Reservetechnik

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Osterhasenbeutel

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Jahresmotto

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Rotholzeier

Geschenk Stoffreste

Während mich 2015 hier und hier gleich zwei Großschenkungen mit Stoffen erreichten, bei denen ich ja immer zwischen Begeisterung und Ratlosigkeit - nicht nur was die Lagerfläche betrifft - schwanke, blieb es letztes Jahr ganz ruhig. Am Jahresende stand dann aber doch wieder eine Tüte für mich bereit.


Diesmal hat sich aus der Verwandtschaft jemand von seinen Stoffresten getrennt. Kaufstoffe mit Etikett sind genauso dabei, wie ein weißes Fell(?)imitat, Faschingsstoffe, aber auch feine Baumwollstoffe, bei denen ich sogar Ideen hätte. Wahrscheinlich sollte ich es wieder mit der behalt-ich und darf-weiterwandern-Variante probieren.

Ein Stöffchen wurde tatsächlich für das Faschingskostüm verwendet, dass der Sohn heute trägt - aber wie immer muss ich das wieder nachreichen, denn so schnell bin ich mit Bilder machen, nachbearbeiten und verbloggen wieder nicht.

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Creadienstag
amberlights Stoffgebirge
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Spiel(zeug)rezension: Noris Spiele - Englisch für Kinder 1. und 2. Klasse

Die neue Kooperation mit dem toyfan.club hat es möglich gemacht, dass wir der Tochter zum 7. Geburtstag ein Brettspiel auf den Geschenketisch legen konnten, das genau für ihre Altersstufe ist.  Unser Tochter hat bislang keinen Fremsprachenunterricht, begann sich aber schon mit 4 1/2 Jahren für erste englische Worte zu interessieren. Die Englisch-Entdecken-Reihe für Kindergartenkinder steht bis heute hoch im Kurs. Daran nun mit "Noris Spiele - Englisch für Kinder 1. und 2. Klasse"*anknüpfen zu können, ist perfekt.



Das Brettspiel wird mit einem Spielfeld mit dem Startplan von London, 220 Grundwortschatzkarten, 6 hölzernen Spielfiguren, einem Würfel, 48 Chips und einem Sortierkasten aus Pappe, den man erstmal zusammenfalten muss, geliefert. Bevor man allerdings das Spiel überhaupt beginnen kann, muss das mitspielende Kind Vokabeln lernen - sonst macht es keinen Sinn. Empfohlen wird zunächst mit 20 Karten zu beginnen. Da unsere Tochter die Zahlen und einzelne Wörter schon kannte, klappte das gut. Die Karten haben immer ein Bild und auf der einen Seite das deutsche auf der anderen Seite das englische Wort, das zusätzlich mit vereinfachter Lautschrift angegeben wird und mit einem Satz ergänzt ist.


Nach ihrem ersten Schulhalbjahr kann die Tochter die vereinfachte Lautschrift schon allein lesen und spricht die Wörter auch richtig aus: Augen - eyes - ais. Beim eigentlichen Spiel wird die Holzfigur über den Stadtplan von London gezogen, was sehr an Scottland Yard* erinnert. Auf den farbigen Feldern darf man Vokabel- oder später Satzfragen beantworten und bekommt einen Chip, wenn es richtig war. Mit acht Chips hat man gewonnen.


Die Tochter war mit großer Begeisterung dabei und die Spielidee ist wirklich überzeugend. Nachteilig ist aus meiner Sicht, dass die Chipanzahl mit exakt 48 keinen zusätzlichen Puffer enthält. Das von diesen winzigen Plastikdingern schnell welche verschwinden werden, wird sich nicht vermeiden lassen. Außerdem verrutschen die kleinen Plastikpunkte auf dem Spielfeld beim Figurensetzen viel zu leicht. Wenn Erwachsene mitspielen, deren Kenntnisse über den Grundwortschatz schon hinaus sind, empfiehlt es sich, eine Mischung aus beiden Schwierigkeitsstufen zu spielen und die Sätze mit einzubeziehen. Schwierig finde ich, dass der Hersteller auf der Verpackung vordergründig damit wirbt, dass es für Kinder der 1. und 2. Klasse geeignet wäre. Diese Zielgruppe kann bei genügend Motivation erste Vokabeln zu lernen, zwar tatsächlich schon mitspielen, aber gerade bei der Variante mit den Redewendungen ist es auf jeden Fall für Kinder ab Klasse 5 und aufwärts geeignet.


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Wildpflanzensaatgut von Rieger-Hofmann: Blumenrasen, Kräuterrasen

Die erste wirkliche Gartenaktivität - nach der spontanen Erstanlage der Beete, die keinen langen Bestand hatte - war das Aussäen des Rasens. Gemeinsam mit unseren Nachbarn links entschieden wir uns für Wildpflanzensaatgut von Rieger-Hofmann und säten einen Blumen-Kräuterrasen* an. Die "Zutaten"-Liste enthält wohl so ziemlich alles, was der englische-Rasen-Liebhaber versucht auszurupfen.



Da sich unser Nachbar rechts fast zeitgleich für die 0815-Rasenmischung* entschied, ließ sich prima vergleichen, wo die Unterschiede liegen. Zunächst wurde mit etwas trockenem Sand gemischt und breitflächig ausgestreut. Anschließend wurde angedrückt und erstmals gewässert.
   



Ungefähr 2/3 meines Gartens sind nun mit Blumen-, Kräutern- und Gräsern "bestellt". Bereits auf der Anleitung stand, dass man bei dieser Art Wiese vor allem Geduld braucht. So freuten wir uns über die ersten vorsichtigen Spitzen (während das normal-Gras bereits ein flächendeckendes Grün gezaubert hatte) und vertrauen darauf, dass die eigentliche Wachstumsperiode erste nach der winterlichen Kältezeit einsetzt.



Ich bin schon jetzt unglaublich gespannt und sehe eine wilde Blumenwiese vor mir. Ein Normalorasen hätte ja auch irgendwie nicht so richtig zu uns gepasst, oder? Solche Flächen müssen im Gegensatz zum langweiligen Grünrasen nur extrem selten gemäht werden - denn nichts liegt mir ferner als jede Woche mit mit einem nervigen Rasenmäher durch den Garten zu ziehen. Fortsetzung folgt ...

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 Grünzeug


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Rezension: "Geschenke aus dem Wollkorb: schnell gestrickt für Groß und Klein"

Die bisherigen (wenigen) Strickbücher, die hier vorgestellt wurden, waren eigentlich alle eher für die strickende Oma Blaustern bestimmt. Dank der Anleitung von den Naturkindern* und der Entdeckung, was es fantastische, naturbelassene Wolle gibt, bin ich aber gerade dabei mein Stricktrauma aus Schultagen zu überwinden und selbst zu stricken. Fein ist dabei, dass man ohne großen Aufwand immer mal 1-2-3 Reihen stricken kann, aber ein für mich klarer Nachteil ist die Zeit. Wenn ich etwas nähe, halte ich in relativ kurzer Zeit ein anziehbares Stück in den Händen. Bei den Strickwerken muss man da ziemlich viel Geduld aufbringen. Da die Publikation „Geschenke aus dem Wollkorb: schnell gestrickt für Groß und Klein“* nicht nur Modelle zeigt, die meinem Geschmack entspricht, sondern auch noch verspricht, dass es „schnelle“ Strickwerke wären, musste ich es haben. Außerdem habe ich es vor einiger Zeit bereits auf anderen blogs gesehen und fand das Titelbild mit der süßen Elfenmütze damals schon anlockend. Geschrieben wurde es von Joelle Hoverson, die einen Strickladen in NewYork betreibt, aber auch als Redakteurin tätig ist.

Abbildung von Bassermann Inspiration

Das Inhaltsverzeichnis des Buches lockt im Hauptteil damit, dass es Strickprojekte für unter zwei Stunden, 2 - 4 Stunden, 6 - 8 Stunden und darüber hinaus gibt. Zahlwörter unter 12 schreibt man zwar eigentlich in Textform, aber wahrscheinlich hätte das in der Übersicht auch ein wenig seltsam ausgesehen. Mit dieser Sortierung nach Strickzeiten wird gleichzeitig der Untertitel "Schnell gestrickt für Groß und Klein" aufgenommen. Im Vorwort wird angegeben, dass die Anfoderungen an die Strickstücke parallel mit der Strickdauer wächst. Einfache Projekte am Anfang, schwierige am Ende.

Abbildung von Bassermann Inspiration
Das witzige Elfenmützchen soll sogar in weniger als zwei Stunden zu stricken sein. Ich selbst brächte dafür wahrscheinlich trotzdem mehr als nur einen Abend. Vorgeschlagen wird als Material Merinowolle, wobei ich gleich wieder das mulesing-Thema im Hinterkopf habe. Auch bei den zwei bis vier Stunden geht es um Projekte für die ganz Kleinen, wie Babymützen und Schuhe, aber auch einen großen Schal. In vier bis sechs Stunden schafft man Stulpen aber angeblich auch so ein ganzes Haus oder ein Babyjäckchen. Bei den bis acht Stunden ist es dann richtige Kleidung, bei denen ich noch skeptischer bin, dass man so etwas innerhalb eines Arbeitstages schaffen könnte - ich zumindest nicht. Die letzten Projekte sind dann die Reissverschluss-Weste und beispielsweise eine große Decke.Bei jedem Projekt wird die Größe, verwendetes Garn, die Nadeln, sonstiges Zubehör und die Maschenprobe angegeben, bevor eine detaillierte Strickanleitung folgt.

Abbildung von Bassermann Inspiration
Eine nette Idee ist die Ergänzung um Beispiele, wie man die gestrickten Geschenke ansprechend verpacken kann. Dafür gibt es aber keine Einführung in die Standardstricktechniken, was in Nähbüchern selbst bei Projekten für Fortgeschrittene selten versäumt wird. Bildanleitungen gibt es nur für drei Abschlusstechniken - den Matratzenstich, das Herausstricken von Maschen aus dem Rand und den Maschenstich als Stricknaht. Den Abschluss bildet eine Alphabet- und Ziffernvorlage.

Abbildung von Bassermann Inspiration
Das Elfenmützchen bleibt mein Favorit aus dem Buch und nicht alle der dreißig Modelle überzeugen mich. So kann ich mir bei den gestrickten Lesezeichen nicht vorstellen, dass sie wirklich praktisch bzw. gut für die Buchbindungen sind. Für Stricker, die ihr Handwerk bereits beherrschen und mit der reinen Strickschriftangabe problemlos umgehen können, ist es aber eine Publikation, die viele Anregungen geben kann.



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7. Geburtstag: Geburtstagspulli lillesol & pelle basic No. 40 mit Cardigankragen, Gr. 128

Beim obligatorischen Geburtstagsshirt war ich bei der Tochter endlich wieder schnell genug, denn beim ziemlich chaotischen Geburtstag des Sohnes musste das Jahresshirt ja tatsächlich nachgereicht werden. Auch das Kleid für die Tochter entstand zwar erst eine Tag vor dem Geburtstag, aber immerhin war ich damit wieder pünktlich. Es ist schon fein, wie sich unsere Kinder auf ihre Jahreszahlkleidung freuen und es möglichst sofort anziehen.


Ein bisschen habe ich zwar auch dieses Jahr wieder geschwankt, ob das „Ich bin … 7“ überhaupt noch altersgerecht ist, aber so  lange es da keine Beschwerden gibt und mein Bauchgefühl stimmt, bleibe ich wohl dabei. Um nicht schon wieder nach dem gleichen Schnitt* wie in den Vorjahren zu nähen, ist es diesmal das Pullikleid basic No. 40 mit Cardigankragen von lillesol & pelle* geworden.



Die Halsauschnitt-Variante gefällt mir das richtig gut. Vernäht wurde ein feiner, finnischer Biostoff von paapii*, den ich speziell zum vernähen bekommen hatte. Lange habe ich geschwankt, ob es eigentlich eher ein Jungen- oder Mädchenstoff ist. Die Motive passen für mich eher zu Mädchen, die Farbe lässt aber schnell an die Jungs-Schublade denken. Da dem Tochterkind das Lieblingskuscheltuch so gut steht, habe ich diese rot-orange gestreifte Variante,  damals in Leipzig gekauft, nun mit dem Petrol* kombiniert und bin selbst fasziniert, wie gut das passt. In die Seitennaht ist wieder das eigene Nählabel* gekommen.



Ein paar Hürden gab es beim nähen aber dann doch wieder. Die Stickmaschine zickte bei den kleinen Buchstaben auf dem Jersey, aber das Stickmalheur konnte noch halbwegs vertuscht werden. Auch mit dem Halsausschnitt bin ich nicht so richtig gut zurande gekommen, denn erkennt man deutlich einen Nähfehler. Vielleicht lasse ich mir diese Stelle nochmal beim Dresdner Nähtreff erklären.


Dafür gefallen mir die Bündchen* – ebenfalls in rot-orange-geringelt – richtig gut. Gekauft ursprünglich auf dem 2014er Stoffmarkt war das mal eine wirklich richtig gute Qualität. Bündchen, das begeistert. Genäht habe ich eigentlich die lange Variante. Das Töchterlein zieht aber ihren neuen Pullover beständig in die Taille – was eigentlich nicht zum Schnitt* passt. Wenn ich noch eine Variante davon nähen sollte, wird es deshalb wohl eher die Kurzform. Wenn sie nicht einen ordentlichen Wachstumsschub einlegt, könnte es ja so sogar länger als nur das 7. Lebensjahr passen – aber bis dahin ist ja nun wieder ein ganzes Jahr Zeit. Ein ganzes Jahrsiebt … Kinder wie die Zeit vergeht.


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Einladung 7. Kindergeburtstag

Je älter unserer Kinder werden, um so mehr entwickeln wir unsere eigenen, familiären Rituale zu den Kindergeburtstagen. Dazu gehören natürlich auch die Bastelrunde für die Einladungen. Ganz neu war dieses Jahr, dass unser Schulkind nun erstmals richtig selbst mit schreiben konnte und nicht nur ganz kleine Bastelaufgaben übernahm.


Dieses Jahr wurden zwei stabile Papierkarten (die ich vor Jahren mal stapelweise aus dem Papiermüll vor dem Haus gerettet habe) mit Masking Tape* verbunden und mit Stempeln und Stanzern verziert. Neben dem große Dekolocher* von meiner Hema-Blogkooperation kam noch ein Sternenstanzer zum Einsatz und verschiedene Stempel - unter anderem von bastisRike.
 

Das Tochterkind hat mit dem Schriftzug "Einladung" und den Namen der einzuladenden Kinder genug zu tun. Da es selbst ihr letztes Jahr zu wild war, wollte sie tatsächlich nur sechs statt sieben einladen. Auch gut. Ein bisschen stolz hat mich dabei gemacht, dass sogar ein junger Mann, wegen dem es hier die ersten Tränen gab, da er sich selbst wenige Wochen zuvor für andere Geburtstagsgäste entschieden hatte, doch eingeladen wurde.



Wie es der Zufall wollte, feierte einer der Geburtstagsgäste am gleichen Tag und hatte eine weitere Wunschkantidatin ebenfalls eingeladen. Nach Umplanungen in der Elternrunde, verschob unserer Geburtstagskind um eine Woche und bekam spontan ebenfalls noch eine Einladung. So war am Ende alles gut und ich freute mich über ein bisschen mehr Vorbereitungszeit.

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Herzlich Eingeladen
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Abschlussbericht Blogparade #meinfreundsalim & Spende Eselbibliothek in Äthopien

Heute vor einer Woche war mit dem 13. Februar ein Tag in meiner Stadt, der zwangsläufig zu den emotionalsten jedes Jahr gehört. Auch mich begleitet er bereits mein ganzes Leben, denn selbst als Kind stand ich mit meinen Eltern vor der - damals noch Ruine - der Frauenkirche und kein Buch hat mich in diesen Kindheitstagen mehr bewegt als "Dresden starb mit dir, Johanna"*. Hinzu kamen die Berichte aus der eigenen Familie, wie beispielweise der Oma, deren Vater bei den fast unbekannten Angriffen im Januar auf einem der Dresdner Bahnhöfe bereits ums Leben kam und die mit ihren kleinen Kindern - mein Vater jünger als mein Sohn jetzt - ins Erzgebirge flüchtetet, um erst Jahre später wieder in die Stadt und ihre Wohnung zurückzukehren. Wenn an diesem Tag um 21:45 Uhr - dem Zeitpunkt des Angriffs - alle Glocken der Stadt läuten, berührt mich das jedes Jahr neu.

Nun werde ich selbst noch dieses Jahr 40 und habe zwar (zeitweise) bereits zwei Gesellschaftsformen erlebt, aber glücklicherweise noch nie Krieg. Was nun gerade in meiner Stadt und weltweit passiert, bewegt mich schon lange und hat zu so manchem Spendenstein geführt, den die Blogeinnahmen durch meine Leser möglich macht. Auslöser endlich wieder etwas zu bewegen, war auch der Start meiner Blogparade #meinfreundsalim im Sommer 2015.


Meine Blogaktionen gehen möglichst nie länger als ein Jahr - zumindest hat es länger bislang noch keinen Sinn gemacht. Gemeldet hatten sich ursprünglich zehn Teilnehmer, aber leider ist das Buch nicht schnell genug gereist, um wirklich alle zu erreichen. Vorbeigekommen ist es bei Frau Schnittchen (kein Blogbericht) - Stoff-Verzueckt (Blogbericht) - Frau Scheiner (kein Blogbericht) - Casoubon (Blogbericht) - Mama denkt (Blogbericht) - Doppelnaht (kein Blogbericht).  Nicht immer hat die Zeit gereicht, dass auch darüber gebloggt werden konnte und bei der letzten Station, von der es auf meine Bitte hin dann den Rückweg angetreten hat, gab es gar keine sichtbare Spur mehr. 


Auch ich selbst habe mich nicht ganz an die geplante Berichterstattung gehalten, denn eigentlich wollte ich ja jeden 24. im Monat von der Weiterreise berichten. Vielleicht hätte ich dieses Datum auch immer als Weiterschickwunsch übermitteln sollen:


Nun haben wir bereits 2017 und von der (eigenen) Euphorie des spontanen Mithelfens in den Flüchtlingsunterkünften ist nicht mehr viel geblieben. Schauen wir in den Bekannten- und Freundeskreis gab es da Ansätze Flüchtlinge bei eigenen Existenzgründungen zu unterstützen und auch konkrete Kostenübernahmen für Flüchtlingskinder, damit diese die Musikschule besuchen können. Da aus dieser Familie die Erstklässlerin an einer Dresdner Schule Arabisch lernt, besteht dort nun ein freundschaftlicher, direkter Kontakt.

Das sind immerhin meine ganz privaten Lichtblicke in einer Stadt, die weiterhin Tendenzen zeigt, die selbst bei mir schon zu einigen Zukunftsorgen geführt hat. Wohin entwickelt sich die Welt da eigentlich? Vor wenigen Tagen war ich bei der Eröffnung des Mahnmals vor der Dresdner Frauenkirche, das an die Barrikaden von Aleppo erinnert. Zusammen mit meinem Kollegen aus dem Kunst- und Kulturbereich waren wir deutlich mehr als die laustarken Skandierer. Um so erschreckender fand ich, wie nur Stunden danach alle Eröffnungsteilnehmer pauschal in die rechte Ecke gestellt wurde. Sich selbst auf Plakaten zu sehen, die mit "Die Schande von Dresden" betitelt sind, macht kein gutes Gefühl.

Für das gute Gefühl habe aber nun lange überlegt, womit ich meine Blogparade zur Flüchtlingsproblematik, auf die das Kinderbuch aufmerksam machen sollte, beenden soll. Ich habe mich nun dafür entschieden, dass ich den gut gefüllten Spendentopf nutze, um eine Eselbibliothek in Äthopien mit zu finanzieren.

 
Äthopien gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Auch wenn ich momentan über die weltpolitische Lage und die Stimmung in einigen Bevölkerungsteilen meiner eigenen Stadt einfach nur ratlos bin, glaube ich daran, dass nur Bildung etwas daran ändern kann. Die Blogparade zu einem Buch deshalb mit einer fahrenden Bibliothek für Kinder, die trotz Schulpflicht im Lande kaum Möglichkeiten haben, an Bildungsangeboten teilzunehmen, zu beenden, erscheint mir deshalb genau richtig.
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Neuanlage Garten

Wie im Prolog angekündigt, geht's nun wirklich los mit der Berichterstattung vom eigenen Garten. Wie legt man los, wenn man nur eine flache, völlig ungestaltete Fläche hat und vor allem so gar keine Ahnung? Mein erster Versuch, über den ich jetzt schon ein bisschen schmunzeln muss, war die Anlage vor viereckigen Minibeeten.


Mir war immer schon klar, dass auch die Kinder ihre eigenen Beete bekommen sollen und statt einem Selbtversorgergarten schwebt mir eher ein Genussgarten vor. Hier ein Tomätchen, da eine Erdbeere und bloß nicht so viel Unkraut-zupferei. Da ein rechteckiger Winkel vom Terrassenbau ohnehin noch da war, wurde die Größe damit - und mit eifriger Hilfe des Sohnes - festgelegt und zunächst nur mit kleinen Kieseln markiert.



Schwierig war die Beetausrichtung zwischen der (denkmalgeschützten) Bruchsteinmauer und der Begrenzung der späteren Carports, denn dort ist nichts gerade. Einen Teil der Beete an der geraden Gartengrundstückslinie und den anderen an der schrägen Außenkante auszurichten. überzeugte mich aber auch nicht so richtig. Diese ersten Arbeiten erfolgten aber bereits Ende September und es war klar, dass in den letzten Monaten des Jahres bis auf meinen Salat aus dem Topf nicht mehr viel wachsen würde.



Diese allererste Beetanlage hatte keinen langen Bestand. Aber für die "Eroberung" des neuen Geländes war sie perfekt, denn auf dem Papier kann man sich die Größenverhältnisse eben doch nur schwer vorstellen. Fortsetzung folgt ...

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Grünzeug 
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Rezension: Drucksache!: 35 Lieblingsstücke zum Selbermachen für jedes Zuhause – Drucken, Färben, Stempeln …

Die broschierte Publikation "Drucksache!: 35 Lieblingsstücke zum Selbermachen für jedes Zuhause – Drucken, Färben, Stempeln …"* erschien ebenfalls bereits im Frühjahrsprogramm des vorletzten Jahres und ich habe eine Weile geschwankt, ob ich überhaupt ein weiteres Buch zum Stempelthema brauche. Es war aber tatsächlich eine sehr gute Entscheidung, denn im Gegensatz zu einigen anderen Anleitungsbüchern, aus denen mir nur vereinzelte Muster wirklich gefallen, treffen die Stoff- und Papierdesigns aus diesem Buch genau meinen Geschmack.


Abbildung vom DVA-Verlag
Auf den ersten Blick haben diese Design für mich etwas sehr skandinavisches - tatsächlich verbirgt sich hinter der Autorin Jenny McCabe aber eine Engländerin, die inzwischen ein eigenes Atelier betreibt. Das Drucksache-Buch ist ihr zweites Buchprojekt*. Im Buch versammeln sich 35 Projekte, die den Kapiteln "Wohnlich", "Köstlich", "Gemütlich" und "Ordentlich" zugeordnet sind. Auch wenn unterschiedliche Materialien bedruckt werden, liegt der Schwerpunkt ganz klar beim Stoffdruck. Zu den Projekten gehören viele Wohnuntensilien wie Vorhänge, Tschsets, Polsterrollen, Bügenbrettbezüge oder auch Geschenkbeutel.

Abbildung vom DVA-Verlag

Bei den Keramikprojekten mit den Federn wird mit Keramiktransferfolien* gearbeitet, von denen ich bislang gar nicht wusste, dass es so etwas gibt. Da wir selbst ohnehin einen Laserdrucker haben, wäre das tatsächlich mal ein verlockendes Projekt. Bei den Siebdruck-Projekten - eine Technik, die ich schon viel zu lange nicht mehr selbst gemacht habe - wird wieder die DIY-Variante vorgestellt und ich frage mich wieder, ob man da ohne jegliche Vorkenntnisse nur mit Text und den schematischen Zeichnungen wirklich so gute Ergebnisse schaffen würde. Ansonsten wird bei jedem Projekt der Schwierigkeitsgrad, die Drucktechnik, das Material und das Zubehör zum Drucken angegeben.
Abbildung vom DVA-Verlag
Etwas dürftig sind die Hinweise für die Fertigstellung der Nähwerke. Positiv fällt zwar auf, dass sich die Vorlagen alle am Ende des Buches befinden (wobei alle vergößert werden müssen), aber bei Projekten wie der Schürze wird ernsthaft vorgeschlagen, dass man erst ein 5-cm-Raster aufmalen soll, um dann das Schnittmuster zu übertragen. Ich denke, dass da viele eher einen leichter zugängliches Schnittmuster nutzen würden.

Abbildung vom DVA-Verlag
Anderseits hat das Buch aber auch nicht den Anspruch ein Nähbuch zu sein. Im Mittelpunkt stehen die Musterdrucke und die überzeugen mich, wie bereits erwähnt, sehr. Eigentlich könnte ich sofort 2-3 Projekte benennen, die ohnehin auf der Dringlichkeitsliste stehen und ich hoffe, dass ich tatsächlich bald unter diesem Buch die Praxistests verlinken kann.



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Winterkerzen

Ein dreiviertel Jahr wohnen wir nun schon auf unserem Hof und am meisten begeistert mich das Miteinander zu den Nachbarn. In der warmen Jahreszeit sieht man sich natürlich zwangsläufig häufiger und ich bin beim Blick auf den vereisten Innenhof schon jetzt vorfreudig auf die nächsten lauen Sommernächte - aber auch in den Wintermonaten macht diese gute Nachbarschaft einiges möglich.


So fuhr das Tochterkind im Dezember überraschend mit den Nachbarn mit und kehrte nach einigen Stunden mit wunderbaren selbstgezogenen Kerzen wieder. Wie gerne wäre ich selber mitgefahren, aber der nächste Wochenendbesuch hatte sich angesagt und es war noch zu viel vorzubereiten. So blieb mir nur die fertigen Kerzen zu bestaunen und den Berichten der Tochter zu lauschen.


Neben den farbigen Kerzen hat sie auch eine wunderbar duftende Bienenwachskerze mitgebracht. In diesem Jahr - das habe ich mir fest vorgenommen - fahre ich mit. Ich will doch auch wissen, wo und wie man diese Kerzenkunstwerke anfertigen kann. Der Bericht dazu wird also folgen.

Verlinkt beim Freutag.
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Rezension: Papierschmuck: 55 Projekte aus verschiedenen Papiersorten

Das Buch "Papierschmuck: 55 Projekte aus verschiedenen Papiersorten"* aus dem Haupt-Verlag erschien bereits 2013 und gehört damit nicht mehr so ganz zu den Neuerscheinungen. Aus der Backlist rausgesucht, hatte ich es mir aber, weil ich kurz vorher von einer Kollegin so wunderbaren Papierschmuck erwerben konnte, dass die Vorfreude, so etwas selbst zu machen, einfach sehr groß war.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Die Autorin des Buches Barbara Baumann ist Lehrerin für textiles Werken und kommt aus der Schweiz. Am Beginn des Buches erfährt man, dass man täglich mit 50 Papier- und Kartonsorten in Berührung kommen soll - begonnen mit dem Klopapier am Morgen und endend mit den Seiten des Krimibuchs am Abend. Außerdem rät die Autorin ein Papiersorten-Tagebuch zu führen - eigentlich eine witzige Idee.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Recycling stand aber gar nicht so sehr im Mittelpunkt meines eigenen Interesse, sondern vor allem der Wunsch nach gut nachvollziehbaren Anleitungen, bei den ich auch gerne besondere Schmuckpapiere verwenden würde. Dazu bietet das Buch insgesamt 55 Projekte, die sich in die Kapitel "Landkarten", "Reclamehefte", "Zeitung", "Bonbonpapier", "Karton und Karton", "Papeterie", "Zeitschriften", "Funktionsartikel aus Papier", "Papierschnur", "Servietten und Haushaltspapier", "Puzzleteile" und "Bücher und Comics" aufteilt. Es folgen noch Schmuckarten, Werkzeuge und Papiertechniken, bevor ein Anhang das Buch abschließt.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Bei der Auswahl der Projekte, die jeweils gut beschrieben werden und eine ausführliche Anleitung beinhalten, bin ich etwas zwiegespalten. Während mir die Schmuckbeispiele mit den Recalmheften sehr gut gefallen, finde ich andere wiederum überhaupt nicht überzeugend. Puzzlesteile um den Hals oder das Handgelenk zu tragen, stelle ich mir sehr unbequem vor und Schmuck aus Zigarettenfilterstücken würde auch überhaupt nicht zu mir passen. Andererseits habe ich die verarbeiteten Flaschenrosetten noch nie gesehen. Der Bibelgürtel ist wiederum sehr witzig.
Abbildung vom Haupt-Verlag
Ein bisschen vermisst, habe ich noch mehr Faltanleitungen für wirklich filigranen Papierschmuck - aber das kann mit meinem eigenen Papierschmuckkauf vorher zusammenhängen. Richtig toll finde ich dafür das auf dem Coverbild unten links abgebildete Collier, bei dem die Nähmaschine und ganz viel Faden zum Einsatz kommt. Solchen Schmuck würde ich auch selbst gerne tragen.



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3D Faltkalender von Cuchikind

Beim Januar-Treff der Dresdner Nähblogger fehlte mir der fahrbare Untersatz und damit die Transportmöglichkeit der Nähmaschine. Zu nähen hätte ich mehr als genug gehabt. Bei der Rückkehr am späten Abend, stand das Automobil dann zwar doch überraschend vor der Tür, aber die Familie hatte bei ihrer Abreise vergessen mir Bescheid zu sagen. Sonst hätte ich das Gefährt sicherlich auch noch am späten Nachmittag abgeholt.



Immerhin habe ich so erfolgreich geschnitten und bekam an dem Abend alle Vorlagen des 3D-Faltkalenders von Cuchikind fertig. Den Link wiederzufinden, war eine ziemliche Herausforderung, denn so richtig gut gelistet - oder verschlagwortet - scheint er noch nicht zu sein. Mein erster Versuch mit normalem Bürostift sorgte allerdings nur für Frust, denn da hielt einfach nichts. Doppelseitiges Klebeband hat es dann aber gerettet.


Da ich das Papier etwas stabiler haben wollte, wurden vorher zwei Papierbögen zusammengeklebt. Das hat leider auch nicht an allen Ecken gleich gut gehalten. Insgesamt war ich aber mit meinen vier Dodekaeder zufrieden. Zusammen mit einem Entspannungsbad wurden daraus die sehr verspäteten Kindergartenpräsente zum Jahreswechsel. Glücklicherweise hat so ein Jahr ja 12 Monate. Dieser Kindergarten und vor allem seine Mitarbeiter haben es mehr als verdient.


Verlinkt bei link your stuff und  Mittwochs mag ich.
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