Reservetechnik

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Osterhasenbeutel

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Jahresmotto

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Rotholzeier

Dankbarkeit ...

... über ein neues Erstgeborenes, dass im Frühjahr in der Familie erwartet wird und das unsere eigenen Kinder weiterhin einen Papa haben werden.


Noch nie war größte Freude und der Blick in den Lebensabgrund durch eine drohende schwerwiegende Erkrankung, die sich nun aber nur als Organanomalie herausgestellt hat, so nah beieinander. Ich hoffe, dass uns die Achtsamkeit der letzten Tage eine Weile erhalten bleiben wird. Nach dem Flug durch die Heckscheibe und dem Baumsturz darf es jetzt bitte wieder etwas ruhiger in unserem Leben werden.

Verlinkt beim Freutag.
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Rezension: Quiltessential: Patchwork und Quilt - die Grundlagen

Da sich gerade ebenso viele Kinder- wie Kreativbücher auf meinem Rezensionsexemplaregebirge stapeln, werde ich in den nächsten Wochen versuchen zu mischen und aus beiden Bereichen jeweils abwechselnd eine Neuerscheinung vorzustellen. In den letzten beiden Monaten habe ich erstmal keine Neubestellungen angenommen, da mein Stapel selbst jetzt bis Januar reicht.

Bei "Quiltessential: Patchwork und Quilt - die Grundlagen"* habe ich mich nun auch noch für ein Grundlagenwerk entschieden, zu dem es einen ganzen Monat eine Blogtour gab, an dem jeden Tag das Buch in einem anderen Blog besprochen wurde. Viel hinzuzufügen, kann es da eigentlich nicht mehr geben, aber ich habe mich entschieden, die anderen Beiträge vorerst nicht zu lesen, um hier wirklich meine eigene Meinung bilden zu können. Einzige Ausnahme dabei ist Tag für Tag, da ich dort ohnehin regelmäßig mitlese.


Abbildung vom Haupt-Verlag
Der Titel "Quiltessential: Patchwork und Quilt - die Grundlagen"* verspricht nicht zu viel, denn auf den 208 Seiten der gebundenen Ausgabe, die im September als deutsche Erstauflage der 2013 erschienen englischsprachigen Ausgabe "Quiltessential: A Visual Directory of Contemporary Patterns, Fabrics, and Colors"* auf den Markt gekommen ist, bekommt man in 15 Kapitel zahlreiche Patchwork-Grundlagen erklärt. Autorin ist Erin Burke Harris, die auf House on hill road blogt und im Vorwort selbst angibt, dass sie zwar seit ihrer Jugend näht, aber mit dem Quilten noch nicht lange vertraut sei. Das überrascht zunächst und man beschaut solche Erstlingswerke sicherlich besonders kritisch.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Dieser Überprüfung kann das Grundlagenwerk aber standhalten und sowohl die Themendichte, wie aus das Layout und die Aufnahmen im Buch können überzeugen. Die 15 Kapitel gliedern sich in die vier Hauptthemen: "Teil : Die Stoffwahl", "Teil 2: Die Farbpalette", "Teil 3: Der Entwurf" und "Teil 4: Die Fertigstellung". Jedem Hauptteil sind zwei bis sechs Kapitel untergeordnet, die sich wiederum in bis zu 14 Unterkapitel aufteilen. Nach jedem Hauptteil werden außerdem jeweils zwei bekannte Textilkünstler auf jeweils einer Doppelseite vorgestellt.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Im ersten Teil erfährt man alles über Stoffe - und kann sich dort auch über ungewöhnlichere Stoffe wie Voile und Kaliko informieren, wobei jeweils auf Eigeschaften, Vorzüge, Nachteile, Einsatzbereich, Nähtipps und Pflegetipps eingegangen wird - es folgen zahlreiche Angaben zum Stoffverbrauch und ein Kapitel zum Stoffe vorbehandeln. Im zweiten Teil wird in die Farbenlehre und dem Spiel mit Stoff und Farben eingegangen. Der Entwurf im dritten Teil wird in verschiedene Formen, Quiltblöcke, Blockanordnungen, Quiltstile und Quilarten, Gitter- und Randstreifen sowie Verzierungen unterteilt. Es folgt im vierten und letzten Teil das Zusammennähen, Quiltsandwich, Quiltmethoden und die Einfassung.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Damit gibt es wohl kaum ein Thema, dass in diesem Buch nicht besprochen wird. Viele meiner Patchworkbücher beginnen erst mit den Themen aus dem letzten Teil und widmen den ersten drei Hauptbereichen des Buches höchstens ein paar knappe Einleitungsseiten. Daher wird "Quiltessential: Patchwork und Quilt - die Grundlagen"*bei mir wahrscheinlich nicht zu schnell in das eigene Buchregal wandern, sondern auch noch nach der Rezensionslektüre auf dem (Hoch)Bett liegen bleiben.

Vom Haupt-Verlag wurde bereits vorgestellt:














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Blogparade #meinfreundsalim #bloggerfürflüchtlinge Zwischenbericht No. 3

Diesen Monat habe ich es durch das unfreiwillig turbulente Echtzeitleben nicht geschafft, direkt am 24. den Zwischenbericht zu meiner zu meiner eigenen Blogparade und dem dazugehörigen Kinderbuch zur Flüchtlingsthematik zu verbloggen. Aber immerhin gelingt mir das noch im gleichen Monat.


Diesmal hat sich die Bloglesereihe in den letzten vier Wochen mit Königinnenreich um eine weitere Station verlängert. Außerdem ist das Buch nun wirklich endlich gereist und hat Frau Schnittchen verlassen, um bei Stoff-Verzückt vorbeizuschauen und nun sogar schon bei Frau Scheiner anzukommen.


Blogleserreihe:


Auch im Verlinkungstool gab es gleich vier neue Beiträge. Selbst verlinkt habe ich den Besuch mit dem Tochterkind in einer Ausstellung mit Kinderzeichen von Flüchtlingen, den Nähtreff vom Oktober und die Teilnahme am Sternenmarsch Herz statt Hetze in Dresden. Außerdem gab es von der dritten Lesestation eine Buchbesprechung zum Reisebuch, bei der ich mich freue, dass sie so kontrovers ausgefallen ist, denn das macht ja spannend.




Beeindruckt hat mich diesmal die Rede eines Fußballtrainers, der das formuliert hat, was auch mich bewegt, denn tausende Menschen nur zu "verwahren", ohne Ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, wird weder in unserem noch in den Nachbarländern funktionieren. Manchmal wage ich auf den Blick auf die Herbstregen-Zustände an den Grenzen und mit den eigenen, in den kühlen Morgenstunden schon warm verpackten Kindern im Hinterkopf, kann ich diese Bilder kaum ertragen.
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Herbststoff Oakley

Auf dem Materialstapel liegen nicht nur die neuen Ökoknöpfe von Blaubeerstern, sondern auch noch zwei neue Herbststöffchen, die ich gegen den Bio-Jersey-Stoffs "sew in love"* vom Lillestoff-Festival tauschen konnte. 



Getauscht hat mit mir glücklicherweise OrNeeDD und ich bin sehr zufrieden mit dem Herbststoff Oakley* - ebenfalls in Bioqualität und von Lillestoff - wieder abgezogen. Vorher durfte ich aber noch einen Blick (in ihre Nähecke und) auf ihren Bandeinfasser* werfen. Ein großartiges Teil, obwohl man wohl ein bisschen Übung dafür braucht.


Verlinkt (möglichst bald) in der eigenen Stoffgebirge-Übersicht bei Pinterest, Handmade on Tuesday und den Dienstagsdingen.
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Ökoknöpfe von Blaubeerstern

Zum Abschluss dieser Blogwoche zeige ich euch noch die neuen Ökoknöpfe von Blaubeerstern*, die ganz frisch auf meinem Nähtisch liegen. Zusammen mit den Knöpfen gab es einen kleinen Katalog zu "5 Jahre Blaubeerstern". Ein bisschen fühle ich mich dabei, als wenn ich eine Zeitreise durch meine eigene Nähgeschichte erlebe. 2012 gab es ein persönliches Treffen und in den folgenden zwei Jahren wurden ihre beiden Kinderschnitte hier gezeigt und einige Designbeispiele sind aus ihren Stoffneuheiten und Stickdateien entstanden.

Ganz am Anfang stand dabei das Ballonkleid nach dem Schnitt "Miss Shophie"*, das Tochterkind wurde im Feuerwehrstoff-Schlüpfer trocken und kletterte mit der Feuerwehr in den Bergen. Aus Fuchs und Friends entstand das Cosy Cape und eine Halssocke, während der Sohn im Marine Feeling sowohl gepuckt wie auch in der Geschwisterkombi gekleidet wurde. Das dazugehörige Kleid-Schnittmuster* trug dann wieder nur die Tochter, während der Sohn aus der Elefantenparade* einen Strampler bekam. Ich selbst bin in Fräulein Märta* geschlüpft. Aus dem Katztenstoff* und der Stickdatei "Kissa"* wurde dann wieder für beide Kinder etwas. Der Sohn trug eine Strampelhose und die Tochter erhielt ihre Z-Heft-Hülle und ein Kleid. Vor über einem Jahr kamen dann noch die "Kleinen Gören"* als Stickdatei zu mir, die auf einem Spielzeugverstecker landeten.

Verpasst habe ich damit die neue Stickdatei "Camper"*, die eigentlich perfekt für unserem Zelturlaub gewesen wäre und auch in den Stoff "Granny's Garden"* hätte ich mich wohl sofort verliebt. Bei unserem derzeitigen 48-Stunden-Tagen ist es aber wohl auch ganz gut, dass nicht mehr alle Neuheiten von Blaubeerstern bei mir landen können und es inzwischen ein festes Probenähteam gibt. Das Label ist auf jeden Fall sehr "erwachsen" geworden und ich bin dankbar, dass etwas ganz Besonderes aus der Produktpalette nun wieder zu mir gekommen ist.
Abbildung von Blaubeerstern

Ganz neu sind Ökoknöpfe*, die in einem kleinen süddeutschen Unternehmen gefertigt werden und aus rein planzlichen Polymeren bestehen. Mit Naturfarben gefärbt werden die Knöpfe aus Cellulose, Lignin, Harzen und Wachsen gegossen und verbrauchen bei ihrer Herstellung wohl 40% weniger als bei der Kunststoffproduktion. 

Außerdem sind die Knöpfe biologisch abbaubar und setzten dabei weder Giftstoffe noch gesundheitsschädliche Elemente frei. Die Bruchfestigkeit soll extrem hoch sein und man kann ihnen sowohl eine normale Maschinenwäsche wie auch das Bügeleisen zumuten. Ergänzen kann ich außerdem noch, dass sie sich richtig toll anfühlen - ein bisschen wie Knopfhandschmeichler. Außerdem finde ich die Farbpalette in petrol, beere, limegrün und rauchgrau großartig.


Verlinkt bei Ei(nfach)-Na(chhaltig)-B(esser leben).
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Rezension: Löffel und seine Freunde

Die heutige Buchvorstellung der Woche ist eher zufällig zu mir gekommen, denn eigentlich hatte ich mich für ein Rezensionsexemplar von "Sehr gerne, Mama, du Arschbombe"* gemeldet, das von der Bloggerin "Das Nuf" geschrieben wurde. Auch wenn ich bereits Bücher rund um das Thema Familie vorgestellt habe, hatte ich doch das Gefühl, dass es nicht so richtig in mein Kinder-, Jugend- und Kreativbuchbereich passen würde und habe deshalb einige Tage über das Angebot nachgedacht. Als ich mich schließlich dazu durchgerungen hatte, war das Kontingent bereits verteilt und ich bekam als Alternative "Löffel und seine Freunde"* angeboten.

Abgesehen davon, dass das Taschenbuch in ziemlich vielen Blogs vorgestellt wurde, war dieser Buchtausch für mich ein Glückfall, denn das Kinderbuch ist einfach wunderbar. Text und Illustration bilden in dieser 32seitigen, gebundenen Ausgabe, die für junge Leser im Alter von 4-6 Jahren gedacht ist, eine überzeugende Einheit.

Abbildung vom Baunhaus-Verlag
Die Bilderwelten der Künstlerin und freien Illustratorin Martina Matos kennen wir bereits aus dem Kinderbuch "Die kleine Spinne Widerlich"*, das in unserem Kinderzimmer steht und häufig vorgelesen wird. In diesem Besteck-Buch von der Autorin Monika Hülshoff, die im Fernsehbereich für "Wissen macht Ah" und "Die Sendung mit dem Elefanten" tätig ist, geht es nun um Freundschaft, Neid und Eifersucht.  

Dabei erzählt Löffel seine Gesichte in Ich-Form und spricht den jungen Zuhöhrer direkt an. "Hallo, wie gut, dass du das Buch aufmachst! Ich bin Löffel und ... ich bin ganz traurig! Weil wir uns gezankt haben. Messer hat nämlich gesagt; "Du bist nicht mehr mein Freund! Keiner braucht einen Löffel!!" [...] "Aber ich kann rühren!" habe ich ganz laut gerufen. "Ich kann in Suppen rühren und Pudding rühren und im Quark ... "Kann ich auch, wenn ich will", hat Messer gemeint, "und ich kann auch noch schneiden!" (S. 1ff)
Eine wunderbare Idee ist natürlich auch, dass dem Buch ein kleiner Löffel beiliegt. Da unser Bauchgefühl bei Kunststoffen in unserer Umgebung nicht stimmt, haben wir zwar keinen einzigen Plastikkinderlöffel in der Küche und auch beim Kindergeschirr konnten wir die plastikfreie Variante nutzen, aber wenn unsere Kinder dieses Buch bekommen haben sie bereits ein Alter, in dem man erklären kann, dass der Plastiklöffel nicht in den Mund gehört. Vielleicht bekommen sie ja wirklich Buch und Löffel ...


 

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#herzstatthetze #nopegida #bloggerfuerflüchtlinge

Mittwochs mag ich, dass am Montag immerhin gleich fünf Familienmitglieder und damit auch zwei Generationen auf die Straße gegangen sind. Amüsant fand ich, dass der Lieblingsonkel unserer beiden Kinder mit seinen beiden Plakaten "GEGEN ARABISCHE ZAHLEN AN DEUTSCHEN SCHULEN" und "BELEIDIGTE LEBERWURST GEGEN DIE SALAMISIERUNG DES ABENDBROTES" wohl den richtigen Nerv getroffen hatte und wohl auch von (fast) allen richtig verstanden wurde. So oft wurden wir wohl noch nie fotografiert.


Wirklich euphorisch war ich allerdings danach nicht, denn es war zwar wichtig, dass endlich mal ein paar mehr Dresdner Gesicht gezeigt haben, aber was in diesen Tagen wohl wirklich zählt, sind und bleiben Taten, die wirklich helfen. Es ist kalt geworden in meiner Stadt und diesem Land.

Verlinkt auch bei #bloggerfürflüchtlinge und #meinfreundsalim.

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Wendestulpen mit Wollwalk

Zum Geburtstag der Freundin, die vor einigen Wochen bei mir ihre ersten Nähversuche unternommen hat, sollten es ein paar wärmende Stulpen geben. Genäht wurde nach dem kostenlosen Schnittmuster von Mariegemachtes* , das ich allerdings erst nach der Youtube-Nähanleitung aus dem "Haus mit dem Rosensofa" (was für ein Name!) verstanden habe.

Damit weiß ich nun tatsächlich, wie man die gefütterte Variante, die anschließend nur durch eine kleine Öffnung gewendet wird, zusammennähen muss. Auf die Schlauchform wäre ich wahrscheinlich alleine nie gekommen und selbst jetzt kann ich mir nicht so richtig vorstellen, wieso es dann schließlich tatsächlich passt. Sehr faszinierend! Nachdem dieses Nähgeheimnis nun tatsächlich gelöst ist, könnte ich übrigens auch den gefütterten Ballonrock ohne Probleme nähen, an dem ich letztes Jahr ja noch gescheitert bin.


Vernäht wurde ein Stück roter Wollloden und der rot-bepunktete Sweat vom Stoffmarkt, aus dem schon ein Rock für mich entstanden ist. Am schwierigsten fand ich die Festlegung der richtigen Maße, denn ich konnte nur davon ausgehen, dass die Arme der Freundin etwas schmaler als meine sein müssten. Nach der Geschenkübergabe stellte sich heraus, dass ich ruhig etwas großzügiger hätte nähen können, denn die Wendestulpen werden wohl nie ihre eigentliche Fuktion erfüllen. Da sich der Wollwalk kaum dehnt, passen díe Armwärmer nur mit der roten Variante nach innen. Wenn der Sweat innen liegt, passt die Beschenkte leider nicht mehr rein, ohne dass die Blutzufuhr unterbunden wird.


Zu den genähten Stulpen gab es aber auch gleich noch einen Stulpen-Nähkurs-Gutschein, der mit dem Etiketten-Stempel von Hema* und etwas Masking Tape* schnell erstellt war. Damit kann sich die Näherin dann für ihre eigene Stoffwahl entscheiden und auch die Maße werden besser stimmen.


Insgesamt bin ich aber schon froh, dass die Beschenkte überhaupt reinschlüpfen konnte und ich weiß nun, dass Walk- und Lodentstoff viel weniger dehnbar ist, als Jersey und Sweat. Ich glaube, ich brauche auch dringend ein paar neue Stulpen.


Verlinkt bei Creadienstag, Handmade on Tuesday und den Dienstagsdingen.
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Bauherrenseminar Naturfarben in der der Naturfarbenwerkstatt

Schon im Sommer haben wir an einem Bauherrenseminar über die Verwendung von Naturfarben in der Naturfarbenwerkstatt in Dresden teilgenommen. In vielen Bereichen unserer Vierseithofsanierung können wir schon längst nicht mehr alle unsere ökologischen Wunschvorstellungen umsetzen, aber bei den Baustoffen, die uns unmittelbar umgeben werden, ist uns - und auch den zukünftigen Nachbarn - besonders wichtig, was da verbaut wird. Immerhin haben wir auch das Fachwerk mit Standölfarbe von Kreidezeit*gestrichen.



Durch das Seminar haben wir einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Putzvarianten, Kasein- und Leimfarben, Pigmente, Pflanzenfarbstoffe und Lasuren bekommen. Es gab einen einführenden Fachvortrag und danach konnte in vielen Farbkarten geblättert sowie zahlreiche Fragen gestellt werden. Nach einer angenehmen Schnittchen- und Teerunde endete dieser Sommerabend für uns und ich fuhr mit jeder Menge Infomaterial zu den verschiedenen Anbietern wieder nach Hause. Am liebsten hätte ich ja auch gleich meine persönliche Bibliothek um die Bücher "Natürliche Farben. Anstriche und Verputze selber herstellen", "Edle Putz- und Spachteltechniken: Handwerkliches Gestalten hochwertiger Oberflächen"* und "Schablonieren: Wände und Flächen effektvoll gestalten"* erweitert.


Mit einigen Monaten Abstand haben wir uns nun für Kalkputz entschieden und werden darauf selbst kalken. Obwohl ich damit bislang noch gar keine eigene Erfahrungen habe, werden ich mich an einen freskalen Anstrich mit Pigmenten wagen. Glücklicherweise konnte ich einer bereits kalkanstricherfahrene Restauratorin dazu schon sehr viele Fragen stellen.



Die Wandgestaltung mit Naturkalk begeistert mich inzwischen sehr - Kalkoberflächen können nicht schimmeln, da es keine "Nahrung" im Sumpfkalk gibt, sie sind diffusionsoffen, preiswert und haben keine chemischen oder fungiziden Zusatzstoffe. An eingen Wänden soll mit den Pigmenten auch etwas farbig werden. Das Tochterkind hat sich zwar schon ein "türkis" bestellt, aber ich hoffe, dass sie ein etwas sanfterer Blau-Farbton auch zufrieden stellen wird.


Verlinkt bei Ei(nfach)-Na(chhaltig)-B(esser leben).
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Dresdner Nähbloggertreff im Oktober #bloggerfürflüchtlinge

Im Oktober trafen sich die Dresdner Nähblogger zum zweiten Mal im Immergrün. Mit mir genäht haben diesmal by Aprikaner, Kääriäinen, Schau'n wir mal, Friemeleien, Kuddelmuddel, stoff_verzueckt und erstmals Hosenmatz und Kullerkeks.



Wie bereits im September sollte wieder für Flüchtlinge genäht werden und den kalten Temperaturen entsprechend, standen Loops und Mützen auf dem Plan. Diesmal war der Ablauf aber etwas freier und jeder konnte (zunächst) nähen, was er wollte. Außerdem verführte die Jüngste von Kääriäinen (als kleine Halbfinnin in wunderschönen finnischen Bio-Stoff* gehüllt, der hier auch noch darauf wartet, vernäht zu werden) zum Babyschauen und Bekuscheln.

Auch ich habe mich diesmal nach später Ankunft und übervollen eigenem Nähplan für ein anderes Nähprojekt entschieden und endlich den der Tochter schon seit Wochen versprochenen Minirock* nach dem Schnittmuster von Prachtkinder begonnen.


Um so dankbarer war ich, dass die anderen sehr fleißig für die Flüchtlinge genäht haben. Beeindruckende 28 Stücke sind an diesem Abend entstanden - elf komplette Sets und zusätzlich sechs Loops.




Verlinkt bei #bloggerfürflüchtlinge und #meinfreundsalim.
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Kinderzeichnungen aus der Flüchtlings-Zeltstadt Dresden und #tankman

Heute vor einer Woche konnte ich trotz der übervollen Woche und dem geplanten Wochenendbesuch bei den Großeltern mit dem Tochterkind in der Galerie John vorbeischauen, in der die Vernissage zu "Kinderzeichnungen aus der Flüchtlings-Zeltstadt Dresden" stattfand. Zusammen mit der Kulturperlen-Agentur wurden dort Kinderzeichnungen gezeigt, die im Dresdner Flüchtlingslager entstanden sind. Da ich meinen bisher ganz kleinen eigenen, minimalen Beitrag bei der Essenverteilung in der Zeltstadt Dresden leisten konnte und einigen dieser Kinder bereits eine Obsttüte in die Hand gedrückt habe, war mir der Besuch besonders wichtig.



Das Tochterkind ist nun bereits ein Vorschulkind und so langsam beginnt sie die Welt zu hinterfragen. Für mein gerade auf Blogreise wanderndes Kinderbuch ist sie zwar noch ein bisschen zu jung, aber ihr kindgerecht zu erklären, warum Menschen in Zeltlagern leben, woher sie kommen und warum ich an Wochenenden versuche zu helfen, kann wohl nicht früh genug sein. Zunächst war für sie am interessantesten, dass sich das Mädchen auf der Einladungskarte genauso porträtiert hatte, wie alle Vorschulkinder in ihrem Kindergarten und damit auch sie selbst: ein Kindergesicht und daneben der selbstgeschriebene Name. Am Tag vor dem Vernissage-Besuch nahm sie deshalb die Einladungskarte mit den Kindergarten und konnte dort direkt vergleichen.



Bevor der Mann es geschafft hatte, die Kinder einzusammeln, Sachen zu packen und mit dem wochenendbesuchsbereiten Auto quer durch die Stadt zu fahren, hatte ich genügend Zeit, mir die Kinderzeichnungen anzuschauen. Mit den Augen eines Erwachsenen sieht man dort viel, was mich sehr bewegt hat - brennende Häuser, Kinder in Booten, SOS-Zeichen ... Dazu hatte ich die Erzählung einer Kollegin im Ohr, die von der Vermutung seitens Psychologen berichtete, dass Kriegskinder Körperumrisse häufiger mit blauer Farbe malen würden, weil sie selbst bereits (blaue) tote Kinder gesehen haben.



Um so mehr war es mir - gerade in meiner Stadt - wichtig, die bislang heile Kinderwelt meiner Tochter mit dieser harten Realität zu konfrontieren, wobei es selbst mir schwer fällt, ihr zu erklären, warum diese Familien bei den derzeitigen viel zu kalten Temperaturen bis zum Eröffnungstag dieser Ausstellung in unbeheizbaren Zelten (über)leben mussten.

Die Tochter konnte an diesem Abend das gleichaltrige Kind, das sich auf der Einladungskarte selbst gezeichnet hat, persönlich kennenlernen und sie saßen eine Weile nebeneinander. Ich bin sehr dankbar, dass diese direkte Begegnung möglich war. Viel erzählt hat sie zwar bislang davon noch nicht, aber Tage später meinte sie, dass sich das Mädchen doch etwas dunkler hätte zeichnen müssen, da ihre Haut nicht so weiß gewesen wäre. Von den Blogeinnahmen haben wir übrigens von dem kleinen Mädchen ein weiteres Bild  - das seinen Platz im Kinderzimmer finden wird - gekauft und den Betrag damit gespendet.


Zwischen den Kinderzeichnungen seht ihr meinen "Tank Man", den ich am Vormittag von der kostenlos zugänglichen Kunstinstallation "Made in China" aus dem Albertinum in Dresden mitnehmen konnte. Auch wenn wir sonst versuchen die Plastikgegenstände in unserem Alltag möglichst zu reduzieren, zählt in diesem Fall wohl mehr die Grundidee dahinter. 5000 Figuren, die den bis heute unbekannten Mann nachbilden, der sich 1989 den Panzern in Peking vor der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung entgegenstellte, sind dort aufgereiht.


Jeder der ein Demokratiestatement auf einem kleinen Zettel hinterlässt, kann sich seinen "Tank Man" mitnehmen und ihn an einen Ort seiner Wahl bringen. Zivilcourage - wie dieser Chinese, der wohl mit Mantel und Tasche gerade auf dem Weg nach Hause war - zu zeigen, ist wohl auch in diesen Tagen bitter nötig. Noch stehen recht viele "Tank Man" da und warten auf Abholung ....  


Verlinkt auch bei #bloggerfürflüchtlinge, #meinfreundsalim und Kind of Art von Philuko.
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Rezension: Trampolina


Das Kinderbuch für kleine Zuhörer ab drei Jahren mit dem Titel „Trampolina“* aus dem Patmos-Verlag hat sich auf dem Weg zu mir etwas verhüpft und da es mich nun mit einiger Verspätung endlich erreicht hat, wird es etwas im großen Rezensionsexemplarestapel vorgezogen, obwohl es eigentlich noch gar nicht dran wäre. 

Abbildung vom Patmos-Verlag

Auf zwölf Doppelseiten wird die Geschichte des Mädchens Polina erzählt, die nach drei Monaten den Ballettkurs nicht mehr besuchen darf, weil sie noch kein Spagat kann und zu dick und zu tramplig sei. Danach wird sie als „Trampel-Polina“ gehänselt und nur der Nachbar kann sie – mit dem wohl wichtigsten Satz des Buches - aufmuntern: „Das Einzige, worauf es ankommt, ist, dass man ein guter Mensch ist. Und das bist du, meine kleine Freundin Polina!“ Schließlich kommt der Zirkus „Papillon“ in die Stadt und Polina darf mitmachen. Schließlich wird sie der trampolinspringender Zirkusstar „Trampolina“ und lernt das Fliegen.

Abbildung vom Patmos-Verlag

Das Kinderbuch gehört zu den Publikationen, bei denen mir die Grafik und die Grundidee deutlich besser gefällt, als die sprachliche Umsetzung. Ein bisschen habe ich aber ohnehin die Vermutung, dass es sich um eine Übersetzung eines anderssprachigen Originaltextes von Soheyla Sadr handeln muss, denn Formulierungen wie „Morgen gehe ich in den Zirkus! Und wenn der Küchenschrank heraus muss! So sagt Monsieur Petit immer. Ich verstehe zwar nicht, was das bedeutet, aber irgendwie klingt es gut.“ überraschen beim lesen. Ganz stimmig ist die Geschichte für mich auch nicht an allen Stellen, denn das kleine Mädchen erwähnt zwar, dass sie selbstverständlich niemals mit einem fremden Menschen mitgehen darf, folgt den für die zunächst fremden Zirkusleuten dann aber doch. Ein bisschen zu bemüht erscheint mir auch die Wortspielereien mit „Papillon-Polina-Trampel-Polina-Trampolina“.


Abbildung vom Patmos-Verlag

Richtig gut gefallen mir die zurückhaltenden, aber dennoch farbenfrohen Illustrationen in diesem Buch. Teilweise erinnern sie mich sogar ein bisschen an die Ostheimer Figurenwelt*, die es bei uns im Kinderzimmer gibt. Am wichtigsten wird ohnehin sein, dass man nach dem Vorlesen der Geschichte mit dem kleinen Zuhörer über das wichtige Thema „Anderssein und Dazugehören“ spricht. 

Abbildung vom Patmos-Verlag


Die Altersangabe von drei Jahren, die auf der Buchrückseite aufgedruckt, erscheint mir dafür aber deutlich zu früh angesetzt, denn nach meinem Wissensstand zur kognitiven Entwicklung des Kleinkindes – was vor vielen Jahren immerhin mal mein Prüfungsthema im Nebenfach war – entsteht in diesem Zeitraum gerade erst die Fähigkeit sich überhaupt in einen anderen Menschen hineinzuversetzten und von einer abgeschlossenen Empathieentwicklung ist ein drei, vier oder auch fünfjähriges Kind noch einige Entwicklungsschritte entfernt. 



Vom Patmos-Verlag wurde bereits vorgestellt: 

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Hosen Nähkurs bei Smilla Berlin

Wie bereits häufiger in den letzten Jahren erwartete mich im Herbst wieder eine wissenschaftliche Tagung in Berlin und auch bei dieser Dienstreise habe ich mich am Abend wieder dem Nähvergnügen hingegeben. Rückblickend ist es ganz interessant, welche Kurse und Nähorte ich bislang in dieser Stadt schon besuchen konnte. 2011 war ich bei einem Kurs bei Frau Tulpe, durfte bei Madame Jordan nähen und habe im Linkle Stich'n Bitch Cafe gesessen. 2012 wurde am Etsylab mit Smil teilgenommen. 2013 konnte sich der Sohn noch nicht von mir trennen, aber letztes Jahr war ich - mal ohne nähen - beim Crafty Caffee Clatsch. Dieses Jahr gab es nun wieder einen richtigen Kurs, denn die Berichte zum Hosenähkurs, über den ich viel positives von annimamia gehört hatte, fand glücklicherweise genau am ersten Tagungsabend statt.



Die große Kamera ist zwar diesmal zu Hause geblieben, aber für ein paar Erinnerungsaufnahmen reichen sicherlich auch die Knipsbilder. Besonders gefreut habe ich mich, dass ich vor dem Kursbeginn unser Nähfachfrau vom Berliner Nähcamp und Mitgründern von Smilla Berlin treffen konnte und einen Rundgang durch den Laden bekam. Sehr verführerisch für Nähbegeisterte ...




Der Kurs "Deine Hose - Passgenau" wurde von der studierten Bekleidungstechnikerin Katja Plank geleitet, die selbst sogar mit Stick&los zu den Bloggern gehört und über Wollfärbungen mit Naturfarben schreibt. Der Nähkurs startete mit dem Vermessen der fünf Kursteilnehmer, dem Kopieren des Schnittes und schließlich dem Nähen einer Probehose aus Nesselstoff. Dabei habe ich das erste Mal an einer Pfaff Maschine gesessen.



Es war ein wunderbarer Abend mit angenehmen Gesprächen, wärmenden Tee, ein bisschen Knabberzeug und vor allem einigen für mich neuen Hinweisen und Tipps rund um mein Lieblingshobby. Außerdem habe ich diesmal ganz ordentlich mit angezeichneter und unterschiedlicher (!) Nahtzugabe sowie Schneiderschere gearbeitet und nicht nur rasant "irgendwie" mit dem Rollschneider* zugeschnitten. Nach drei Stunden hatte jeder seine Probehose fertig und konnte hineinschlüpfen. Danach folgte der interessanteste Teil des Abends, denn anschließend wurde abgesteckt und danach der Papierschnitt entsprechend individuell angepasst.




Nun fahre ich - und das mag ich sehr am Mittwoch - heute nach meinen drei Tagungstagen in Berlin mit meinem personalisierten Hosenschnitt nach Hause und hoffe, dass sich bald Zeit und vor allem der richtige Stoff findet, um tatsächlich ein mir passendes Beinkleid zu nähen. Spätestens in einem Jahr bin ich wieder in Berlin und nähbereit. Habt ihr Vorschläge, wo ich da vorbeischauen sollte?
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