Herbstblätter

Pilzbuch

Kastanien-weben

Neueröffnung Lose - Verpackungsloses Einkaufen in Dresden

Wie im Januar bereits verkündet, habe ich von den Blogeinnahmen den Laden "Lose" in der Dresdner Neustadt unterstützt, der das verpackungslose Einkaufen ermöglichen wird. Morgen ist offizielle Eröffnung, aber bereits am Sonnabend konnte man sich bei der Eröffnungsparty einen ersten Eindruck verschaffen. Obwohl mich an diesem Tag auch eine Fachtagung und eine Geburtstagsfeier im Familienkreis erwartete, habe ich es kurz geschafft vorbei zu schauen.


Das Grundkonzept des Ladens begeistert mich sehr und ich hoffe, dass der verpackungslose, plastikfreie Weg auch in der Realität gut umgesetzt werden wird. Auf den ersten Blick werden sehr viele der Grundnahrungsmittel, die man sonst kaum bis gar nicht verpackungsfrei bekommt, angeboten. Bei der Eröffnungsparty war es zu voll, aber wenn der normale Ladenbetrieb in Schwung gekommen ist, werde ich mich noch informieren, welchen Weg die Lebensmittel den vorher genommen haben, denn sie werden wohl kaum verpackungslos angeliefert werden. Ich hoffe da auf Großverpackungen oder im besten Fall auf ein Verpackungsmehrwegsystem.




Neben der Müsli-, Nudel- und Körnerabteilung gibt es auch noch etwas loses Obst, Biowaschemittel wie Sonett* im Glasballons, aber auch Tierfutter und Schokolade, bei der ich mir aber vorstellen könnte, dass diese Gläser sehr oft aufgefüllt werden müssen. Etwas irritiert hat mich die Entscheidung der Ladeninhaber auch die IKEA Förvar Vorratsdosen* zu verwenden, die einen Plastikdeckel haben. Der Verzicht auf unnötige Verpackungen hat ja für viele - wie auch für uns - nicht nur einen müllreduzierenden Hintergrund, sondern vor allem auch, bei den Lebensmitteln möglichst wenig Kontakt zu Plastikverpackungen zu haben. Wenn man als Dankeschön bei der Crowdfundig Kampagne den handsignierten Film "Plactic Planet"* von Werner Boote mit anbietet, finde ich es recht inkonsequent dann doch Verpackungen mit Plastik(deckeln) zu nutzen.




Mein Blog darf übrigens im Lose-Laden auf der Böhmischen Straße 14 eine ganz besondere Rolle spielen, denn er hängt dort mit einem Unterstützer-Plakat an der Wand. Demnächst werde ich euch mal vorstellen, in welch guter Gesellschaft ist mich dabei bewege, denn neben mir hängen einige Neuentdeckungen für mich - wie beispielsweise der Schellehof, eine solidarische Landwirtschaft in der Sächischen Schweiz.


Auf der gleichen Elbseite, auf der der Lose-Laden liegt, startet übrigens am 21. April im Museum für Sächsische Volkskunst ein Kurs in der Brettchenweberei. Die Ankündigung zu dieser ältesten Webtechnik findet ihr bei Dresden-näht.

Nachverlinkt bei der Linkparty Ei(nfach)-Na(chhaltig)-B(esser leben).
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Auslosung zum 5. Blog-Geburtstag

So ein Blog-Geburtstag ist ja der reinste Seelenbalsam, denn bei jedem Glückwunsch habe ich mich tatsächlich ein bisschen, wie ein Geburtstagskind gefühlt. Außerdem war es richtig spannend, miterleben zu können, wer hier seit wann bereits mitliest und woran man sich am meisten erinnert.

Die Formulierung von Frau Königinnenreich "Einen Lieblingsbeitrag bei so vielen Posts??? Bist du irre? ;-)" war bei 1254 veröffentlichen Blogebeiträgen zwar wirklich gerechtfertigt, aber immerhin haben doch einige in den Bloguntiefen gesucht. Genannt wurde mein Kampf mit der Stickdatei zur Hochzeit und die Hochzeitsserie,  das letzte Nachthemd für die Uroma, das Schürzenkleid, die Vierseithofeinblicke, die Neugeborenenmützen, personalisierter Stoff, Nadelstreifenhose, Rezensionen, plastikfreies Kinderzimmer, Jahreszeitenast, Geburt vom Sohn, KindergeburtstagsideenStoffwindelberichte, Transparenzauflistungen, Spielplatzkisten, Gras-Haarband, Wimpelaktion, Straßenbahnkostüm, Uhrmacher-Interview und ganz oft die Nähgeschichten. Es sieht also so aus, als wenn die ganze Bandbreite meiner Themen Interessenten findet und ich mache einfach mal weiter ...



Euch interessiert aber vorher sicherlich, wer sich denn nun über die großartigen Gewinne freuen kann. Im Lostopf sind 64 Kommentare (und sieben Antworten, zu denen noch einige dazukommen werden, wenn morgen meinen Arbeitsalltag am Wochenanfang hinter mir liegt) von mir gelandet, die ich durch die sechs Geschenke geteilt habe und damit jeden 11. gewinnen lasse. Das dabei gleich zwei Gewinner sind, die sich die Mühe der Weiterverlinkung für das 2. Los gemacht haben, freut mich sehr. Schreibt doch bitte an amberlight.label @ googlemail.com, damit wir die Übergaben absprechen können.

Wetbag & Wickelunterlage

HannasUnikate

"Herzlichen Glückwunsch zum Fünften!! Ich lese hier immer gerne mit, sehr gerne (aus aktuellem Anlass:-)) die Themen: Stoffwindeln, Vierseit-Hof und auch deine DIY-Posts. Die Mischung von allem ist schön!
Liebe Grüße von Hanna
(das Verlosungsbildchen ist auf meinem Blog)"


Papphaus

Frau Atze
  "Herzlichen Glückwunsch zum 5.!
Storytelling klingt ja interessant, irgendwie erzählen wir mit manchem gelungenem oder weniger gelungenen Projetk ja wirklich eine Geschichte... An ein Buch würde ich da gar nicht denken.
Ich mag die Vielseitigkeit bei dir, alles ist wunderbar verlinkt zum selbstnachlesen, das ist bei wenigen so! Mach weiter, ich freue mich, dass wir uns kennengelernt haben!
Mit einem 2. Los mache ich gerne mit!"

Stoff

Kuddelmuddel 
"Herzlichen Glückwunsch zum Blog-Geburtstag:)
Ich lese immer gern die Berichte zu eueren Baufortschritten und die Buchrezensionen.
Außerdem finde ich es toll wie viel Arbeit und Mühe in deinem Blog steckt. Du hast eine ganz eigene Richtung für deinen Blog gefunden, in dem auch alles schön zusammen passt.
Viel Erfolg weiterhin.
Liebe Grüße
Caro"

Jubiläumsbrauset

Nora ohne Blog 
Happy Happy Birthday zum 5-jährigen Blogbestehen.
"Ich lese erst seit einiger Zeit bei dir und es ist mir immer wieder eine Freude! Am liebsten lese ich über die tollen Holzspielzeuge und auch die Kindersachen, die du vorstellst, sind total schön!
Und liebend gern hüpfe ich mit den Lostopf (WMW hab ich auch schon- wunderbar!).
Liebe Grüße
Nora"

3x Einkaufsgutscheine

Göntje ohne Blog 

 "Herzlichen Glückwunsch!! hüpfe gern noch in den Lostopf...ich schau gern alles Genähte an und bleibe dann noch an allem Anderen hängen, was mich so "anspringt"
Göntje"

Kombi-eBook Jalka und Jalka Mama

MyDimana 
"Da hüpf ich noch ganz schnell mit in den Topf und Druck dir die Daumen für die nächsten 5 Jahre!
Viele Grüße!"


Herzlichen Glückwunsch!


 Alle Nichtgewinner müssen nicht traurig sein, denn Nach der Verlosung ist diesmal vor der Verlosung - lasst euch überraschen ...
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Grünzeug: Aussaat im Eierkarton

Dieses Jahr haben wir unsere Zimmeranzuchtroutine für den (hoffentlich) letzten Balkonsommer etwas verändert und nicht direkt in den wenig nachhaltigen Zimmergewächshäuser mit lüftbarer Abdeckhaube* gepflanzt, wie ich es vor zwei Jahren schon mal gezeigt habe.  Irgendwo in der Bloggerwelt hatte ich die Variante mit der Beflanzung von Eierkartons gesehen, die den Vorteil hat, dass die kleinen Pflänzchen mehr Erde unter dem Wurzeln haben und man sie vor allem nicht wieder "auspflanzen" muss.


Das Tochterkind konnte fast alle Arbeitsschritte alleine erledigen - Kartondeckel abschneiden, mit Erde (die leider nur Torfvermindert und nicht Torffrei* war, aber wir müssen erstmal die Restbestände aufbrauchen) befüllen und Samen ausstreuen.
 

So richtig überzeugt mich die Methode aber nicht, denn im feuchtwarmen Anzuchtklima haben die Eierkartons ziemlich schnell zu schimmeln angefangen und die Einfärbung der Kartons scheint mir auch nicht so ganz unproblematisch, auch wenn es wenigstens plastikfrei ist. Vielleicht funktionieren direkte Anzuchttöpfe* ja besser. Ich hoffe jedenfalls, dass unser Balkonsalat und die Tomatenernte dieses Jahr trotzdem erfolgreich wird und auch die Inka-Gurke* soll noch ausgepflanzt werden.


Zwei Bloggerinnen wollen auch diese Woche wieder wissen, für welche fünf Dinge ich dankbar bin und worüber ich mich heute freue:

1. .... ein ganzes Nähwochenende in Berlin erlebt zu haben und dabei vorher bei eine Freundin übernachten und dort das (leider nur schlafende) Tochterbaby bewundern zu dürfen
2. .... zukünftige Nachbarn im Vierseithofprojekt zu haben, die schon jetzt unsere beiden Kindern behüten, damit ich im Nähcamp bleiben konnte, während der Mann auch am Sonntag Wände abreißen musste
3. .... aus Berlin so viele neue Stoffe und Schnittmuster mitgebracht zu haben, dass die nächsten Nähprojekte bereits feststehen
4. ... die Kirschkernkissen endlich auch im Blog gezeigt zu haben
5. ... einen neuen Blogsponsor in dieser Woche getroffen zu haben (Danke für die Lavendellimonade!)

Verlinkt beim Freutag, H54F, Friday Fives und der Grünzeug-Serie.    

Am Sonntag beginnt übrigens nicht nur die Sommerzeit sondern wird auch der Lostopf zum 5. Blog-Geburtstag verschlossen.
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Rezension: Super Neo (Bd. 1) Die Mutprobe

Am Kinderbuch "Super Neo. Die Mutprobe"* von Sybille Rieckhoff mit Illustrationen von Yayo Kawamura aus dem Coppenrath-Verlag, das via Blogg dein Buch zu mir gekommen ist, gefällt mir der Bucheinband besser als der Inhalt. Mit 23,8 cm Höhe und als gebunde Ausgabe verlegt, ist die Aufmachung für ein Kinderbuch hochwertig und der funkelnde Umhang mit Holografiefolien des Superhelden und der Titelschrift sehr effektvoll.
Abbildung von Coppenrath
Das Innere lebt vor allem von den Illustrationen, bei denen der Verlag auch eine Presseansicht ohne Text zur Verfügung stellt, während die Seite mit dem Elefanten im Buch eigentlich mit vielen kleinen Erläuterungstexten versehen ist. Superheld und Elefant könnte ich mir übrigens super als Stickdatei für meine Nähmaschine vorstellen, aber ich schweife ab ...
Abbildung von Coppenrath
Klappentext zum Inhalt:
"Weit oben im Himmel, auf einem kleinen Planeten zwischen dem Mond und vielen, vielen Sternen, da wohnt Neo - Super Neo. Manchmal ist ein Kind auf der Erde in Schwierigkeiten - dann schlägt seine Antenne Alarm und Neo saust sofort los. Mit einem Gürtel voller Sternenpower und einem Umhang mit geheimen Kräften ist er blitzschnell im Einsatz, wenn jemand Hilfe benötigt. So wie Flo, der den anderen Kindern beweisen möchte, dass er kein Schisser ist. Dabei hat er riesige Angst, von dem hohen Baum in den See zu springen. Kein Problem für Super Neo! Mit seinen Tricks fühlt sich Flo schon bald viel mutiger. Doch Neo hat nicht mit den Bösewichten Zonk und Zarafea gerechnet, die es auf seinen Sternenpower-Gürtel abgesehen haben ... Eine Heldengeschichte mit viel Witz, Action und jeder Menge Superkraft!"

Abbildung von Coppenrath
Die Altersangabe des Buches beginnt bereits bei vier Jahren, während die Textgestaltung im Comicstil ein bisschen den Eindruck vermittelt, als sollte dabei auch das Erstlesealter angesprochen werden. Zur besseren Reihenfolgenfindung sind auf den Comicseiten sogar einzelne Nummern angegeben, die ein Erwachsener Vorleser sicherlich nicht braucht. Während der erste Teil der Geschichte für die 4/5 Altersgruppe wie gemacht ist und es um den Umgang mit Ängsten geht, wird das völlig überraschende Auftauchen eines Krakenmonsters mitten im See und der anschließende Kampf mit dem Raumschiff (?) dann doch auf eine etwas höhere Altersgruppe abzielen. Bereits das erste Band ist  sehr offensichtlich als Reihe angelegt, denn auf der letzten Seite werden zahlreiche Charaktere vorgestellt, die in diesem ersten Buch noch gar keine Rolle spielen.

Abbildung von Coppenrath

Die Buchreihe rund um den Superhelden Neo versucht - aus meiner Sicht etwas zu bemüht - einen möglichst großen Altersbereich abzudecken, die vom Kindergartenalter bis in die ersten Schuljahre reicht. Dabei ist der Kampf mit dem Monster und die Darstellung der "Bösen" für die jungen Leser zu überraschend und für die älteren Selbstlesekinder werden andere Teile zu kindlich sein. Wenn man sieht, dass das Marketingkonzept bereits bei diesem ersten Band ein Super-Neo-Kostüm*, ein Badeponcho*, ein Trinkhalm-Bausatz*, ein Freundesbuch* und auch ein Laserschwert* umfasst, wird klar, warum möglichst viele Lesealter erreicht werden sollen.



Von Coppenrath wurde bereits vorgestellt:
"Die schönsten Kindergeburtstage im Grünen"

"Tippi Tam Tam und die Stadtprinzessin"

  "Die Super Jumper. Luc - nicht von diesem Planeten"
"Hilfe, ich bin ein Alien!"
"Das große Waldbuch"


amberlights Rezensionsportal

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Kirschkernkissen

Damit hier im Blog mal endlich wieder ein Nähwerk und nicht nur Nähmaschinen oder unvernähte Stoffstapel zu sehen sind, schiebe ich heute die letzten beiden Kirschkernkissen ein, die schon vor einigen Wochen von den Overlocknadeln gesprungen sind.


Vernäht wurden die Reste eines bedruckten Stoffmarktstoffs, der sich bereits größtenteils in einen Rock verwandelt hat. Sieht man dem Punktestoff nicht geradezu an, wie die die Wärme aus dem Inneren herauskommt? Für mich ist der bedruckte Sweatstoff das perfekte Kirschkernkissenstoffmuster. Mittwochs mag ich, dass die Kirschkerne dafür aus dem Garten der Schwiegereltern kommen und mühevoll mehrfach gewaschen und ausgekocht wurden.  
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#Nähcamp2015 Goodies & Co.

Wie gestern angekündigt, wird heute gezeigt, was alles im roten Riesenkoffer gelandet ist und die Trennung vom Nähcamp deutlich erleichtert hat. So hat man ja noch einiges, was man zu Hause weiterverarbeiten kann und dabei an das wunderbare Nähwochenende zurückdenken kann. Der  petrolblauben Baggerstoff* und den Ringelstoff von Nicibiene , der nun auf meinem Creadienstagstisch liegt, war gestern schon zu sehen. Dazu kam ein gestreifter Jersey vom Geschenketisch von Lillelütt, wo die Spenderin noch unbekannt ist (bitte einmal Hand heben, dann wird noch nachverlinkt), ein Wichtelpaket mit Stoffen* vom Stoffbüro* und einen FatQuarter-Stapel mir Gütermann-Stoffen der Kollektion "ring a roses" (bei denen ich aber die Rosen* weggetauscht habe) von Smilla-Berlin. Bei den Sternen* von Piccola-Loona bin ich dann auch noch mal schwach geworden und hab dafür fast die letzten mitgenommenen Euronen der Blogeinnahmen ausgegeben, so dass ich sehr benzinsparend nach Hause fahren musste.


Für meine Büchersucht gab es auch noch etwas neues, denn jeder Nähcamp-Teilnehmer bekam Kissenkult: Lieblingskissen selber nähen* geschenkt und am Ende hatte ich sogar noch das große Glück, ein weiteres Buch aus dem Fischer-Verlag zu gewinnen. Da ich mit "Granny Chic: Sahnestücke aus Omas bunter Vintage-Stube, neu entdeckt und selbst gemacht"* aber dann doch nicht so viel anfangen konnte, war ich froh, dass ich doch nochmal zum Hutbuch "Chapeau: 25 Nähprojekte für Hüte, Mützen, Kopfschmuck & mehr"* wechseln konnte. Außerdem sind noch drei Schnittmuster mit zu mir gewandert - das Schnittchen Coco* und vom letzten Jahr zwei Schnittquellen-Schnittmuster.

Die nächsten Nähprojekte stehen also schon fest. Zuerst werde ich aber wohl die feine Bio-Popeline von Cloud9* vernähen, die sich in meiner Stoffbüro-Wichteltüte versteckt hatte ...
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#nähcamp2015 in Berlin

Ein ganzes Wochenende hinter den beiden Maschinen sitzen zu können und sich von seinem Nähwerk nur zu trennen, um nette Mitnäher kennenlernen zu können oder sich auf verführerische Buffets zu stürzen, war großartig. Ich bin sehr froh, dass ich von der Warteliste nach "nachrutschen" konnte.


Organisiert von Elle Puls, Stoffbüro und Mariegemachtes konnten über vierzig Näher - aber leider gar kein Nähmann ;-) - sich diesem Freizeitvergnügen hingeben. Die Mischung aus Hobbynäherin, Shop-Besitzern sowie professionellen Stoffdesign- und Schnittmusterherstellern ermöglichte viele persönliche Kontakte und einen Kennenlernen der Menschen hinter den großen Labeln wie beispielsweise Pattydoo, Schnittchen oder Smilla-Berlin. Am meisten habe ich mich gefreut, mit Nicibiene zu plauschen, der ich bislang nur einmal beim Sterntaler Werksverkauf begegnet bin. Sie hatte ihre eigenen Stoffentwürfe dabei und einige Meterchen ihres Motorradstoffes*, der Garden-Wiesen, der Zwerge* oder großen Kissensets mit Bagger* sind bei den Nähern geblieben. Auch ich bin schwach geworden und habe beim petrolblauben Baggerstoff* mit den dazugehörigen Streifen zugeschlagen.



Stärken konnte ich mich dann wieder beim überragenden Mittagsbuffet, bei dem die Dessertecke wohl auch für jede Hochzeit passend gewesen wäre. Ich selber hatte mich mit den enstprechenden Stoffen für das Schnittchen Coco entschieden, denn solche Nähprojekte nur für mich landen zu Hause doch viel zu schnell auf dem UFO-Stapel. Am ersten Tag war ich mit Schnitt kopieren, ausschneiden, zuschneiden, Einlagen aufbügeln, versäubern aller Schnittteile und Zusammenähen der Oberjacke gut beschäftigt.



Einziger Wermutstropfen des Wochenendes war für mich die verbale Abfuhr, dass "nur selber nähen, schlau macht", nachdem ich am richtigen einsetzen der Ärmel zu scheitern drohte. Um so dankbarer war ich daher am nächsten Tag dafür, wie offen und unkompliziert mir Judy, die mir immer ein paar Nähschritte und - erfahrungen voraus war, geholfen hat und das auch Silke von Schnittchen* jederzeit bereit war, die richtige Knips und Schulterpunkte zu finden, ohne einen merken zu lassen, das man sich eben tatsächlich nur im Hobbybereich bewegt.

Um irgendwann besser zu werden, gab es vom Fischer-Verlag jede Menge gute Nähbücher zum durchblättern, die am Ende vom Nähcamp sogar verlost wurden. Womit mein großer, roter Reisekoffer auf der Fahrt nach Hause alles gefüllt war, zeige ich aber erst morgen. Auch am zweiten Tag gab es wieder zahlreiche kulinarische Versuchungen, die ich zwar etwas verkartert - denn an der Futterjacke habe ich noch bis Mitternacht genäht (!) - geniesen konnte. Die Nacht durfte ich neben Frau Stoff-Verzückt verbringen und hätte mir keine bessere Zimmernachbarin vorstellen können. Mit zusammengesetzer Jacke, an der nur noch die Ärmel und der Saum zusammengenäht werden müssen, bin ich nach der Dankeschön-Runde an die drei Organisatoren wieder nach Hause gefahren. Wenn ich die letzten Nähschritte diese Woche noch schaffen sollte, dürfte mein Nähergebnis auf jeden Fall mit zur nächsten Tagung, die mich Ende der Woche erwartet.




Ganz am Ende hab ich mir noch eine Farbberatung von komood.de gegönnt und weiß nun, dass ich ein Herbsttyp bin, dem kräftige, gedeckte Farben stehen. Vor allem die Grüntöne passen wohl gut zu mir. Ein besseres Farbberatungsergebnis hätte ich mir nicht vorstellen können. 


Für alle die zu Hause weiternähen möchten, ist übrigens noch diese Woche mein Lostopf zum 5. Blog-Geburtstag mit Stoffen, Schnitten und anderen tollen Gewinnen von der Eulenmeisterei, Internaht, Näähglück, Windelmanufaktur, brauen.de und bibabox offen ...
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Nähbloggertreff im Löbtauer Nähwerk

Meine ganz persönliche Kreativfreizeit beginnt eigentlich gar nicht erst am Wochenende beim Nähcamp 2015 sondern startete bereits am Donnerstagabend, als sich die Dresdner Nähblogger zu ihren monatlichen Treffen zusammengefunden haben. Diesmal waren wir im Löbtauer Nähwerk, die zum Werk.Stadt.Laden gehören.


Dort kann jeweils donnerstag von 17-12 Uhr genäht werden. Bei selbstgebackenen Keksen und Tee erfuhren OrNeeDD, Friemeleien,
Handmade by Ranunkelchen und ich, dass in diese Selbthilfenähwerkstatt auch immer mal wieder ineressierte Männer kommen und von ihnen tatsächlich schon ganze Zelte genäht wurden aber auch Reißverschlüsse getauscht.



Am meisten hat mich die Nähmaschinentechnik beeindruckt, denn dort stehen nicht nur Industrieoverlockmaschinen sondern auch eine Ledermaschine, die ich persönlich vorher noch nie gesehen habe.


Hilke Schilling, die in den Räumen auch ihre eigene Schmuckwerkstatt eingerichtet hat, ließ die Maschinen sogar für uns surren. Leider konnte ich diesmal nicht ganz bis zum Ende bleiben, da den Mann am Abend noch Abbrucharbeiten erwarteten.

 
Zwei Bloggerinnen wollen auch diese Woche wieder wissen, für welche fünf Dinge ich dankbar bin und worüber ich mich heute freue:

1. .... ein ganzes Nähwochenende in Berlin vor mir zu haben und dort wunderbare Bogner-Stoffe vernähen zu können
2. .... mit der Tochter in Leipzig bei einer Lesung des Waldhuhn-Verlags gewesen zu sein, während die Schwägerin, obwohl sie danach ihr Nachtdienst erwartet, sich währenddessen ganztägig um den Sohn gekümmert hat
3. ... ich diese Woche einen Mittagstreff mit Steffi von der Windelmanufaktur realisieren konnte, bei dem nicht nur der Lostopfgewinn für euch überreicht wurde, sondern auch viel über das Leben gesprochen und in die mediale Büchse der Pandora geschaut wurde
4. ... zu erleben, wie das mentale Tief im Vierseithofprojekt nun doch dazu führt, dass der Zusammenhalt mit den meisten Familien noch stärker wird und die Vorfreude auf eben diese zukünftigen Nachbarn wieder da ist
5. Dem Tochterkind in letzter Minute noch nach dieser Anleitung eine Camera Obscura für die Sonnenfinsternisbeobachtung* gebastelt zu haben und damit in den Kindergarten geflitzt zu sein



Verlinkt beim Freutag, H54F und den Friday Fives.   
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Rezension: Naturnah gärtnern: Die 140 wertvollsten Pflanzen für den Naturgarten

Auch wenn mein zukünftiger Garten gerade eine Großbaustelle ist und an den Stellen, wo später angepflanzt werden kann, Schuttcontainer den Boden verdichten, beginne ich mich doch voll Vorfreude auf mein Gartenleben vorzubereiten. Passende Lektüre dazu ist dringend notwenig, denn bislang habe ich ja nur wenige Erfahrungen als Balkongärtnerin. Daher habe ich mich bei den Neuerscheinungslisten des Haupt-Verlags für das Buch "Naturnah gärtnern: Die 140 wertvollsten Pflanzen für den Naturgarten"* entschieden, das als broschierte Ausgabe im Februar für 29,90€ auf den Markt gekommen ist.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Der österreichische Gärtner und Kräuterpädagoge Norbert Griebl beschreibt im Vorwort, dass der naturnahe Garten das Gegenstück zu "ausgeräumten Landschaften" mit Schurrasen, Thujenhecken und überzüchteten Teerosenhybriden sei. Als Gegenentwurf dazu stellt er 140 Pflanzen vor, bei denen die Icon-Liste schon verrät, welche vielfältigen, ökologischen Ansätze dabei verfolgt werden. Unterschieden werden dabei: Nahrungsquellen für Insekten, Schmetterlinge, Vögel, Säugetiere und Haustiere (die eigentlich doch gleichzeitig zu den oberen Kategorien gehören müssten?), Pflanzen als Bodensicherung - oder verbesserer, biologischer Pflanzenschutz, Gemüse, Obst, Heilpflanzen, aber auch Heilpflanzen, Räucherpflanzen, Psychoaktive Pflanzen, Färberpflanzen, Waschpflanzen, Energiegewinnung, Zierpflanzen und Artenschutz. Da dürfte doch für jeden etwas dabei sein.
  
Abbildung vom Haupt-Verlag
Für die den schnelleren Überblick gibt es am Anfang des Buches eine komplette tabellarische Übersicht, die den botanischen Namen, sowie den deutschen Namen und die dazugehörigen Kategorien auflistet. Nicht alle diese Kategorien sind für  mich schlüssig. Irritiert hat mich beispielsweise die Rubrik "Energiegewinnung", unter der ich mir wenig vorstellen konnte. Bei den 140 Pflanzenproträts sind dieser Kategorie dann auch nur drei Pflanzen zugeordnet: der Echte Wermut, die einjährige Sonnenblume und die Wilde Malve. Beim Wermut und der Malve sucht man jedoch vergeblich Informationen zu "Energiegewinnung" und bei der Sonnenblume folgt lediglich der Hinweis, dass 10% des in Europa erzeugten Biodiesels aus Sonnenblumenöl bestehen. Eine nützliche Information für den eigenen Garten kann ich deshalb bei dieser Rubrik nicht erkennen.
Abbildung vom Haupt-Verlag
Die Pflanzenporträts sind sortiert nach Gehölzen, Beikräuter, Einjährige, Zweijährige und Ausdauernde. Jede Pflanze wird auf einer Doppelseite präsentiert. Links gibt jeweils unter dem deutschen und lateinischen Namen sowie der Angabe zur Pflanzenfamilie einen Steckbrief mit Kurzangaben zur Pflanze und der Blütezeit, einen Erläuterungstext und die beiden Bereich "Im Garten" und "Vermehrung". Oftmals werden Kombinationspflanzen mit angegeben, aber teilweise auch Rezepte für Küche oder Garten (wie verschiedene Jauchen) oder weiterführende Informationen. Die rechte Seite ist mit Farbabbildungen der jeweiligen Pflanze gestaltet.

Viele einheimische Pflanzen werden in diesem Buch vorgestellt und ich überlege jetzt schon, ob ich später mal Spargelklee im Garten haben möchte, deren Hülsen ein hervorragendes Gemüse sein soll, das auf den Speiseplan des 17. und 18. Jahrhunderts gehörte. Dazwischen gibt es aber immer mal wieder exotische Gewächse, wie der Autor bereits im Vorwort ankündigt. Die Zwerg-Kiwi gehört sicherlich dazu. Statt der Kategorie "Energiegewinnung" hätte ich mir gewünscht, dass die exotischen Gewächse besser gekennzeichnet wären und im Text erläutert würde, wo diese Pflanzen ursprünglich herkommen. "Naturnah gärtnern: Die 140 wertvollsten Pflanzen für den Naturgarten"* bleibt aber ein Buch, das viel Vorfreude auf die eigene Gartengestaltung macht und bei der Auswahl neuer Pflanzen helfen kann.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Vom Haupt-Verlag wurde bereits vorgestellt:

amberlights Rezensionsportal

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Lese-Performance vom Waldhuhn-Verlag mit Sasha Sophie Halm

Mittwochs mag ich, dass ich der Einladung des Waldhuhn-Verlags gefolgt und am Wochenende mit der Tochter nach Leipzig gefahren bin, um dort ein besonderes Leseerlebnis erleben zu können. Die lange Anfahrt von jeweils zwei Stunden haben wir beide als wunderbare Mutter-Tochter-Zeit erlebt. Außerdem habe ich damit zum letzten Mal mein Semesterticket genutzt. Nie hätte ich gedacht, dass am Ende meines Studiums (denn eine Habil fange ich ganz bestimmt nicht an) bereits ein auf einmal unglaublich großes, fünfjähriges Kind neben mit sitzt.


Die Fahrt ist uns nicht langweilig geworden. Wir haben nochmal Frau Bengali (vor)gelesen, schwarzer Peter gespielt und sie stickte auf der Holzpuppe von Sabine&Friends*. Dazwischen wurde mit dem neuen Geburtstagskissen gekuschelt und ganz viel Tee gtrunken. Ich war froh, dass ich diesmal sogar an den kleinen Lieblingsbecher gedacht hatte, so dass nicht aus dem Plastikteil der Thermoskanne getrunken werden musste. Die ganz kleinen Dinge zum Thema plastikfreieren Leben bekommen wir manchmal doch ganz gut hin.



Am Ziel angekommen, gab es eine große Überraschung für das Tochterkind, denn die Autorin der Kinderbücher, die mich so sehr faszinieren, nahm sich persönlich viel Zeit für sie und blätterte mit ihr die Bücher zu. Darin gab es sogar Zeichnungen ihrer eigenen Kinder zu entdecken, was mir selbst noch gar nicht ausgefallen war.


Die Lesung zu Frau Bengali mit der Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin Sasha Sopie Halm war nicht nur für das Tochtekind beeindruckend sondern auch für mich. Die Verbindung der Sprache und der projizierten Bilder an der Wand ließen einen in die Geschichte eintauchen, wie man das selbst als Vorleser wohl niemals schaffen kann.


Abbildung vom Waldhuhn-Verlag
Auf der Rückfahrt gab es noch eine besondere Überraschung für das Tochterkind, denn für den Rezensionsexemplarestapel gab es mit "Mein Name ist Lennox"* einen weiteren Waldhuhn-Verlagsschatz.


Verlinkt bei Mittwochs mag ich. Besonders dankbar war ich natürlich auch dafür, dass diesmal die Tante einen ganzen Tag mit dem kleinen Mann verbrachte, während der Mann wieder ganztägig im Vierseithofdreck verschwand.
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