Zuckertüte

Feier

Schreibtisch

Neugeborenengeschenk Mütze & Mein-Grundeinkommen

Eine weitere Mütze ist als Babywillkommengeschenk von meiner Nadel gesprungen und wurde einem neuen, zukünftigen Vierseithofbewohner aufgesetzt. Der Auto-Jersey*, aus dem für den eigenen Sohn der Auto-Body entstanden ist, hat für den Freebie-Schnitt von Klimperklein* gerade noch so gerreicht. Zum Entstehungszeitpunkt war mir noch gar nicht so bewusst, dass das Motiv tatsächlich perfekt zur beschenkten Familie passte, denn der neue Erdenbürger wird mit einem halben Jahr, seinen beiden kleinen Geschwistern im Kindergartenalter und den Eltern sechs Monate lang die Welt erkunden und einen langen Sommer campen. Danach plant die Familie sofort in den Neubau auf dem Hof einzuziehen.


Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja ausschließlich diese hübschen Mützchen - natürlich jeweils mit dem eigenen Nählabel* versehen - als selbstgenähte Willkommensgeschenke nähen, über die sich bislang auch alle gefreut haben. Nun ist in der letzten Woche (zusammen mit gleich zwei weiteren neuen Erdenbügern im Bekannten- und Freundeskreis) ein kleiner Bruder auf die Welt gekommen, deren große Schwester vor zwei Jahren eine Schlaufengiraffe erhalten hat. Über den Vorschlag man würde "jeden Preis" für eine weitere Giraffe bezahlen, musste ich zwar etwas schmunzeln, aber so wie's aussieht, werde ich für diese Familie nun wohl eine Ausnahme machen.

Gegen so einen Batzen Geld hätten wir ja momentan nichts einzuwenden und deshalb beteilige ich mich übrigens ab sofort an einem Projekt, bei dem das theoretisch kontrovers diskutierte Konstrukt Bedingungsloses Grundeinkommen in die Realität umgesetzt wird. Immer wenn 12.000 € via Crowdfunding oder spezieller Payback-Karte zusammengesammelt sind, werden diese bei "Mein Grundeinkommen" verlost und der Gewinner erhält ein Jahr lang 1000 € monatlich. Das wäre bei uns die die Vierseithoftreppe und meine Arbeit, die ich sehr gerne mache, würde ich deswegen nicht aufgeben. Der Mann ist übrigens gegenüber diesem Konstrukt sehr skeptisch eingestellt und ist der Überzeugung, dass gleich 70% der Bevölkerung auf dem Sofa liegen bleiben würde, wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen gäbe. Was meint denn ihr dazu?
 

Zwei Bloggerinnen wollen auch diese Woche wieder wissen, für welche fünf Dinge ich dankbar war:

1. .... dass der Nähtreff der Dresdner Nähblogger im Immergrün so angenehm war und ich dabei richtig viel geschafft habe
2. .... ein Stoff mit den Namen meiner Kinder vernäht werden kann
3. ... das Tochterkind jede Nacht auf ihrem Hand-Kissen schläft
4. ... ich nun lustige Häkelfiguren nach diesem Anleitungsbuch ausprobieren könnte
5. ... die Katagami-Ausstellung doch nicht diese Woche geschlossen hat, sondern um einen ganzen Monat verlängert wurde

Verlinkt beim Freutag, H54F und den Friday Fives
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Rezension: DenDennis' total verrückte Häkelfreunde: Die süßesten Antihelden aller Zeiten

Mein erstes und bislang einziges Häkelwerk macht mich ja eigentlich nicht wirklich zum Häkelexperten, aber ich gebe zu, dass mir die witzigen Häkelfiguren, die in der Bloggerwelt immer mal wieder sehen sind, schon gefallen. Der Frech-Verlag hat mir nun mit "DenDennis' total verrückte Häkelfreunde: Die süßesten Antihelden aller Zeiten"* ein Anleitungsbuch zur Verfügung gestellt, mit denen - wahrscheinlich - selbst ich zum Amigurumist werden könnte.


Abbildung vom Frech-Verlag

Der in Amsterdam lebende Autor DenDennis hat nach eigenen Aussagen erst 2012 von seiner Mutter und Youtube-Videos das häkeln erlernt und setzt seitdem seine eigenen Fantasiefiguren um. Bevor das erste Buch auf den Markt hab, teilte er seine Ideen wohl vor allem über Instgram. Auf seiner Homepage mit dazugehörigem Blog (übrigens ohne Impressum) finden sich bereits jede Menge Anleitungen. Im überraschend kleinformatigen Buch - das noch nichtmal A4-Größe hat -  gibt es 15 "Antihelden" zum nachhäklen. Dazu gehören Figuren, die im niederländischen Kinderfernsehen zu sehen sind - wie der Nadel-Ninja - ebenso wie eigene Kreationen.

Abbildung vom Frech-Verlag

Für 12,99 € bekommt man auf den ersten Seiten des Buches eine Häkelschule zum Basiswissen und anschließend die einzelnen Anleitungen, deren Schwierigkeitsgrade mit Sternen angegeben sind. Jede Figur wird mit einem witzigen Text vorgestellt und die Größenangabe wird in cm angegeben. Außerdem erfährt man in einem Extrakasten das Material - Schachemeyer Catania* oder Brazilia - und die entsprechenden Nadeln, bevor die eigentliche  Häkelschrift folgt.

Abbildung vom Frech-Verlag

Am meisten gefällt mir momentan der "Rotznase", allerdings ohne den Rotz und auch den "Angsthasen" mit Schlappohren könnte ich mir gut im Kinderzimmer vorstellen. Letzterer hat sogar nur einen Punkt auf der Schwierigkeitsskala und soll damit ganz einfach sein. Habt ihr denn schon Amiguramis gehäkelt?

Abbildung vom Frech-Verlag
Aus der Kreativ-Topp-Serie wurden bereits vorgestellt:
"Tolle Taschen selbst genäht"
"Wir lieben Papier"

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5. Geburtstag: Geschenke und vier Kissen

Die von Näähglück* digitalisierte Hand unsere Tochter ist nicht nur auf ihrem Geburtstagskleid gelandet, sondern auch noch auf einem Kissen. Damit hat sie wie bereits im Vorjahr auch dieses mal wieder eine neue Kissenhülle bekommen.


Vernäht wurde ein Sterntaler Werksverkaufstoff, der bereits seit 2012 auf seine Verarbeitung wartet und nun aber (fast) restlos aufgenäht ist, denn diesmal entstand nicht nur ein Kissen, sondern gleich vier. Hintergrund war die gemeinsame Feier von drei 5jährigen, die jeweils ein richtiges Geschenk bekommen sollten. Die Kissennäherei fand aber so kurzfristig statt, dass ich es diesmal nicht mal mehr geschafft habe, sie vor die Kamera zu bekommen, bevor sie verschenkt wurde.


Der Blümchenstoff mit angerauter Innenseite eignete sich für die Kissen perfekt. Als Applikationsunterlage habe ich den Kuschelstoff einfach nur rumgedreht, aber auf eine weitere Appilaktionsschicht verzichtet, weil es sonst wahrscheinlich zu dick geworden wäre. Für das eigene Nählabel* gab es auch noch Platz. Eigentlich waren die Kissen ja als Kindergartenschlafkissen geplant, aber genau zum 5. Geburtstag haben Kindergärtnerinnen und Kind beschlossen, dass sie ab sofort keinen Mittagsschlaf mehr braucht, da sie schon seit Wochen nur noch schwatzen und die anderen Kinder stören würde. Komischerweise schlummert sie am Wochenende weiterhin wie ein Murmeltier zur Mittagszeit.


Auf der Rückseite ist es ein einfacher Hotelverschluss geworden, der aber mit dem Coverlockstich des feinen Maschinchens genäht wurde. Dabei habe ich diesmal herausgefunden, dass es bei nicht ausfransenden Stoffen ziemlich ordentlich aussieht, wenn man etwas mehr Stoff rumklappt und dann nachträglich erst den Stoff mit dem Rollschneider abschneidet. Bislang habe ich entweder versucht, genau auf dem Stoffende zu nähen oder nachträglich mit der Schere entlangzuschneiden, wobei ich der Naht immer wieder gefährlich nahe kam - die Rollschneider-Variante war für mich die Entdeckung, die aber wahrscheinlich schon längst gängige Praxis in der Nähszene ist, oder?


Insgesamt hat das Tochterkind lauter großartige Dinge bekommen, von denen es einige sicherlich noch einzeln auf den blog schaffen werden und hier gezeigt werden. Nach den Großgeschenken der letzten Jahre, wie beispielsweise dem Fahrrad*, war der Geschenketisch zum 5. Geburtstag eher mit vielen tollen Einzelgeschenken voll beladen. Dank Mehr Sonntag gab es beispielsweise das Waldschattenspiel*, mehrere Stempelanleitungen und Hausschuhe von Giesswein, die vor allem wegen ihrer weichen Naturkautschuk-Sohle und dem Schurwolle-Material auf der Wunschliste gelandet sind. Da das Tochterkind aber zu Hause und im Kindergarten neue Fußbegeleitung brauchte, weiß ich nun auch, dass es bei Giesswein auch noch eine Hausschuhvariante mit fester Sohle gibt, die wohl speziell für Kindergärten entwickelt wurden.


Bei den beiden Waldhuhn-Büchern haben wir uns übrigens erstmal für "Frau Bengali" entschieden und ich mag es am Mittwoch, dass das Tochterkind bei diesem so besonderen Buch ganz aufmerksam zugehört und das Buch es tatsächlich geschafft hat, dass sie nun von Indien, dem Tuch und "ihrem Tiger" träumt ...

Verlinkt auch bei Kopfkino
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Personalisierte Stoffe von Diwidu

Auf meinem Creadienstagstisch liegen heute ganz besondere Stoffe, denn das Münchner Unternehmen Diwidu, das genauso alt wie unser Sohn ist, hat uns einen personalisierte Stoff zur Verfügung gestellt. Gedruckt wird auf 100% Baumwolle, die bis 40° Grad waschbar ist.


Da wir ja mittlerweile zwei Kinder haben, konnte ich mich weder für einen Namen noch für nur ein Motiv entscheiden und bin nun dankbar, dass Diwidu es mir ermöglich hat, auf ein Stoffstück gleich zwei Motive und Namen anzuordnen. Für das Tochterkind habe ich "Balloon girl" rausgesucht und für den Sohn "Mond und Sterne". Neben den Namensstoffen gibt es bei Diwidu auch noch Ausmalstoffe, Stoffsets, bereits genähte Kissenbezüge, Bettwäsche aber auch Schablonen.

Wahrscheinlich werden beide Stoffe in vernähter Form dem Osterhasen übergeben. Ich schwanke sehr, ob daraus personalisierte Kirschkernkissen, kleine Kissen oder doch noch etwas ganz anderes wird. Habt ihr noch andere Ideen?
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Dresdner Nähbloggertreff im Immergrün

Auch diesen Monat haben sich die Dresdner Nähblogger wieder einen neuen Nähort erobert. Nach der Sportsbar im Januar hatte Friemeleien für uns im Februar ein Zimmer im Immergrün organisiert, der wirklich keine Wünsche offen ließ. Keine alkoholisierten Männer, ein ganzer Raum für uns, leckeres Essen und überhaupt eine sehr angenehme Atmosphäre. An den Wänden hingen sogar Kreuzstichbilder der beiden Ladeninhaber.


Mitgenäht (oder gestrickt) haben Catlog, dieAtze näht, Kuddelmuddel, Frauenoberbekleidung, Mit Nadel und Faden, Himmelblau und Sommerbunt, Kääriäinen, Friemeleien, Schau'n wir mal und Dani Ela. Diesmal konnte ich gar nicht mit allen so richtig intensiv schwatzen, weil ich ausnahmsweise mal konzentriert genäht habe. Der Anlass war zwar ziemlich traurig, denn das Beerdigungsoutfit, dass der kleine Mann am nächsten Tag tragen sollte, entstand an diesem Abend, aber eine bessere Runde hätte ich mir dafür nicht vorstellen können.

Dank Mit Nadel und Faden habe ich dabei erstmals verstanden, wie man Bündchen in gefütterte Hosenbeinen plaziert und vor allem die Hose anschließend wieder gewendet bekommt. Allein zu Hause wäre das Stück wahrscheinlich in der Ecke gelandet.


Nächsten Monat schauen wir in der Nähwerkstatt in Löbtau vorbei. Ich bin schon sehr gespannt.
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Ausstellung: Katagami - Papierschablonen für den Textildruck

Drei Tage vor Ausstellungsende (verlängert bis 22. März 2015!) möchte ich euch noch "Die Logik des Regens. Logical Rain" in Dresden empfehlen, die 140 japanische Papierschablonen (Katagami) von einem insgesamt über 15.000 Stücke umfassenden Bestand präsentiert. Die Färbeschablonen bestehen aus der Rinde des Maulbeerbaums und dienten der Bemusterung von Stoffen, darunter auch für Kimono.





In der Ausstellung liegt der Schwerpunkt auf der Präsentation der orginalen Papierschablonen, die hinterleuchtet in einer langen Reihe nebeneinander gezeigt werden. Drei Kimono sind ebenfalls ausgestellt und verdeutlichen die Wirkung der im Reservedruck hergestellten Stoffe. Wie beim Blaudruck wird mit einer Paste gedruckt. Die Klebreispaste wurde dabei mit Bambus-Rakeln durch die Öffnungen der Schablonen gestrichen und der Stoff damit partiell imprägniert. Nach der Färbung der Stoffe mit einem Pinsel, Fixierung und anschließenden Auswaschung der Klebreispaste wird das Muster sichtbar.
  


Das faszinierende sind aber die Schablonen, die wohl dem Washi-Papier entsprechen und damit mit den heute weit verbreiteten Maskingtaps* zu vergleichen sind. Mit einer unglaublichen Präzision wurden diese Masken handgeschnitten oder -gestanzt. Dabei gibt es Muster, die auf drei Quadratzentimetern mehr als 900 Löcher aufweisen. Zur Stabilisierung der hauchdünnen Papierstege wurden teilweise Fäden aus rohen Seidenfasern eingelegt. Jeder dieser Arbeitsschritte war hochspezialisiert und die letzten beiden Frauen, die beispielsweise dieses Fädeneinlegen - Itoire - beherrschten, starben in den 1970er Jahren.  



1899 gelangte der Bestand in das Dresdner Kunstgewerbemuseum und ist ohne den geschichtlichen Hintergrund zum japanischen Ständesystem und der vollständigen Abgeschlossenheit des Landes in der Edo-Zeit nur schwer zu verstehen. Wer es bis Sonntag noch schafft in diese Welt einzutauchen, sollte sich das nicht entgehen lassen. Ausstellung und Begleitheft im Japanischen Palais sind kostenlos.
 

Besonders gefreut hat mich übrigens, dass sich bei den vielen Mustern, sogar unser Hochzeitssymbol - das Ginkgoblatt - fand.

Zwei Bloggerinnen wollen auch diese Woche wieder wissen, für welche fünf Dinge ich dankbar war:

1. .... dass das Tochterkind auch ohne Schwert und Schild aber dafür mit Pferd eine stolze Ritterin war
2. .... neue Stoffe für mich bereit liegen
3. ... ich nun erfahren habe, dass Little Kiwi wirklich eine Überhose und keine Schwimmwindel ist
4. ... ein Nähbuch auch nach der Rezensionsexemplare-Verlosung noch den Weg zu mir gefunden hat
5. ... heute Abend der Dresdner Nähtreff auf mich wartet, bevor uns morgen ein schwerer Tag bevorsteht

Verlinkt beim Freutag, H54F und den Friday Fives
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Rezension: Liebe auf den ersten Stich: Einfach perfekte Kleider nähen

Nachdem ich beim Januartreff der Dresdner Nähblogger bereits in "Liebe auf den ersten Stich: Einfach perfekte Kleider nähen"* blättern durfte und etwas traurig war, dass ich die Rezensionsexemplareverteilung verpasst hatte, freut es mich um so mehr, dass mir der Verlag "Edition Michael Fischer" doch noch ein Exemplar zur Verfügung gestellt hat.

Abbildung Edition Fischer
Autorin der 192seitigen Ausgabe ist Tilly Walness, die nicht nur selbst unter "Tilly and the Buttons" bloggt sondern auch der Nähcommunity bereits durch "The Great Britsh Sewing Bee"* bekannt geworden ist. Das Buch ist in sieben Hauptkapitel unterteilt, die gleichzeitig für sieben Kleidungsstücke stehen und den Näher vom Schal bis zum Kleid begleiten.

Jedes dieser Kapitel unterteilt sich wiederum in sechs-bis-zwölf Unterthemen, die von Stoffauswahl, über die zahlreichen Nähaufgaben bis hin zum Verhalten im Stoffladen oder dem nähen in der Gruppe thematisch sehr breit gefächert sind. So hält man nicht nur eine Nähschule in der Hand sondern gleich ein ganzes Kompendium zum Nähhobby. Formulierungen, wie der Hinweis, dass man beim betreten des Stoffladens tief durchatmen sollte, um nicht in Ohnmacht zu fallen, fand ich etwas übertrieben, aber folgenden Satz, habe ich dem Mann sofort vorgelesen:
"Wenn Sie sich wirklich zu einer passionierten Hobbyschneiderin entwickeln, dann wird sich Ihr Haus oder Ihre Wohnung im Laufe der Zeit ohnehin in ein Stofflager verwandeln."

Abbildung Edition Fischer

Der Aufbau des Buches ist trotz dieser Themenbreite sehr klar. Nähtechniken sind auf kariertem Papier abgedruckt, die Nähanleitung auf gelbem Untergrund. So können neben dem Schal, eine Pyjamahose, zwei Röcke, zwei Kleider und eine Bluse entstehen, die jeweils varriert werden können. Ich persönlich hätte mich noch über einen Hosenschnitt gefreut, denn die schlabbrige Pyjamahose ist wohl nur etwas für das heimatliche Sofa.

Dafür habe ich mit großem Interesse von Stoffartenempfehlungen wie Garbadine* oder Drell* für Röcke oder Double Gauze* für Pyjamahosen gelesen. Wie bringe ich denn nun dem Mann bei, dass alle diese Stoffarten bislang komplett in meinem Stoffgebirge fehlen?
Abbildung Edition Fischer
Nicht alle Stellen des Buches sind für mich ganz konsequent. So werden beispielweise auf der Zubehörseite vier Nähfüße für den Einstieg empfohlen, aber auf der Abbilung fünf gezeigt. Vielleicht ist das fünfte auch der Nähfußhalter, aber irritiert bzw. besonders neugierig war ich trotzdem. Der Text liest sich wunderbar leicht und ist nahe an der (gut vertrauten) Bloggersprache. Auf S. 73 hat mein Auge - wie schon häufiger in Rezensionsexemplaren - ein Buchstabendreher angesprungen aber insgesamt wurde die englische Ausgabe* sehr überzeugend in die deutsche Sprache übertragen.


Abbildung Edition Fischer
Auch bei diesem Nähbuch müsste man die einzelnen Modelle nachnähen, um die Passgenauigkeit der Schnittmuster wirklich einschätzen zu können. Für jedes Modell gibt es eine eigene Größentabelle, die von den üblichen Konfektionsgrößen abweicht und mit Zahlenangaben 1-8 arbeitet. Dafür sind die Schnittmuster, die am Ende des Buches in einer Aufbewahrungstasche untergebracht sind, jeweils Einzelschnitte, die sich nicht mit den anderen Modellen überschneiden. Für Nähanfänger ist das sicherlich eine große Erleichterung. Insgesamt bleibt "Liebe auf den ersten Stich: Einfach perfekte Kleider nähen"* für 22,99 Euro ein Buch für Anfänger und Fortgeschrittene. Bei den Modellen muss man allerdings eine gewisse Affinität zum Kleidungsstil der 50er und 60er Jahre haben.

Vom EMF-Verlag wurde bereits vorgestellt:
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Stoffwindeltest: Little Kiwi, Gr. S (Überhose)

Der Round Up Post rund ums Thema Stoffwindeln Waschen von Windelwissen hat mich dazu motiviert, hier auf dem Blog endlich mit den Stoffwindeltestberichten weiterzumachen. Das mag ich am Mittwoch. Der letzte zur Fluffy Fly war in der Elternzeit des Mannes und liegt damit schon viel zu lang zurück. Zum Thema "ordnen" gehört dabei, dass ich mich nun zunächst schrittweise den Modellen widme, die irgendwie auf der virtuellen Strecke liegen geblieben sind. Dazu gehört Little Kiwi in der Gr. S, die es in den ersten Stoffwickelwochen nie an den Po des jungen Mannes geschafft hat und mit einem Sammelsurium gebrauchter Stoffwindeln zu uns kam.


Viel lässt sich zu diesem Modell, das wohl schon ein paar Jahre nicht mehr auf dem Markt ist, nicht mehr herausfinden. Ursprünglich wurde der Windeltyp wohl in England hergestellt und besteht aus einer Baumwollaußenseite mit breitem Klettverschluss und einer PUL-Außenseite. Unter dem Klettverschluss scheint eine weiche Verstärkung hinterlegt zu sein, die ich aber nur genauer erkunden könnte, wenn ich zur Schere greifen würde.


Der PUL-Stoff ist überraschend dick und macht durch die starken Gummizüge einen etwas unförmigen Eindruck. Strafft man die Gummizüge wird aber klar, dass Außen- und Innenseite exakt gleiche Maße haben. Irritiert hat mich an diesem Windeltyp, dass es keinerlei Öffnungen gibt, in die man Einlagen hätte einschieben können. Außerdem hatte ich so gar kein Vertrauen in die Konstruktion der Beinabschlüsse, die ebenfalls nur eine Knautschzone bilden.

Inzwischen vermute ich mehr als das ich es sicher weiß, dass es sich hierbei um eine Überhose handelt, die mit Prefolds* kombiniert werden kann. Vielleicht ist das ganze aber doch eine Schwimmwindel? Aber die kenne ich bislang nur mit saugender bzw. "festhaltender" Schicht. Was meint ihr denn oder habt ihr diesen Windeltyp sogar in Verwendung? Ich bin gespannt.


Bisherige Stoffwindelberichte auf amberlight-label.
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Stoffe von Internaht

Da die Blogeinnahmen im letzten Monat ja so überraschend kräftig gesprudelt sind, bin ich beim Stoffverkauf von Internaht* schwach geworden. Bei teilweise 50% Preisnachlass und dann noch dem Sonderrabatt für die Dresdner Nähblogger kann wohl keiner widerstehen. Außerdem war das meine Belohung in der Pflegewoche der kranken Familie. Natürlich haben mich dann doch nicht nur die preisreduzierten Stoffe angelockt und so sind auch noch die Bio-Jersey Sterne von Hamburger Liebe* und ein Jeans-Stoff von Lebenskleidung* in mein Stoffgebirge gewandert.  


Nun bin ich gespannt, wie lange sie auf dem Creadienstagstisch liegen werden, bis sie wirklich vernäht sind. Ein paar wenige Sale-Stoffe haben es übrigens bis in die virtuelle Stoffwerkstatt* von Internaht geschafft. 



Wenn man aber bedenkt, dass im Laden 1km Stoff vorrätig war, wurde doch ganz schön viel aufgekauft und wartet nun drauf, vernäht zu werden. Von einigen Dresdner Nähbloggern habe ich schon gehört, dass sie da waren. Du auch?
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Fasching: Ritter -inkostüm

Nachdem das Tochterkind uns letztes Jahr ja vor die Schwierigkeit des Straßenbahnkostüms gestellt hatte, fand ich ihren Prinzessinenwunsch in diesem Jahr ziemlich - nun ja - langweilig. Der Zufall wollte es aber, dass ein (selbstgenähtes) Ritterkostüm den Weg zu mir gefunden hat und die Rittergruppe im Kindergarten gleichzeitig plant eine große Burg zu bauen. Nach der Zustimmung, dass sie dabei dann sogar auch ihr geliebtes Steckenpferd mitnehmen dürfte, war die Entscheidung gefallen und das Tochterkind schwenkte freiwillig (!) von Prinzessin auf Ritterin rum. Erfahrungen wie man sich standesgemäß verhält, hat sie ja bereits.




Genäht wurde der Ritterumhang aus unkaputtbaren Tyvek* - daraus werden sonst Reinraumanzüge* hergestellt und ich bin mir daher sicher, dass das Kostüm die nächsten Jahrzehnte halten wird. Beim ersten Bild habe ich noch einige Neopren-Teile* zu viel arrangiert und danach erst erfahren, dass nur der Helm zum Ritter und der Rest zum Darth-Vader-Kostüm gehört, in das der Sohn aber erst noch reinwachsen muss. Bei ihm muss ich dieses Jahr noch entscheiden, ob er wieder als Marienkäfer oder als Erdbeere geht.


Unter dem Ritterumhang wird das Tochterkind das Strandkleid von Internaht tragen. Eigentlich wollte ich mich ja noch an ein (Stoff)Schwert* wagen aber oder etwas mit den Rittersleut von Susalabim verschönern, aber dazu fehlt wohl leider die Zeit. Das Tochterkind findet sich aber auch ohne diese Zusätze sehr ritterlich und das Prinzessinenkleid ist zumindest bislang vergessen ...


Verlinkt bei der MeitlisacheKiddikram, Lylelo und da es heute schon probegetragen wird, weil es wahrscheinlich noch ein paar KamSnaps*  für den noch zu großen Halsausschnitt bekommen wird - auch bei  my kid wears.
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Geld verdienen mit DIY Blogs: Blogeinnahmen 01/2015

Das überspringen der 200-Euronen-Marke bei den Blogeinnahmen im Dezember hat mich sehr überrascht und ich bin davon ausgegangen, dass nur der Geschenkekaufmonat diesen Sprung nach oben ermöglicht hat, ich aber eine Zwei am Anfang nicht so schnell wieder sehen werde. Der erste Monat des neuen Jahres hat meine Blogeinnahmen aber auf 236,08 € ansteigen lassen. Unglaublich!



Da sich meine Einnahmequellen inzwischen auf mehr als zehn Quellen verteilen, werde ich ab diesem Jahr die Grafik nach Affiliateprogrammen sortieren. Zusammengefasst kommen die Januar-Blogeinnahmen von:

Amazon*: 95,94 €
Zanox: 73,59 €
Webgains: 25,69 €
Blogsponsor: 20,00 €
Blogfoster*: 10,55 €
Namensbänder*: 5,26 €
Alles-für-Selbermacher*: 5,05 €

Hinter Zanox verbergen sich 71,63€ von DaWanda* und 1,96€ von Etsy*. Blogsponsor war im Januar ClauChichi*. Bei Webgains sind es 0,51 € von Echtkind* und sehr überraschende 25,18 € von den Montessori-Lernwelten*. Noch nie habe ich bei einem Partnerprogramm im Einstiegsmonat so viele Bestellungen erlebt und ich habe nun das Gefühl, dass relativ viele meiner Blogleser mit ihren Kindern den "Hilf mir, es selbst zu tun"- Weg eingeschlagen haben.



Ausgegeben habe ich im Januar 37,50 € für das erneuerte Handmade Kultur Abo, 10,00 € beim 50. Dresdner Nähbloggertreff und 40,00 € für den 5. Geburtstag der Tochter. Gespendet wurden 50,00 € für "Lose" via Startnext. Im ersten verpacklungslosen Laden in Dresden habe ich auch erstmals richtig viel für Werbung investiert und mir für 150,00 € einen Platz in der Ehrengalerie erkauft. Wenn der Laden eröffnet, wird ganz offiziell ersichtlich sein, dass meine Blog an der Realisierung dieses nachhaltigen Ladenkonzeptes für unverpackte Ware beteiligt war. Das gefällt mir sehr.

Der Warenwert lag im Januar nur bei knapp 40 € und verteilt sich auf das Schnittmuster* zum Raffkleidchen 2.0, das probegenäht werden durfte und auf die Rezensionsexemplare  "Kreativität lernen - Mit sechs einfachen Kreativitätstechniken",  "Die Muskeltiere"* und "Frau Bengali"*. Geschrieben wurden 24 Blogeinträge, die sehr hohe 33.493 Seitenaufrufe brachten. Gelistet war ich letzten Monat wieder hier.

Genug der Statistik. Meine Auswertung kommt thematisch in einer tubulenten Zeit, denn seit dem was-ein-blog-im-Monat-kostet-Debatte, wo die Autorin bei einem deutlich vierstelligen Betrag landete und der fast zeitgleich erschienene Artikel in der Süddeutschen, wogt die Diskussion hin und her. Vieles davon habe ich gelesen und mich befremden die utopischen Ausgabezahlen und reinen Werbeplattformen genauso, wie die Negativecke*, in die Blognebenherverdiener teilweise gestellt werden. Daher endet mein Transparenzbericht heute mal mit:

Habt vielen Dank, dass ihr Blogleser bleibt, auch wenn sich amberlight bewusst und mit Konzept für (grüne**) Werbung entschieden hat!
Das freut mich sehr.


* Wenn es mich irgendwann überkommen sollte, doch für bestimmte nicht Öko-Banken u.ä. zu werben, wie es mir im letzten Monat für einen erstaunlich hohen Betrag angeboten wurde, dann könnt ihr mich allerdings sehr gerne in besagte Ecke stellen.
** bis auf den Bücherriesen ... ich weiß

Zwei Bloggerinnen wollen auch diese Woche wieder wissen, für welche fünf Dinge ich dankbar bin. Bezogen auf die Blogeinnahmen ist das:

1. .... die Möglichkeit mit den Blogeinnahmen den ersten verpackungslosen Laden in Dresden mitrealisieren zu können, obwohl die Haus(halts)kasse leer ist
2. .... die kulinarischen Genüsse beim Nähbloggertreff aus dieser Kasse bezahlen zu können
3. ... die Entdeckung des Montessori-Lernwelten-Partnerprogramms*, bei der ich im Gegensatz zum Bücherriesen ein ganz reines Gewissen habe
4. ... alle Geschenke und das Essen für den 5. Geburtstag der Tochter blogfinanziert zu haben
5. ... damit dem Traum vom Vierseithofprojekt in finanzieller Hinsicht wieder etwas näher zu sein

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Rezension: Go raw - be alive!: So schmeckt gesund

Mein erstes Buch vom Kosmos-Verlag ist das Rohkostbuch "Go raw - be alive!: So schmeckt gesund"* von Boris Lauser. Außerdem hatte ich das erste Mal das Angebot an einer "Buch Launch Party" teilzunehmen und ein 5-Gänge-Menü des Autors serviert zu bekommen. Das wär's doch mal gewesen! Leider passte Termin und Stadt aber nicht zu unserem derzeitigen rasanten Familienalltag. So bleibt mir wohl nur, die Rezepte selbst auszuprobieren. 

Abbildung vom Kosmos-Verlag

Für knapp 20 Euronen bekommt man eine gebundene, 160 Seiten umfassende Publikation*, wenn man sich nicht für die preiswertere Ebook-Variante entschieden hat. Darin wird man aber sicherlich nicht die brillianten Bilder von Rafael Pranschke und Annett Melzer bewundern können, die das Buch zu einer wahren Augenweide machen. Man blättert einfach gern durch und zumindest ich bekomme bei den Aufnahmen Appetit auf Grünzeug.

Vor den Rezepten erfährt man, dass Boris Lauser bereits mit 16 Jahren als ersten Schritt seiner Ernährungsphilosophie auf zuckerhaltige Produkte komplett verzichtete und das sogar bei einem 1 Jährigen Aufenthalt im Fastfood-Land USA durchhielt. Inzwischen ernährt er sich zum 80% von Rohkost und wirkt auf mich fast schon ein bisschen zu dünn. Im Basic-Kapitel lernt man viel über die Rohkost-Idee, die übrigens nicht mit rein vegetarischen oder vegangen Ansätzen übereinstimmen muss, da auch Fisch roh gegegessen werden kann. Es folgen Tabellen zu "Was kann man essen?" und Hintergrundinformationen zu Gemüse, Obst, Sprossen, Nüsse, Samen und verschiedene Rohkost-Techniken.

Abbildung vom Kosmos-Verlag
Der Rezepte-Hauptteil gliedert sich in Basics, zu denen vor allem Smoothies gehören, Frühstück, Suppen & Salate, Brote, Wraps und Dips, Hauptgerichte, Süsses & Desserts. Umfachreich gehalten ist am Ende des Buches der Glossar zu den einzelnen Lebensmitteln. Dort setzt auch meine Kritik an diesem Buch an, denn viele der notwendingen Lebensmittel gehören nicht zum Standardprogramm unserer Küche und müssten extra eingekauft werden. Dazu gehört Kokosblütenzucker, Yacon-Dicksaft, Mesquite, verschiedene Algen oder auch die kartoffelähnliche Wurzel Maca.

Außerdem scheint man für die Ernährungsvariante zunächst ordentlich in entsprechende Haushaltsgeräte investieren zu müssen, um ähnliche Ergebnisse erzielen zu können. So reicht kein normaler Mixer sondern es muss wohl ein Hochleistungsmixer* sein. Überteuerte Walzen-Saftpressen* werden ebenso empfohlen wie Dörratomaten*. Für den überzeugten Rohköstler sind diese Anschaffungen sicherlich sinnvoll, aber für den Rezeptetester doch eine ziemlich Hürde. Etwas erschrocken bin ich auch über die Trocknungszeiten - bei den Wallnuss-Kräckern beispielsweise 22 Stunden bei entsprechenden Tempertauren und selbst auf die Pizza muss man 12 Stunden warten. Rohköstler scheinen da sehr geduldige und Essenvorplanende Menschen zu sein. Zumindest im Winter dürfte das wenig energiesparend und nachhaltig sein.


Abbildung vom Kosmos-Verlag
Einige Rezepte werde ich aber sicherlich aus diesem Buch* ausprobieren und die erwähnten Küchengeräte lassen sich sicherlich auch durch einfachere Ausführungen ersetzen. Nur meine Smoothies werden wahrscheinlich nie so cremig, wie die Bilder in diesem Buch suggerieren ...

amberlights Rezensionsportal

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Interview: Näähglück by Sophie Kääriäinen

Sophie von Näähglück* hat mir nicht nur die Hand meiner Tochter als Stickdatei digitalisiert, sondern diesen Monat auch einen meiner Werbeplätze belegt. Da nach ihren Schnittmustern bereits einige Kleidungsstücke für unsere Kinder enstanden sind und jede Leggings bzw. Strumpfhose nach dem eBook Jalka*genäht wurde, freue ich mich darüber am Mittwoch besonders.

Wie heißt dein Shop und wann hast du ihn eröffnet?

Meine Seite heißt Näähglück by Sophie Kääriäinen*. Ich habe sie nur unter meinem Nachnamen im Oktober 2013 gegründet und seit März 2014 verkaufe ich auch meine Schnittmuster. Der Name "Näähglück" soll eine besseren Wiedererkennungswert geben, da ich im Alltag doch eigentlich immer meinen Namen buchstabieren muss.


Ich bin Sophie, 24 Jahre jung, Mutter von einem tollen Sohn und Ehefrau eines großartigen Ehemanns - der, eh jetzt alle Fragen, woher mein komischer Nachname kommt - aus Finnland stammt. Ich selbst spreche fließend finnisch und gebe Finnischkurse an der Volkshochschule in Dresden. Studiert habe ich Kartographie an der Technischen Universität Dresden. Mathematik, akkurates Zeichnen, verständliche Modellbildung - alles das hat die Kartographie und das Erstellen von Schnitten gemeinsam. Das Nähen und die Handarbeit habe ich schon aus meinen Genen mitbekommen, denn ich bin eine der wenigen jungen Menschen heute, die das Glück hatten, von ihrer Mutter das Stricken, Häkeln und auch ein wenig das Nähen mit der Maschine gezeigt bekommen zu haben. Dafür bin ich meiner Mama sehr dankbar. Ich liebe es einfach Dinge selbst zu kreieren, zu erklären und zu entwerfen. Beim Erstellen von Schnitten kann ich alle meine Fähigkeiten, die zunächst eher abwägig erscheinen zu tollen Ergebnissen kombinieren.


Was war das erste Produkt, das du verkaufen konntest?

Meine ersten Schnittmuster waren die Kindershirts "Pasi"* und "Sari"* auf die ich bis heute stolz bin und die ich auch immer noch gern nähe.


Hast du ein Lieblingsstück in deinem Shop?

Das ist eine wirklich schwere Frage, denn an jedem einzelnen Schnitt saß ich meist mehrere Wochen, in denen ich daran herumwerkelte und ihn verbesserte. Es sind sozusagen alles "Kinder" von mir. Bei den Kinderschnitten ist mein Liebling wohl der Schlafanzugschnitt "Winterschlaffein"* - schon aus dem Grund, da er täglich in Benutzung ist und es der einzige Schlafanzugschnitt ist, der dem Junior passt, schnell anzuziehen geht und Füßlinge hat, die nicht verrutschen. Bei den Damen ist es wohl der Wickerock "Raita"* da mein erster Testrock einer meiner Lieblingsteile ist, obwohl ich zunächst sehr an der sofort richtigen Passform zweifelte. Aber scheinbar haben meine Mathematikkenntnisse noch nicht komplett versagt und ich hatte alle Radien und Abstände sofort richtig berechnet.


Welches Produkt wurde bei dir im letzten Jahr am häufigsten gekauft?

Das Damenschnittmuster "Sanna" - eine bequeme Jerseyhose, wurde im letzten Jahr am häufigsten gekauft.


Was ist das besondere an Näähglück?

Mit Näähglück möchte ich versuchen alle Näher, wie der Name schon sagt - mit ihrem Näherfolg glücklich machen. Ich versuche alle Schnitte so verständlich wie möglich zu erklären, mit vielen Fotos und teilweise auch Videoanleitungen. Dazu hat jedes Schnittmuster ein gewisses Extra - denn meine Kunden sollen auch etwas für ihr Geld bekommen und nicht nur Vierecke zuschneiden. So sind zum Beispiel viele Konfektionsgrößen, ganz viele unterschiedliche Längenvarianten und andere Gestaltungsoptionen in meinen Schnitten enthalten.
Ich versuche auch alles so übersichtlich wie möglich zu gestalten, und werde in diesem Sinne meine älteren Schnitte vom Design und Anordnung der Bilder in diesem Jahr noch einmal mit meinen verbesserten Erfahrungswerten aufbessern. Den Anfang macht hierbei mein kostenloser Schnitt der "Kinderhose" (Ab Mitte Februar erhältlich) - So können sich alle Kunden ein Bild vom neuen Design machen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Passform - alle Schnitte werden ausführlich von Probenähern getestet. Und da nicht alle Menschen gleich sind, gibt es auch Maßtabellen und Anleitungen zur individuellen Anpassung an die eigene Figur.
Im Endeffekt möchte ich wirklich einfach nur, dass die aufwendig genähten Kunstwerke nach meinen Schnitten dem Träger passen und ihn glücklich machen.


http://ad.zanox.com/ppc/?26258695C651384464&zpar0=[[N%C3%A4%C3%A4hgl%C3%BCck]]&zpar1=[[N%C3%A4%C3%A4hgl%C3%BCck]]&ULP=[[http://de.dawanda.com/shop/Kaariainen?partnerid=de_zanox]]

Ist der Shop dein erstes, zweites oder drittes Standbein?

So richtig aufschlüsseln kann man das nicht - zumindest rein geldlich gesehen. Ich bin ja "hauptberuflich" Studentin und werde durch meine Eltern und meinen Ehemann unterstützt und gebe auch noch Finnischkurse - also geldlich wohl eher zweites bis drittes Standbein. Zeitlich gesehen aber definitiv mein erstes.

Wieviel Arbeitszeit investierst du in deinen Shop?

Ich denke das kann man nicht zählen, aber zu viel  ist es allemal - 40+? h pro Woche und dann gibt es da noch einige sehr lange Abende ...

Wie sieht dein Shop aus, wenn du in die Zukunft träumst?

In Zukunft würde ich meinen Shop gern noch weiter ausbauen, so dass Schnitte schneller gefunden werden können und durch mehr Schnittmuster im Laufe der Zeit auch ein umfangreiches Angebot entsteht. Ein weiterer Traum ist das Anbieten von gedruckten Schnitten. Auch würde ich gern Nähkurse anbieten oder wenn man ganz doll träumen mag, mein eigenes Atelier haben.

Wo sollten wir noch vorbeischauen?

Ich lasse mich gern von anderen Blogs und Designern inspirieren und diese Blogleseliste ist ziemlich lang, und ich habe leider viel zu wenig Zeit, um alles lesen zu können.
Für alle, die schon immermal ihre Finnischkenntnisse im Nähbereich aufbessern wollten, oder sich einfach nur gern schöne Nähwerke ansehen, kann ich Mutturalla empfehlen. Den ersten Blog, den ich je verfolgte ist der tolle Blog von Schnabelina, die mich auch unteranderem dazu inspirierte eigene Schnitte zu erstellen.

Hast du eine Buchempfehlung?



Derzeit komme ich auch gar nicht zum Lesen - aber die Kinderbuchreihe Wieso? Weshalb? Warum?, aus der wir schon 3 Bücher haben, steht bei uns gerade hoch im Kurs.

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