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Rezension: Schmuck aus Keramik: selbst gemacht

Die Rubrik "geTÖPFERTes" gehört hier auf dem Blog zu den Themen, die nur relativ selten erwähnt werden, obwohl mich das kreative Gestalten mit Ton eigentlich sehr fasziniert. Meinen Drehkurs auf der Töpferscheibe am Ende der ersten Elternzeit und vor allem die Ergebnisse fand ich großartig, wusste aber gleichzeitig, dass es für eine eigene Töpferscheibe zu Hause nicht reichen wird. Kleinteile herstellen, würde aber schon gehen und daher habe ich mich sofort für die Neuerscheinung "Schmuck aus Keramik: selbst gemacht"* aus dem Haupt-Verlag entschieden.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Die Autorin Helena Arendt hat sich bereits in ihrem Studium der Kunstpädagogik und Kunst mit Keramik beschäftigt und lebt mittlerweile auf La Palma. Den wissenschaftlichen Hintergrund merkt man auch der Buchgestaltung an, denn obwohl es zu den typischen DIY-Anleitungsbüchern gehört, wird am Beginn des Buches eine kulturgeschichtliche Einodnung des Werktstoffes vorgenommen. Auch die Texte des Buches zeigen, dass hierfür ausführlich recherchiert wurde. Thematisch gliedert sich die 288seitige, gebundene Ausgabe in sieben Kapitel: Ton formen, Oberflächen strukturieren, Oberflächen farbig gestalteb, Ton brennen, Besondere Modelliermassen und Verfahren, Schmuckstücke anfertigen und Inspiration durch Farbe.


Abbildung vom Haupt-Verlag
Der Herstellungsfaden von den Anfängen der Arbeitsplatzgestaltung bis zur Umsetzung der Werkstücke in tragbare Schmuckstücke ist dabei logisch aufgebaut. Das Buch kann dabei nicht nur bei den Texten, sondern vor allem auch bei den Fotografien überzeugen, die von der Autorin selbst aufgenommen wurden. Vor allem die Farbgestaltung der Keramiken weckt bei mir größte Lust, sofort selbst kreativ zu werden. Lediglich das letzte, fast ein Drittel des Buches umfassende Inspirationskapitel, dass neben den Farbbezeichnungen der Glasuren von Botz* kaum nennenswerte Neuinformationen enthält und teilweise nur die Beispiele der vorherigen Kapitel nochmals nach Farben sortiert wiederholt, fand ich etwas zu bemüht.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Die Stärke dieser Neuerscheinung liegt in den vielen Schritt-für-Schritt-Anleitungen aber auch in den Inspirationen für die Oberflächengestaltung mit verschiedensten Gegenständen. Etwas schmunzeln musste ich bei den Wutperlen: "Nachdem mir eines Tages eine runde Perle misslungen war, zerquetschte ich sie vor lauter Wut fest in der Hand. Und siehe da, als ich die Hand öffnete und die Perle auf den Tisch warf, entdeckte ich ein sehr interessantes Gebilde. Ein längliche Perle war entstanden mit ganz feinen geformten Graten." (S. 35) Das Wutperlen-Collier sieht man übrigens auch auf dem Cover unten links.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Uns selbst bremst zur Zeit sicherlich noch das Brennproblem von der Schmuckgestaltung mit Ton aus, denn auch wenn es sogar beim Bücherriesen Brennöfen* für fast 3000 Euro zu kaufen gibt - die dann trotzdem noch den Zusatz "Spielzeug" haben (?) - werden wir wohl nie direkt zu Hause brennen. Nach dem Umzug wird es aber recht nah einen Brennofen geben und vielleicht kann man dort ja auch seine eigenen Werkstücke vorbeibringen oder formt gleich vor Ort.


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