Geld verdienen mit DIY Blogs: Blogeinnahmen 9/2017

Statt dem üblichen Rezensionsexemplar am Donnerstag, das als Adventskalendertürchen beim großen Blogger-Adventskalender vom Frechverlag am Sonnabend vorgestellt wird, gibt es heute den Transparenzbericht zu den Blogeinnahmen vom September. Da unser geplanten Augustkind tatsächlich erst in diesem Monat auf die Welt kam, war der blog in dieser Zeit fast nur durch liebe Gastautoren belebt. Auch die Blogeinnahmen kletterten nur auf 39,66 € - ein Wert, den ich das letzte Mal im Anfangsjahr der Monetarisierung erreicht habe. Dafür wird es im restlichen Vierteljahr steil nach oben gehen ...


Die Euronen kamen von:

Amazon*: 27,45
Arwin: 5,01
Lead Alliance: 7,20 €


Bei den mickrigen Einnahmen gibt es kaum etwas interessantes zu berichten, aber dennoch war ich wohl ein bisschen im Kaufrausch, denn fast 170 € gingen neben dem Los, in Nählabels bei Cottontrend, Milestone-Cards und Stoffeinkauf bei Wunderpop.  Für den Plotter wurde ein Design im Silhouette Store gekauft, sowie eine Stencil-Schrift bei Kugelig sowie (eigentlich schon im August) Zubehör bei Plottermarie. Aufgeschlüsselt gibt es die Zahlen wieder hier. Einen Warenwert gab es im September nicht, da auch kein Buch rezensiert wurde.

Der Septemberbericht eignet sich für ein paar Erläuterungen zur Steuer. Natürlich werde alle Einnahmen dem Finanzamt gemeldet, was dieses Jahr auch passenderweise leider erst wieder im September erfolgte. Im Frühjahr schaffen wir es nie. Dabei habe ich endlich die Zahlen vom Jahr davor ausgerechnet und dabei festgestellt, dass meine 200 Euronen, die dafür zurückgelegt wurden, leider überhaupt nicht ausreichen. Da die Blogkooperationen und Rezensionen nun schon seit Jahren alle Geschenke für unsere Kinder ermöglichen, wurde familiär beschlossen, dass ich diesen Betrag nur anteilig von den Blogeinnahmen abziehen muss und weiterhin dem Stoffkauf frönen darf. Von der Summe des vorletzten Jahres bezahle ich daher nur 182,50 € und es bleiben damit 17,50 €. Für die diesjährige Steuererklärung stehen anteilig 229,99 € an. Mit dem Überschlag vom letzten Jahr sind das immerhin noch 212,49 €. Nun ja ...

Im September gab es nur 13 Blogbeiträge aber dank der Gastautoren trotzdem 35.955 Seitenaufrufe. 
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Stoffauswahl true blue von zen chic für #berninazenchicqal

Vor zwei Wochen habe ich angekündigt, dass ich sehr verspätet noch in den Dreiecksquilt-sew-along einsteigen werde. Organisiert wird der sew-along auf dem Bernina-Blog von der Textildesignerin Brigitte Heitland, die großartige Stoffmuster entwirft. Da sie selbst Mutter von drei Kindern ist (und man dazu eine wundervolle Liebeserklärung auf ihre Homepage dazu findet: "I became mother of three wonderful children who fill my life with their laughter, adventures and individuality.") soll der Quilt unbedingt aus ihren Stoffen entstehen, denn auch meine Dreiecks-Decke hat ja einen Bezug zu unseren drei Kindern.


Verliebt hatte ich mich ausgerechnet in die Serie "true blue" ihres Labels Zen Chic, mit denen der Sew-along auch gezeigt wird. Da das Muster bereits einige Zeit auf dem Markt ist und wohl nun mehrere Näher damit arbeiten, war die Suche nach den Restbeständen, viel schwieriger als gedacht. Früher hätte ich nie gedacht, dass Stoffmuster auch einfach wider verschwinden können ... gekauft habe ich schließlich in den DaWanda-Shops fadengerade* und Stoffquartier*. Da die Blogeinnahmen in den letzten drei Monaten einen wahren Höhenflug hingelegt haben, gab es dazu noch ein 1/4Inch-Füßchen für die Nähmaschine und ein 60°-Quilting-Lineal*.


Angegeben waren, das man zehn verschiedene, aufeinander abgestimmte Quiltstoffe braucht (das ist bei mir die true-blue-Serie von Zen Chic), einen kontrastierenden Stoff und einen Hintergrundstoff. Auch die beiden Zusatzstoffe sind von der gleichen Designerin aber aus den Serie "Flow" und "Sphere", alle jeweils von Moda produziert. Blau wie der Himmel und grün wie die Wiese, das wird wunderschön, wobei ich hoffe, dass die Linien auf grau tatsächlich einen guten Hintergrund ergeben.

Wer findet nun den Fehler? Richtig - ich habe nur neun Stoffe aus der true-blue-Serie (bekommen), aber dafür von den beiden hellblauen Varianten, mehr als benötigt. Nun hoffe ich, dass meine Stoffmengen trotzdem reichen. Diesmal richte ich mich auch tatsächlich an die Vorgaben der Designerin und wasche (erstmals) nicht vor. Dafür wird mit Sprühstärke gearbeitet - die fehlte bis gestern noch, aber nun könnte ich endlich loslegen (wenn nicht diese Woche mit Arbeitsterminen vollgestopft wären, deren Vorbereitung mich wohl alle freien Abende kosten).

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Geschwistergeschenk Badetasche Schwimmzeug Schulschwimmen

Zwei Geschwister - zwei Geschwistergeschenke (bzw. eigentlich vier, aber davon erst später mehr): natürlich hat auch das Schulkind zur Geburt ihres zweiten kleinen Bruders ein Geschwistergeschenk bekommen. Für sie sollte es eine wasserdichte Tasche für das Schwimmzeug werden, denn in der zweiten Klasse taucht als neues Schulfach Schwimmen auf. Da wir auf die (nicht gerade preiswerten) Kindergartenschwimmkurse aus Gründen verzichtet haben, freuen wir uns nun, dass sie es neben den ersten Versuchen währen der Sommerzeit nochmal richtig gründlich in der Schule lernt.


Bei nun drei Kindern ist die größte Schwierigkeit wohl, dass man versuchen muss, das Gleichgewicht möglichst wenig zu stören. Da also der Sohn ein Nähwerk mit Plotterbild bekommen hatte und die Tochter extrem begeistert von der Nachbarskindtasche war, bekam sie auch etwas genähtes mit einer Plotterdatei. Diesmal war es aus der Serie "Mermaid friends" von Rebekah Ginda*, kombiniert mit einer extrem filigranen Schrift namens Paprika.


Vernäht wurde Webware vom Stoffmarkt 2014 und beschichtete Sternchen-Baumwolle*, aus dem bereits ein Overall entstanden ist. Das dieser vom kleinen Bruder nochmal getragen werden kann, freut mich besonders. Die Webware außen habe ich erst das zweite Mal in meinem Nähleben mit  Iron on-Vinyl* wasserdicht gemacht. Die Tasche ist inzwischen schon mehrere Wochen im Einsatz und hält damit tatsächlich dicht. Auch die Haptik ist inzwischen deutlich angenehmer als ganz am Anfang. Das Zeug scheint also doch ganz brauchbar zu sein. Als Einnäher kam das neue (diesmal besser positionierte) Nählabel* zum Einsatz und ein Stückchen mymaki-Webband*, das thematisch so perfekt passt. Schade, dass die Designerin kaum noch bloggt ....


Genäht wurde nochmal nach der Anleitung von Lapika,  wobei die Größe auf die Maße des Plotts erweitert wurden. Das Format ist dadurch ziemlich ungewöhnlich geworden und insgesamt wird das Nähwerk mal wieder in die Gruppe Nähunfälle einsortiert, die in letzter Zeit nicht mehr ganz so häufig befüllt werden muss. Der Musterstoff ist für das Plotterbild viel zu unruhig und die Meerjungfrau daher kaum erkennbar. Außerdem habe ich zu heiß nachgebügelt und einen Teil der Wasserdame angeschmolzen. Der i-Punkt beim geplotteten Nählabelschriftzug fehlt leider auch und es gab zwei Entgitteransätze, um die Vorlage überhaupt nutzen zu können. Insgesamt gefällt mir übrigens die Idee, die Jahreszahl mit aufzubringen.


Der Tochter waren meine Nähunfälle glücklicherweise egal und sie hat sich über ihre Tasche sehr gefreut. Bei der Geburt ihres ersten kleinen Bruders durfte sie damals die drei Kennenlernwochen komplett zu Hause bleiben, was den guten Geschwisterstart bestimmt unterstützt hat. Diesmal konnten wir ihr diese Besonderheit aber nicht mehr bieten, da sie ja inzwischen zur Schule geht. Als Ausgleich ging sie mit dem Papa kürzlich alleine in die Schwimmhalle und zeigte dort stolz, dass sie tatsächlich inzwischen schwimmen kann ...

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Gewinner Tee-Gewinnspiel & #toppadvent17

Die Unterschrift könnte auch - Ausnahmen bestätigen die Regel - heißen. In der derzeitigen Gewinnspielflut (Ausnahme No. 1), die eigentlich für meinen blog weder typisch noch gezielt beabsichtigt ist, sondern sich tatsächlich momentan eher zufällig ergeben hat, endete am Freitag das Tee-Gewinnspiel. Diesmal waren es erfreuliche 16 Bloggerlose, mit wirklich ausführlichen Kommentaren und 88 Interaktionen bei Instagram mit 806 Impressionen. 48 Lose liegen im Gewinnspieltopf, aus denen zwei Gewinner mit dem Zufallsgenerator bestimmt wurden.


Jeweils ein Set "drei fenchel"* und "after dinner"* haben gewonnen:

mrs_menzer bei Instagram

und 

Die Pukka Teepackungen machen schon Lust, die ganzen Sorten mal zu probieren.Ich trinke fast ausschließlich Tee und wechsle gern die Sorten. Morgens gibt es Grüntee mit Zitrone, zwischendurch verschiedene Früchtetees oder auch mal ein Kräutertee und nach dem Mittagessen einen Schwarztee.
LG von Elke

Herzlichen Glückwunsch!

Nach dem Gewinnspiel ist in diesem Fall vor dem Gewinnspiel, denn bis zum Freitag steht noch der Lostopf zu den Badeperlen. Danach folgt sofort eine Buchverlosung, denn ich darf dieses Jahr am großen Blogger-Adventskalender vom Frechverlag teilnehmen und dafür nicht nur meine 176ste Rezension schreiben, sondern auch ein Buch verlosen:



Alle langjährigen Blogleser werden wohl ziemlich erstaunt sein, denn ich bin das erste Mal in den über sieben Jahren Blogleidenschaft meinen Prinzipien untreu geworden und zeige "Gesicht". Eigentlich bleiben Klarname und Gesicht dem Wissenschaftlerleben vorbehalten, aber im dritten und letzten Elternzeitjahr gibt es nun eine Ausnahme (No. 2). Nicht bedacht habe ich dabei, dass ja tatsächlich auf das Gesicht verlinkt wird, was mir nun weniger gefällt, denn eigentlich bleibt es sowohl bei meiner - und natürlich erst recht bei den Kindern - "gesichtlosen" Entscheidung.

Ihr dürft euch aber darauf freuen, dass hier auf amberlight-label das 2. Türchen geöffnet wird. Auch dabei gibt es eine Besonderheit, denn da mein Wunschtürchen und Wunschbuch bereits weg waren, wird ausnahmsweise am Sonnabend (Ausnahme No. 3) gebloggt. Bis dahin möchte ich auch meine Adventskalenderübersicht wieder aktivieren. Habt ihr bereits Tipp's für mich?

Es wird weihnachtlich ....
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Geburtstagsgeschenk Kissenbox aus Mein Hobbyplotter

Das Hobby-Plotterbuch* (Rezension) scheint tatsächlich zu den Rezensionsexemplaren zu gehören, das hier richtig oft im Einsatz ist und unter dem es sich lohnen wird, die ausprobierte Projekte tatsächlich zu verlinken. Viel zu selten schaffe ich dieses wirkliche Testen der Anleitungen aus den DIY-Büchern.


Die Kissenbox-Schachtel, die als kleines Geschenk an den Nachbarn im Projekt Vierseithof gewandert ist, entstand in den allerersten Tagen mit meinem neuen Plotter. Vieles war mir noch komplett unklar und ich verzweifelte ein bisschen an den Unterschieden zwischen Schneide- und Falzlinien.
 

Um so zufriedener war ich mit dem Ergebnis. Diese kleinen Papierwerke begeistern mich sehr, die ich nun ganz einfach selbst herstellen kann. Kauft man so eine Pillowbox* sind diese auch nicht wirklich preiswert und so kann man fast schon sagen, dass ich mit dem neuen Hobby etwas spare. Die Verschlussvariante scheint mir bei der Vorlage aber nicht sehr belastbar.


Nutzt ihr denn den Black-Friday (den man im Kontext der Konsumsucht eigentlich eher kritisch bewerten sollte) denn beim Plotterzubehör und kennt gute Angebote? Und noch ein Taschentuchknoten - heute endet die Tee-Verlosung.

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Rezension: Der kleine Drache Kokosnuss - Seine ersten Abenteuer (Vorlesebücher, Band 1)

Auf dem Weihnachts-Wunschzettel des Kindergartenkindes steht vom Drachen Kokosnuss eine CD oder ein Buch. Dank der im letzten Monat rezensierten Englischlern-CD werden wir nun tatsächlich beide Wünsche erfüllen können. Da ich und glücklicherweise auch unsere Kinder das Medium Buch ja sehr mögen, bin ich froh, dass es den kleinen Drachen nun auch bald in Textform im Kinderzimmer geben wird, denn "Der kleine Drache Kokosnuss - Seine ersten Abenteuer"* ist ein Vorlesebuch.

Abbildung von cbj
Mit über 110 Seiten kann es allerdings nicht an einem Abend vorgelesen werden. Glücklicherweise ist der Inhalt aber ohnehin auf sieben Einzelgeschichten aufgeteilt, die dann tatsächlich vollständig vorgelesen werden können. Nach dem kurzen Einstiegskapitel "Die Dracheninsel", in dem erklärt wird, was Feuerdrachen und Fressdrachen sind und das fast einem Vorwort ähnelt, folgt das "allererste Abenteuer" mit "Der Wal Kasimir" und dann die Abenteuer eins bis fünf mit "Matilda", "Das Geheimnis", "Der dünne Zauberer Ziegenbart", "Die dicke Hexe Rubinia" und "Das Höhlenungehheuer". Die meisten dieser Geschichten gehen nicht direkt ineinander über, sondern können getrennt und sogar in anderer Reihenfolge vorgelesen werden.
Abbildung von cbj
Der Schrifttyp ist relativ groß gewählt und die Sätze nicht zu verschachtelt, so dass Leseanfänger die Geschichten tatsächlich schon selbst lesen können. Selbst bei Geräuschwörtern - wie Klatsch, Peng oder Puff - wird in einigen Geschichten nur eine Setzung in Versalien gewählt, aber nicht die Schriftart gewechselt. So sehen die Seiten auf den Textbereich bezogen zwar etwas lieblos aus, aber Inhalt und Illustrationen gleichen dies wieder aus. Leseanfängern kommt diese Variante sicherlich entgegen.
Abbildung von cbj


Besonders großartig für Kinder sind die vielen gereimten (Quatsch)-Gedichte, die unsere Kinder (zumindest bei den Hörspielvarianten) gern auswendig lernen. Sehr überzeugend sind auch die Illustrationen im Buch, die manchmal gleich eine komplette Doppelseite füllen und viel zum entdecken bieten. Besonders gut gefällt mir, dass es eine gebundene Ausgabe mit festem Einband ist, die im Kinderzimmer hoffentlich nicht so sehr leidet, wie so manche Paperback-Bücher.

Abbildung von cbj
Das Vorlesebuch wird bei uns unter dem Weihnachtsbaum liegen und ich hoffe, dass wir wenigstens in dieser Zeit wirklich Gelegenheit zum Vorlesen haben. Meistens übernehmen das bei uns die Großeltern, wobei das Schulkind inzwischen bereits selbst liest. Unseren Kindern am Abend vorzulesen, schaffen wir leider nur zu selten. Wenn das Schul- und Kindergartenkind sieben Uhr im Bett verschwinden, dürfen sie noch ein bisschen in den zahlreichen Büchern blättern bzw. lesen. Damit geben sie sich momentan auch zufrieden, aber eigentlich wäre es tatsächlich schön, wenn wir es vielleicht mal wieder schaffen, in dieser Zeit vorzulesen oder dem Schulkind zuzuhören ... wie macht ihr das?



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Spende & Crowdfunding: Geburtenregistrierung in Pakistan & Simplimentär

Der Spendentopf der Blogeinnahmen wurde bewusst lange nicht geleert, damit anlässlich der Geburt unseres dritten Kindes wieder ein sinnvolles Projekt unterstützt werden kann. Wie bereits beim großen Bruder ist es wieder eine Unterstützung für Geburtsurkunden geworden, denn es erscheint mir schlüssig, dass unregistrierte Kinder viel leichter Opfer von Kinderehen, Kinderarbeit und Menschenhandel werden. Statt  nach Thailand fließt das Geld diesmal nach Pakistan, die inzwischen digital registrieren, aber dafür die dafür Verantwortlichen schulen müssen. Weil ich selbst im Bereich der Digitalisierung arbeite und gut nachvollziehen kann, wie wichtig Hilfsmittel zum Verstehen der Programme sind, finanziere ich drei Handbücher zur Geburtenregistrierung im Wert von 90 Euro.


Da anschließend der Spendentopf noch nicht ganz leer war und er sich bis Jahresende ohnehin noch gut füllen wird, habe ich einen weiteren kleinen Betrag in den neuen Nachhaltigkeitskalender Simplimentär gesteckt. Auch hier gibt es fast eine Wiederholung, denn vor zwei Jahren finanzierte ich auf diesem Weg den "Ein guter Plan" mit. Nun muss ich nur noch entscheiden, was ich mit dem Bullet Diary mache und wie ich dazu den roten Faden Kalender nutze.


Beide Projekte - die Finanzierung des Notwendigsten und die Planung der Reduzierung des eigenen Überflusses - passen ziemlich gut zum heutigen Buß- und Bettag. Wie verbringt ihr den heutigen freien Tag?
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Großer Bruder Shirt Raglanshirt von Klimperklein, Gr. 104

Die ganz treuen Blogleser werden sich daran erinnern, dass die Tochter vor vier Jahren als sie ihren Einzelkindstatus aufgab, ein Geschwistergeschenk bekam. Bei ihr war es damals eine Stoffkamera. Der kleine Bruder von damals ist im Spätsommer nun gleichzeitig auch noch ein großer Bruder geworden und bekam deshalb unter anderem ein dazu passenden Shirt.


Bereits auf den Bildern des neuen Plotters konnte man sehen, dass ich beim allerersten Flexfolienversuch auf Stoff ziemlich viele Fehler gemacht habe. Zunächst habe ich - weil ich es bis dahin ja so sehr gewohnt war - aus den beiden Freebies von Fräulein.fein das Plotterbild "kleiner Bruder" genommen und außerdem viel zu tief geschnitten. Auf dem Shirt ist es trotzdem gelandet, wobei es durch falsche Pressung nicht so richtig fest geworden ist. Nachgepresst wurde im verschmutzen Zustand, was auch keine gute Idee war. Mittlerweile würde ich so etwas wieder lieber sticken, denn die Haptik der gummiartigen Folie gefällt mir so vollflächig auch nicht.


Dafür gab es aber am Schnitt nichts zu bemängeln. Inzwischen wird vom Raglanshirt aus dem Klimperklein-Buch* (Rezension) schon die Größe 104 genäht. Unter die Nadel kam ein Bio-Single-Jersey in ziemlich dicker Qualität, den ich vor zwei Jahren bei Internaht gekauft habe. Das Halsbündchen wurde mit dem elastischen Dreifachstich der Nähmaschine abgesteppt. Damit bin ich nie so richtig zufrieden, denn ein wenig unprofessionell sieht das schon aus. Verzichtet ihr darauf?


Sehr gut ist mir das Aufeinandertreffen der Streifen gelungen. Dafür rutschen die neuen Nählabels - wie schon befürchtet - viel zu leicht in die Seitennaht und sind damit nicht mehr lesbar. Setze ich sie aber zu weit nach außen, reißen sie sicherlich zu schnell aus. Das wird nicht einfach.


Über das allererste Geschwisterkennenlernen haben wir uns wieder besondere Gedanken gemacht. Wichtig war uns, dass jedes unserer Kinder zunächst allein - und auch ohne Großeltern an ihrer Seite - den kleinen Bruder begrüßen durften. So brachten die wunderbaren Großeltern am zweiten Lebenstag zunächst den großen Bruder (ohne sofort selbst schauen zu dürfen) und am Nachmittag die große Schwester. Den beiden ist auch zu verdanken, dass wir Eltern auch dieses Kind in den ersten Tagen ganz in Ruhe kennenlernen durften, ohne uns um die beiden großen Geschwister sorgen zu müssen. Ein Geschenk!


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Entspannen mit den Badeperlen von Kneipp® & Verlosung [Werbung / Anzeige]

Nachdem ich im siebten Monat meiner Schwangerschaft mit unserem dritten Kind bereits die Sprühlotion von Kneipp® testen durfte, freue ich mich nun besonders, dass ich zum Ende des Wochenbettes nun die Badeperlen von Kneipp® bekommen habe. Die Bemühungen um Nachhaltigkeit der Firma passen und damit auch die Produkte hier auf den Blog. Während ich in den letzten Tagen der Schwangerschaft kaum in die Wanne rein und noch schwerer wieder raus gekommen bin und daran gar nichts mehr entspannendes am Baden und Pflegen feststellen konnte, genieße ich ausgedehnte Wannenbäder derzeit um so mehr. Glücklicherweise schläft das Septemberbaby bis Mitternacht sehr zuverlässig alleine ...


Verwöhnen lassen, konnte ich mich mit drei verschiedenen Varianten - Stehe auf der Sonnenseite, Seele baumeln lassen und Belohne dich. Die Sonnenseite duftet nach Kumquat & Mandarine, die rosa Belohnvariante nach Palmarosa (einem Süßgras) & Pfingstrosen und die Badeperlen in der grünen Dose nach Wasserminze & Yuzu, einer asiatischen Zitrusfrucht. Pro Dose kann man zwei Wannenbäder nehmen, wobei die Duftkomponente jeweils so intensiv ist, dass sogar der Mann ein Stockwerk tiefer wusste, womit ich jeweils bade. Wer es etwas weniger betörend mag, der kann deutlich mehr als nur zweimal das Badewasser damit beduften. Das Badewasser ist jeweils intensiv - gelb, rosa oder grün - gefärbt. Ein Schaumbad ist es aber nicht. Dafür enthalten alle drei Varianten Urea als Pflegekomponente, haben keine Konservierungsstoffe, sind frei von Paraffin-, Silikon- und Minerlölen und ohne vorherige Tierversuche hergestellt. Ich habe das Abtauchen daher sehr genossen.


Richtig gut finde ich, dass dem Produkt ein spezieller Bitterstoff beigestetzt ist, der ein versehentliches Verschlucken bei Kindern verhindern soll. Außerdem werden die Badeperlen nicht in Plastiksäckchen verkauft, sondern in wiederverwendbaren Dosen, die für mich auch gerne noch größer hätten ausfallen dürfen. Daher habe ich mir eine Upcycling Idee überlegt, die vielleicht auch für euch interessant ist. Eigentlich bräuchte man dafür gar keine Basteltippps, aber als DIY-Blogger, habe ich die Dose mit ein bisschen Masking-Tape doch umgestaltet, wobei selbst das Sonnenseitenmotiv schon prima thematisch gepasst hätte.


Mein Wannenbad ist eigentlich erst perfekt, wenn die Kinder mich in Ruhe lassen es ein bisschen Kerzenschein dabei gibt. Nicht selten war ich aber schon im Badewasser abgetaucht oder zumindest entkleidet, bevor mir auffiel, dass die Kerze völlig abgebrannt ist bzw. nach viel zu kurzer Zeit verlosch. Genialerweise haben die Teelichter die exakte, passende Größe für die Badeperlen-Dose. Diese wird bei mir nun immer mit ausreichenden Teelichtern befüllt im Bad bereit stehen. Eine gute Idee, oder?


Glücklicherweise darf ich auch diesmal wieder etwas verlosen. Ein Sets mit den drei Badeperlen-Sorten werden zu euch wandern, wenn ihr bis zum 1. Dezember 2017 mit einem Kommentar unter diesem Blogbeitrag oder bei Instagram mitmacht.

Wissen möchte ich von euch,
wie lange ihr am liebsten euer Wannenbad genießt.


Ausgelost wird wieder nach dem Zufallsprinzip und der Gewinn anschließend zugeschickt oder persönlich übergeben.



In diesem Fall folgen nun noch drei Hinweise zum Gewinnspiel:

Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Die Preise dürfen nicht getauscht oder übertragen werden und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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Nähbloggertreff bei amberlight-label Herbst 2017 & Studentenprojekt Gründerwochenanhänger

Nach einem Jahr habe ich die Dresdner Nähblogger zum zweiten Mal zu mir eingeladen. Inzwischen kann ich ein bisschen besser einschätzen, welche Kapazitäten unser Wohnzimmer zu bieten hat und wie die Nähmaschinenstellfläche erweitert werden kann. Nach meiner Einschätzung, kann man bei uns tatsächlich einen richtigen Nähtreff veranstalten, auch wenn ein ganzes Nähdachgeschoss wie bei Mit Nadel und Faden hier noch einige Jahre fehlen wird. Die schwere Nähmaschine nicht durch die Gegend tragen zu müssen, sehr netten Besuch zu bekommen, der obendrein noch kulinarische Köstlichkeiten mitbringt, ist schon großartig und wird bestimmt wiederholt.




Als Gastgeberin - mit dem sehr ausgeglichenen Spätsommerkind -  habe ich zwar diesmal tatsächlich keinen einzigen Stich gemacht, aber dafür waren mit mir by Aprikaner, Nadelexperimente, stoff_verzueckt, Dani Ela, Friemeleien, Kääriäinen, dieAtze näht, handmade by clau*chichi, OrNeeDD, ReSiZe-genadelt und Schau'n wir mal fleissig. Die Maschinchen ratterten, es wurde Stoff getauscht, in neue Nähbücher* geschaut, von Hand genäht und gestrickt.



Am Abend gab es dann noch zwei ganz besondere Gäste. Der Sohn zweier Kollegen - derzeit Erstsemestler an der gleichen Universität, an der auch ich studiert habe - nimmt momentan an der Günderwoche teil. Unter einem vorgegeben Motto muss dabei innerhalb einer Woche ein Miniunternehmen gegründet werden. Das diesjährige Motto ist dabei "Leinen los zum Gründen" und es darf mit Fäden und Seilen gearbeitet werden. Unglaublicherweise nehmen daran 200 3er-Team parallel teil. Die beiden Studenten durften ihr Projekt bei uns vorstellen und haben als Produkt in Kunstharz gegossene Schlüsselanhänger* mit eingeschlossenen Fäden entwickelt. Verfolgen kann man die Bemühungen der Gruppe 161 derzeit im blog der Gründerwoche.



Nur bis zum kommenden Montag sind die Schlüsselanhänger direkt in der Stadt, aber auch bei DaWanda* für kleines Geld erhältlich. Neben ein paar verkauften Schlüsselanhängern brachte ihnen dieser Abend sicherlich einen kleinen Einblick in die tatsächliche Welt der kreativen Selbstständigen, denn hinter erfolgreichen Shopbetreibern wie Clau*chichi* und Aprikaner* stehen natürlich ordentliche Gewerbeanmeldungen und noch einiges mehr, was innerhalb nur einer Woche nicht zu realisieren ist.

Neben diesen beiden jungen Männern war diesmal auch der Hausherr während des Nähtreffs anwesend und buk mir nicht nur in einem meiner allerersten Nähwerke aus dem Jahr 2009 - einer Küchenschürze nach Burdaschnitt - eine Sachertorte, sondern überprüfte auch, ob Kniehebel tatsächlich unter Spannung stehen. Schau'n wir mal weiß nun, dass sie im betagten Alter mit Herzschrittmacher auf den Kniehebel wohl verzichten muss ... für die beiden letzten Gäste gab's dann sogar noch einen Geburtsbericht vom dritten Kind aus Sicht des Mannes, die auch für mich spannend zu hören war.


Ein bisschen exzessiv Stoff getauscht bzw. eher von den Blogeinnahmen käuflich erworben, habe ich bei diesem Treffen auch. Meine eigenen Tauschstoffe haben es aber irgendwie gar nicht erst auf den Tisch geschafft, aber die Aktion wird bestimmt bald wiederholt. Vielleicht sogar beim Weihnachtsftreff?


Von OrNeeDD bekam ich so lauter Stoffschätze. Selbst beim türkisfarbenen Blättersewat von Graziella* konnte ich dann nicht nein sagen. Das Stoffgebirge ist nun wieder ganz gut bestückt - auf zum nähen.
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BERNINA & ZEN CHIC Quilt-Along: Playing with Triangles #berninazenchicqal & Nähcamp 2018

An meinem 40. Geburtstag startete auf dem Bernina Blog ein sew-along zu einem Dreiecksquilt, der so modern und frisch ist, dass mir diese Deckenvariante richtig gut gefällt. Mein bisheriges Verhältnis zur Quilterei habe ich ja erst neulich beim letzten Rezensionsexemplar zu diesem Thema beschrieben.


Zusammen genäht wird nach dem bisherigen Zeitplan bis Mitte Februar 2018. Zur Fertigstellung hat man sogar bis Ende Januar 2019 Zeit. Obwohl meine to-sew Liste eigentlich unglaublich lang ist und inzwischen schon der sechste Block genäht wird, will ich unbedingt noch mitmachen und dabei das Quilten lernen. Das wird meine persönliche (Näh-)Herausforderung für dieses dritte und damit auch letzte Elternzeitjahr. Die Dreiecksform passt außerdem perfekt zu unserem dritten Kind.

Und wenn es wie bei der seit über drei Jahren stagnierenden Jahresdecke wird? Selbst dann habe ich diesmal einen Plan, denn 2018 werde ich ganz bestimmt wieder am Nähcamp teilnehmen. Meine ursprüngliche Idee nach Bremen (Tickets)* oder wie 2015 und 2017 nach Berlin (Tickets)* zu fahren, habe ich aber wieder aufgegeben, denn da wird das vollgestillte Septemberkind sicherlich noch nicht so lange auf mich verzichten können. Aber in Leipzig (Tickets)* bin ich auf jeden Fall mit dabei, denn im November nächsten Jahres ist das Baby bereits ein Kleinkind und ich schon mehrere Monate zurück im Arbeitsleben. Wenn mein Triangelquilt bis dahin noch unvollendet ist, werde ich ein ganzes Wochenende nur daran nähen. Ein guter Plan, oder? Die Tickets* sind bereits gekauft - wer gönnt sich diese Auszeit auch?

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Rezension: Die Sternennacht

Nach über 170 Buchrezensionen (unglaublich, oder?) hat man schon so vieles gesehen und bewertet, dass wirkliche Überraschungen meistens ausbleiben. Eine Ausnahme macht dabei aber "Die Sternennacht"* von Jimmy Liao. Der Taiwanese veröffentlichte 1998 sein erstes Buch während einer schweren Krankheit als Abschiedsgeschenk an seine Familie mit 40 Jahren. Er überlebte und publiziert seitdem Bilderbücher für Erwachsene, wobei "Die Sternennacht" für junge Leser ab 12 Jahren empfohlen wird, da es eine Geschichte über das Erwachsenwerden erzählt.

Abbildung von chinabooks.ch
Das 70seitige Buch hat mich tatsächlich vollständig in seinen Bann gezogen. Die Bilder sind ebenso intensiv, wie gleichzeitig magisch und faszinieren durch eine ganz eigene Bildsprache. In wenigen Sätzen wird dazu die Geschichte eines Mädchens erzählt, dass sehr einsam ist, in der Schule keinen Anschluss findet und im Elternhaus keinen Rückhalt hat. Der Junge, der in das Haus gegenüber zieht, ist genauso schweigsam und zurückgezogen, wie sie.

Abbildung von chinabooks.ch
Beide verlassen im Sommer die Stadt und besuchen das Haus der verstorbenen Großeltern des Mädchens. An diese Stelle der Geschichte tritt das Wort vollständig in die Hintergrund und es folgen mehrere Doppelseiten mit wirklich großartigen Illustrationen. Während die Zeichnungen im ersten Teil des Buches voller skurriler Details sind, scheint der Mittelteil eine heile Welt zu zeigen, die - bei aller Melancholie des Buches - ein Glücksgefühl auslöst. Was für Farben!
Abbildung von chinabooks.ch
Nach der Rückkehr erkrankt das Mädchen und wird den Jungen nie wieder sehen, die Erinnerungen an den Sommer aber auch nie verlieren. Dieses Buch hat es tatsächlich geschafft, dass ich nach der Lektüre ergriffen war. Nahezu unbemerkt eingetreut, werden die ganz großen Fragen gestellt. "Hättest du Angst, wenn wir beide die letzten Menschen auf der Welt wären?". Im letzten Teil gibt es zwei Aufklappseiten mit einer wirklich großformatigen Illustration zum Zimmer des Jungen.
Abbildung von chinabooks.ch
Die asiatische Welt fasziniert mich seit meiner China-Reise im letzten Jahr noch ein bisschen mehr und der Bezug zu Taiwan ist durch unsere Übersetzerin, die aus diesem Land kommt, auch unvergessen.  Das Bilderbuch "Die Sternennacht"* wird vermutlich nicht für das Kinderzimmer freigegeben, sondern im eigenen Buchregal bleiben. Dort macht es sich neben meiner Studienlektüre auch ganz ausgezeichnet, denn der Buchtitel bezieht sich auf ein Gemälde von van Gogh, das im Buch ebenso auftaucht, wie Werke von Réné Magritte. Eigentlich würde ich es bereits jetzt gerne mit der noch nicht achtjährigen Tochter teilen, die wohl auch schon erlebt hat, wie es ist, sich als Außenseiterin zu fühlen. Bislang konnte sie sich zwar immer wieder freischwimmen, aber irgendwie erinnert sie mich doch sehr an meine eigene Gefühlswelt in den Kindertagen. Wahrscheinlich wäre es aber wirklich noch zu früh.




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