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Interview: Prachtkinder

Nach unseren beiden Sommermonaten mit den Kurzurlaubswochen, in denen es hier keine Blogsponsoren gab, freue ich mich nun besonders, dass ich nun wieder eine DaWanda-Shop Betreiberin vorstellen darf, die im Oktober auf meiner Seite den Werbeplatz belegt. Außerdem durfte ich die Frau hinter Prachtkinder* aus Radebeul auch schon persönlich kennenlernen und war beeindruckt von ihrer euphorisch-fröhlichen Art das Leben zu meistern. Nun aber kommt sie selbst zu Wort - das mag ich am Mittwoch.



Wie heißt dein Shop und wann hast du ihn eröffnet?
PRACHTKINDER Lieblingsstücke.* Den Shop habe ich am 07.05. diesen Jahres eröffnet, ganz offiziell habe ich aber erst ab ersten Juli hier verkauft. Er ist also noch fast neu und für mich ist es das auch. Eigentlich bin ich mit diesem Gedanken schon seit drei Jahren gegangen und mir hat immer ein bisschen Mut dazu gefehlt. Jetzt ärgere ich mich natürlich, dass ich es erst so spät gewagt habe, weil es so gut läuft und mir so viel Freude macht. Aber diese Zeit habe ich gebraucht und jeden einzelnen Schubs hin zum letzten Schritt. Jetzt bin ich angekommen.



Was war das erste Produkt, das du verkaufen konntest?

Mein erstes Produkt war mein Lieblingsrock*. Ich nähe schon mein halbes Leben und bin diese klassische Klamöttchenoptimiererin: Wenn ich für mich schneidere, liebe ich SCHÖN und Weiblich. Aber ich liebe auch praktisch, kein Gezuppel, die Teile sollen sitzen und ich möchte mich wohl fühlen. Bei diesem Rock war für mich beides ganz gegeben und darum wollte ich ihn, neben allen anderen schönen Ideen, die hier noch an meinem Schrank kleben, als erstes als Mehrgrößenschnitt zur Verfügung stellen.



Hast du ein Lieblingsstück in deinem Shop?

Nun ja, mein Shop* ist noch klein. Es gibt ein Stück. Mein Lieblingsstück*. Ich lache.

Welches Produkt wurde bei dir im letzten Jahr am häufigsten gekauft?

Am Häufigsten, da muss ich überlegen…! Mein Chino*? ;o)


Was ist das besondere an ....?

… der Tatsache, dass gerade so wenig auf meinem Blog und in meinem Shop* passiert, obwohl ich mit so viel Freude dabei bin und mich damit ganz richtig fühle?

Ich bin ganz parallel zu meiner Shoperöffnung in eine zweite Aufgabe gerutscht, die mich unheimlich herausfordert, fordert und begeistert: Mit einem unfassbar dynamischen und mich begeisterndem Team gründe ich gerade eine evangelische Oberschule in meiner Stadt. Potentialentfaltung ist mein Thema. Ich bin Pädagogin, das ist mein Herzenswunsch. Eine lebensbejahende, zukunftsorientierte, nachhaltige, potentialentfaltende Schule für meine Kinder, für meine Stadt. Was soll ich sagen, ich jongliere. Bringe mich im einen viel ein und fühle mich im anderen ganz wohl und entspanne dabei. Glücklich ist das für den Shop nicht, aber für mich genau richtig. Aber ich bleibe dabei, ein neues Schnittmuster entsteht gerade wieder. Mein Thema ist auch hier wieder da: meine ganz persönliche Potentialentfaltung: ich fühle mich richtig, bin in meinem Element.

Ist der Shop dein erstes, zweites oder drittes Standbein?

Mein Zweites. Neben der Schulgründung.


Wieviel Arbeitszeit investierst du in deinen Shop?

Momentan 4 Stunden pro Woche.



Wie sieht dein Shop aus, wenn du in die Zukunft träumst?

Ich finde Frauen so unheimlich schön in ihrer Unterschiedlichkeit. Ich möchte ihnen Schnitte entwerfen, die ihnen das einmal mehr zeigen und spürbar machen. Ich träume mir meinen Shop mit 5 Schnitten für uns schöne Frauen, 6 Kinderschnitten für unsere Prachtmädels und Prachtkerle und einem für große Prachtburschen. Also 12 Schnittmuster für Damen, Herren, Kinder. In – einem Jahr?

Wo sollten wir noch vorbeischauen?

Natürlich auf meinem Blog: http://www.prachtkinder.blogspot.de/

Und in ein bisschen regionale Schulwerbung? http://www.ev-grundschule.de/oberschule/


Hast du eine Buchempfehlung?



Auf meinem Schreibtisch steht ein ganz bezauberndes Buch, was mich sehr berührt hat: „Im Garten der Pusteblumen“* von Noela Blanco & Valeria Docampo.

Im Land der Maschinen, in dem Wünsche keine Rolle spielen, näht eine herzensvolle Schneiderin für den Vogelmann, der nicht fliegen kann, einen Fluganzug. Mut hat sie erst keinen, aber nach einiger Erschöpfung und neuem Mut näht sie einen Fluganzug, der dem Vogelmann ermöglicht, sich zu entfalten und ganz zu sein. Und in der Folge das ganze Land der Maschinen verändert und herzensnah macht. Potentialentfaltung. ;o)

Eine Schneiderin, die sich von ihrem Herzen leiten lässt und Schönes schafft und damit anderen gut tut. Das berührt mich. 

Ein Blogbeitrag von amberlight-label.

1 Kommentar

  1. Klingt sehr schön. Herzig. Und erst das Buch. Ich wünsche Dir viel Kraft alle Standbeine gut auszubalancieren. Weiter so!

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