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Rezension: Kommt Zeit, kommt Naht. #nähliebe: Näh die schönsten Designs von Nähbloggern und Stoff-Profis

Anfang des Jahres brachte der Topp-Verlag ein Nähbuch heraus, dass bereits im Titel hohe Erwartungen erweckte: "Kommt Zeit, kommt Naht. #nähliebe: Näh die schönsten Designs von Nähbloggern und Stoff-Profis"*. Sogar der passende Hashtag für die social media Kanäle wurde gleich mitgeliefert. Da es unter #nähliebe aber schon jetzt über 53.000 Instagramtreffer gibt, wird ein reiner Buchbezug wohl nicht erfolgen. Ein Aufkleber auf dem Cover wirbt vollmundig mit "Mit exklusiven Schnittmustern von Pauline Dohmen, Cherry Picking & vielen mehr".

Abbildung vom Topp-Verlag
Schlägt man die gebundene 128seitige Publikation auf, liest man tatsächlich in der DIY-Szene gut bekannte Namen. Von den acht Designern - Pauline Dohmen, Cherry Picking, Miriam Dornemann, Desirée Schmitt, Petra Hofer, Amelie Roggenstein, Julian Fliege (der Quotenmann?) und Beate Mannes - waren mir dann aber doch nicht alle bekannt. Jeder Nähblogger oder Stoffprofi wird mit dem gleichen Interviewfragen auf einer Doppelseite vorgestellt. Dann folgen jeweils zwei bis vier eigene Projekte.
Abbildung vom Topp-Verlag

So weit ich es einschätzen kann, hat jeder Autor Projekte ausgewählt, die seine Handschrift tragen und das Label gut präsentieren. Das es sich dabei aber um die jeweils schönsten Designs handeln würde, finde ich etwas zu hochgegriffen. Die meisten Projekte sind eher einfacher gehalten, wobei es aber auch anspruchsvollere Nähvorschläge gibt. Die Mischung umfasst Kleidung für Babys und Frauen (die Männer gehen leider leer aus) und viele Accessoires. Ich hätte ich mir statt der vier Kissen mit Hotelverschluss auch mal eine Variante mit Reißverschluss gewünscht.

Abbildung vom Topp-Verlag
Nähanfänger werden wahrscheinlich eher Probleme bei der Nacharbeitung haben, denn es gibt, bis auf eine schematische Zeichnung, keine bebilderten Nähanleitungen. Nach den Angaben zum Projekt mit Schwierigkeitsstufe, Material, Zuschnitt u.ä. folgte die Anleitung ausnahmslos in Fließtextform. Bei Projekten, wie dem Nadeletui mit english paper piecing Technik in 13 Einzelschritten, ist das eine ziemliche Herausforderung.

Abbildung vom Topp-Verlag
Zwischen den Projekten sind Seiten eingestreut, bei denen der Leser aktiv werden kann - so gibt es eine Checkliste für eigene Projekte oder man kann die gleichen Fragen beantworten, wie die Designer in den Vorstellungen. Sehr positiv bleibt das beiliegende Schnittmuster in Originalgröße, so dass sofort losgenäht werden kann.



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