bei der Verwendung nicht nur Privatbilder hoch sondern gibt auch noch die privaten Adresse der Empfänger ein. Meine Nachfrage dazu ergab, dass diese Daten extra verschlüsselt und nicht für Werbezwecke weiterverkauft werden. Im Kleingedruckten heißt das: "Im Übrigen werden Ihre personenbezogenen Daten nur an Dritte übermittelt, wenn Sie zuvor gemäß Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO eingewilligt haben oder eine gesetzliche Erlaubnis i.S.d. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO vorliegt." Richtig gut finde, dass die App die Möglichkeit bietet, dass man Personen einen link schickt, um selbst seine Daten einzutragen. Da ich auch sonst schon seit vielen Jahren die Onlinefrankierung wähle, ist es eigentlich kein großer Unterschied.


Wie persönlich ist nun noch so eine digitale Urlaubskarte? Durch die Auswahl unserer privaten Urlaubsbilder (die Gesichter unserer Kinder sind wie immer auf diesem blog nachträglich unkenntlich gemacht) sind sie persönlicher, als manche lieblose, gekaufte Ansichtskarte. Bleibt noch der Text, der nicht handgeschrieben ist. Ich muss zugeben, dass ich diesmal auch einen "Standardtext" für alle genutzt habe, aber mit etwas Zeit, könnte man auch für jeden individuell schreiben. 

Habt ihr bereits solche Kartenanbieter genutzt? Wenn ihr demnächst mal MyPostcard ausprobieren möchtet, folgt gerne diesem link*, denn darüber füllt sich mit einer kleinen Provision mein Konto und ich könnte die nächsten Postgrüße versenden ...



Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung.
Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. Weitere Infos:
www.trusted-blogs.com/werbekennzeichnung

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Einschulung Reißverschlussmäppchen Leim Schere

Beim zweiten der drei diesjährigen kleinen Geschenkemäppchen für die kleinen Schulanfänger blieb ich natürlich auch wieder beim Schnittmuster von Lapika in der 1-cm-Vergrößerung, versuchte aber die Ecken zu vergrößern, damit ich der Tasche innen mehr Platz entstehen konnte.

So richtig hat mich diese Variante aber nicht überzeugt, da mir dadurch ein bisschen der Platz für die Webbänder fehlte und ich nur knapp die Einnäher mit der Ecknaht verfehlt habe. Dafür war ich mal wieder mit meiner Stoff-Reißverschlusskombination zufrieden. 


Vernäht wurde außen ein Pünktchenstoff von meinem zweiten Stoffmarkt 2012, aus dem beispielsweise das Steckenpferd der Kinder genäht wurde und ein Blümchenmuster, das ausch schon vor Jahren den Weg zu mir gefunden haben muss.

Am besten hat mir selbst aber gefallen, dass ich mich neben dem eigenen Webband* für das Schildkröten-Webband mit Schildkröte entschieden habe, das es vor vielen Jahren mal als Sonderanfertigung von MadameJordan gab. Die Punkte auf dem Panzer und auf der Tasche passen doch ziemlich perfekt zusammen, oder?


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Elefantenhose nach Frida 2.0, Gr. 122

Im Mai hatte ich den Kindern beim Lagerverkauf um die Ecke Wunschstoffe gekauft und ihnen dabei versprochen, dass diesmal die Stoffmotive nicht im Stoffgebirge verschwinden, sondern noch vor dem Sommerurlaub in die gewünschten Nähwerke verwandelt werden. Geschafft habe ich das mal wieder nicht. Weder die Shirts für den Jüngsten noch das Sommerkleid für die Tochter ist fertig geworden. Immerhin habe ich aber die Schlumperhose für das Kindergartenkind dank dem Dresdner Nähtreff im Juni fertig bekommen.


Lange Zeit war die Hubschrauberhose sein absolutes Lieblingsbeinkleid und nur schwer konnte er akzeptieren, dass sie irgendwann nicht mehr passte. In Kürze wird sein kleiner Bruder die Hose tragen und ich bin selbst erstaunt, dass ich das Vorgängermodell 2017 damals noch in Gr. 92 genäht hatte. Die trug der mittlere Sohn mit fast vier Jahren und der nun gerade Zweijährige wächst da aktuell hinein.


Damit er spätestens dann endlich wieder so eine bequeme Hose hat, wurde der Elefantenstoff* als erstes angeschnitten und als Schnittmuster wieder Frida 2.0 von Milchmonster* gewählt. Ein bisschen ärgere ich mich, dass ich diesmal wieder nur die Einzelstoffvariante genäht habe und die Hose nicht gleich gedoppelt habe. In den überhitzen Sommermonaten denkt man immer, dass es dann zu schnell zu warm wird.


Als kleine Besonderheit bekam die Hose noch eine Halteschlaufe aus Webband für den (!) Olga – ein Volvo-Rentier, dass das Kindergartenkind zur Zeit als Lieblingsspielzeug ausgesucht hat.



Die Hose landete auf dem 6. Geburtstagstisch. Obwohl der Mann zunächst der Meinung war, dass das Geburtstagskind erst in mehreren Jahren hineinpassen würde, saß sie perfekt. Er scheint - zumindest in der Länge - gewachsen zu sein … in der Bauchgegend kann ich ihn immer noch mit meinem beiden Händen umfassen. Er scheint weiterhin nur aus reiner Muskelmasse zu bestehen. Dabei ist er aber genauso klug und sensibel wie die Dickhäuter und bereichert unser Familienleben durch seine druckreifen Lebensweisheiten täglich neu.

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Spiel(zeug)rezension: Zählrahmen Abakus von Eichhorn

Wie noch vor der Sommerferienpause berichtet, bekam der Jüngste vom Osterhasen, der nun schon vor einigen Monaten vorbeihoppelte, eine Klopfbank von Eichhorn. Für unseren Mittleren hatte er einen Zählrahmen*, der ebenfalls von Eichhorn ist, dabei.

Diesmal waren wir mit der Qualität sehr zufrieden, denn alles sitzt fest, ist ausschließlich aus Holz und Metall und wurde sogar plastikfrei verpackt. Unser Kindergartenkind, der nur wenige Tage nach dem Stichtag geboren ist und damit glücklicherweise erst mit sieben Jahren eingeschult wird, interessiert sich bereits sehr für die Zahlenwelt. Die hundert bunten Holzkugeln, wobei auf jeder Stange jeweils zehn sitzen und davon immer fünf die gleiche Farbe haben, sollen das erste Rechnen bereits im Vorschulalter ermöglichen.


Tatsächlich hat er den Bezug zwischen den Fingern seiner Hand und den Holzkugeln schon ganz gut begriffen. Eigentlich können diese Rechenschieber ja noch viel mehr und in einigen Ländern, wie beispielsweise Russland, wird damit im hohen Zahlenbereich gerechnet. Wenn man begriffen hat, wie man die Einer, Zehner, Hunderte und Tausender pro Reihe definiert, kann man damit nicht nur im kleinen 1x1 Bereich Plus und Minus rechnen, sondern auch Multiplikation, Division und Brüche vereinfachen.


Wenn ich mal ein bisschen Zeit habe, muss ich mir mal die passenden Youtube-Videos dazu anschauen. Eigentlich wären diese Rahmen auch ein ziemlich passendes Geschenk für Schulanfänger. Könnt ihr mit einem Abakus richtig rechnen oder schiebt ihr auch nur bunte Kugeln im Zehnerbereich hin und her?

Verlinkt bei:



https://shop.zoch-verlag.de/zoch_de/home/

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Rezension: Flechten mit Weiden: vom Anbau bis zum geflochtenen Objekt - mit 20 Projekten

Der Bericht zu unserem Weidentippi in der letzten Woche sollte eigentlich der direkte rote grüne Faden zur Buchvorstellung der Woche sein, die dann aber doch auf diesen Donnerstag verschoben werden musste, da der nächste Kindergeburtstag und die zweitägige Dienstreise doch zu viel Zeit forderte. Passend zur erwarteten Weidenernte habe ich mir die perfekte Neuerscheinung aus dem Haupt-Verlag rausgesucht: „Flechten mit Weiden: vom Anbau bis zum geflochtenen Objekt - mit 20 Projekten“*

Abbildung vom Haupt-Verlag
Die englische Autorin Jenny Crisp stellt sich selbst als Korbflechterin vor, die bereits seit 30 Jahren Weide verarbeitet und auch selbst anbaut. Auf den vorderen Innenseiten des Buchumschlags sieht man sie übrigens in einer 18teiligen Bilderserie beim Anbau und auf den abschließenden Innenseiten beim flechten. Das Buch wird in drei Hauptkapitel unterteilt.

Abbildung vom Haupt-Verlag
 Im ersten Hauptkapitel geht es um das praktische Arbeiten mit Weide – vom Anbau, über die Ernte, verschiedene Weidenkategorien, dem Einweichen und schließlich der Einrichtung des Arbeitsplatzes sowie des benötigten Werkzeuges. Im zweiten Teil werden die verschiedenen Verarbeitungstechniken vorgestellt und im dritten Teil folgen schließlich die Projekte.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Die zwanzig Projekte sind wiederum in fünf Herstellungsarten unterteilt – flache, runde und rechteckige Geflechte sowie Rippen- und Spiralgeflechte. In jeder Kategorie gibt es zwischen drei und fünf konkrete Flechtarbeiten. Dazu gehören natürlich viel Körbe aber auch Schalen, Untersetzer, eine Vogelfuttersäule oder Schmuckaccessoires. Bei jedem Projekt wird das Material für den Rahmen und zum Flechten in exakter Stückzahl angegeben sowie das Werkzeug aufgelistet. Es folgt ein einführender Text und auf der gegenüberliegenden Seite eine ganzformatige Abbildung. Danach werden die Einzelschritte in Text und Bild erläutert, wobei man immer die Hände der Autorin bei der Herstellung sieht.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Für mich selbst hat die Lektüre des Buches nun schon ergeben, dass meine bisherigen Flechtversuche, bei denen mir immer die Weidenstangen gebrochen sind, wohl tatsächlich daran gescheitert sind, weil ich nicht genügend bzw. gar nicht gewässert habe. Ich dachte bislang immer, dass frischgeschnittene Weide sofort bearbeitet werden kann. Nun bin ich selbst ein bisschen gespannt, ob ich mit Hilfe des Buches tatsächlich etwas aus meiner eigenen Weide flechten kann. Vor Jahrzehnten habe ich mal aus Peddigrohr* einen Übertopf geflochten, aber die Ergebnisse sehen dabei irgendwie immer sehr steril aus. Weide fasziniert mich da deutlich mehr.



amberlights Rezensionsportal


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