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Rezension: FROM FARM TO GRILL: Von guten Produzenten und den privaten Grillrezepten der Spitzenköche

Auch bei "Blogg dein Buch" habe ich inzwischen den Vip-Status erreicht und könnte dort so viele Bücher ordern, wie ich möchte. Da ich aber inzwischen von wirklich vielen Verlagen beliefert werde, habe ich kaum noch die Möglichkeit wirklich viel zu bestellen, denn mehr als eine Rezension pro Woche ist einfach nicht zu schaffen und würde auch das Themengleichgewicht des Blogs kippen. Entschieden habe ich mich aber für "From Farm to Grill - Von guten Produzenten und den privaten Grillrezepten der Spitzenköche" von Roesle, denn damit wird der Osterhase den Mann beglücken (was ihm hoffentlich noch nicht verraten wird).

Abbildung von Rösle
Damit habe ich erstmals eine Publikation eines Produktherstellers bekommen, der seine Veröffentlichung im Eigenverlag herausgebracht hat. Das Rösle, hinter denen sich eine Firma aus dem Allgäu verbirgt, die ursprünglich Dachentwässerungen hergestellt haben, aber inzwischen zu den hochpreisigen Grillequipment-Vertreibern gehören, sich bislang nicht auf die Buchveröffentlichungen eingestellt hat, merkte man bereits bei der Lieferung. Die großformatige, gebundene Ausgabe kam in einem völlig überdimensionierten Lieferkarton, in dem sonst sicherlich eher Grillzubehör verschickt wird.

Von diesem Manko abgesehen, macht das über 200seitige Buch sicherlich jeden Grillbegeisterten Hobbykoch glücklich. Das es die hohe Kunst des Grillens überhaupt gibt, habe ich selbst erst im letzten Jahr während unseres Cousin- und Cousinnentreffens erfahren. Auch dort wurde zartestes Biofleisch in einem Kugelgrill* zubereitet. Das Rösle-Grillbuch* vereinigt nun Rezepte und dazugehörige Geschichten rund um acht Spitzenköche. Obwohl der auf Internationalität getrimmte Titel etwas zu bemüht ist und mich die Formulierung aus dem Vorwort "Vom Hof auf den Grill" mehr überzeugt hätte, verschwindet der Werbecharakter der Firmenpublikationen hinter den Geschichten und Rezepten. 

Abbildung von Rösle

In acht Kapiteln geben die acht Spitzenköche Einblicke in ihre Ökohöfe und präsentieren Rezepte wie "Rösttomatensuppe, Sternanisöl, Fenchel, Fladenbrot", "Auf Zedernholz gegrillter Bachsaibling, Avocado, Oxalis und Sweet-Chili-Sauce" oder "Preiselbeerschmarrn mit Staubzucker und warmen Mispellikör". Wer hat jetzt Apettit? Meine Hoffnung ist groß, dass der Mann von diesen Rezepten tatsächlich mal etwas ausprobieren wird und die Umsetzung auch auf einem etwas preiswerteren Grilltyp gelingt.

In den Textbeiträgen findet sich teilweise Fachsprache, der ich nur teilweise folgen kann: "Es ist ganz mild, deutlich lamm-typisch mit mürber Textur und gibt klar sein Terroir zu erkennen." (S. 44) Bei Lämmern, die vor allem in der Osterzeit auf dem Teller oder dem Grill landen, schluckt ja manchmal nicht nur der Vegetarier schwer. Immerhin erfährt man hier, dass die Lämmer die doppelte der sonst üblichen Zeit leben dürfen und erst mit sechs bis acht Monaten geschlachtet werden, nachdem sie respektvoll und unter ökologischen Aspekten ohne Kraftfutterzufütterung und mit Schafsmilch ernährt, aufwachsen durften. Neben den fleischlastigen Rezepten gibt es aber auch einige vegetarische Vorschläge.

Abbildung von Rösle

Nach den acht Kapiteln folgt der reine Werbeblock mit dem Equipment von Rösle, der sich aber nur auf zwei Doppelseiten erstreckt. Immerhin habe ich dabei gelernt, dass es eine Marinierspritze* gibt. Belustigt hat mich am Ende des Buches noch, dass die Art Direction ausgerechnet bei Petra Gril lag. :-)



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