Zuckertüte

Feier

Schreibtisch

Indischer Elefantenstoff

Da ich bislang noch gar nicht einschätzen kann, wann ich wieder (schmerzfrei) an der Nähmaschine sitzen kann, zeige ich heute am Creadienstag wenigstens einen Stoffschatz, der demnächst verarbeitet werden soll.
Nach dem letzten - wahrscheinlich ebenfalls aus Indien kommenden - Disasterstoff, ist dieser Elefantenstoff die reinste Freude. Ich kann ihn mir jetzt schon prima als Kissen vorstellen und die Augen der Tochter haben auch schon gestrahlt. Außerdem ist es mein erstes Stoffschätzchen, dass ich über die share & care Gruppe Dresden einsammeln konnte. Dort verschenken über 6000 Mitglieder Dinge, die sonst im Müll landen würden. Auch ich habe inzwischen schon Diarähmchen, Babywippe und Stepper darüber kostenfrei weiterverteilt. Weiterverwenden statt neuproduzieren, ist doch immer noch die beste Variante.

Nachtrag zum Problemstoff: Ich wollte es wissen und habe die Verkausabteilung tatsächlich mit dem Stoff konfrontiert. Überrascht war man nicht und offensichtlich war ich nicht der erste Kunde mit dem Sehergebnis auf den zweiten Blick. Obwohl zugeschnittener Stoff normalerweise nicht zurückgenommen wird, hätte ich ihn zurückgeben können - aber nur mit Kassenzettel und darauf versuche ich seit einiger Zeit durch den Bisphenol-A-Gehalt der Thermopapiere, die man sofort über die Haut aufnimmt, zu verzichten ....
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Stoffspielereien: Nähmaschinen Spezialfüßchen

Drei Tage war die Nähhand krank, nun bloggt sie wieder ... na ja, noch nicht so ganz, denn diese Rumbohrerei im Ellenbogenknochen war und ist doch so schmerzhaft, dass ich das Familienleben ganz freiwillig gegen einen dreitägigen stationären Aufenthalt eingetauscht habe. Zur Ablenkung nach der Krankenhausentlassung beteilige ich mich dafür heute mal bei den Stoffspielereien, die ich sonst nur ehrfurchtsvoll verfolge, da mir dort allzudeutlich klar wird, wo die Unterschiede zwischen wirklichem Nähhandwerk und stümperhaftem Dilettantismus liegen.

Diesen Monat gab es aber das Thema Nähmaschinen Spezialfüßchen und da kann ich selbst als momentan gehandicapter Amateur gut mitreden. Ein bisschen überrascht mich dieses Thema sogar, denn bislang hatte ich das Gefühl, dass der professionelle Näher diese "Hilfsmittel" der Sonderfüßchen gar nicht braucht und ich nur deshalb so viel Freude daran habe, weil ich aufgrund meines fehlenden Fachwissens einige Nähergebnisse anders gar nicht hinbekomme. Die Nähecke ist es den letzten Jahren daher schon ordentlich angewachsen. Nun aber genug der Vorrede ...

Den Anfang macht auch bei mir der Rollsaumfuß*, den ich bereits recht lange sehr gerne verwende und der mir bei den meisten Stoffen auch keine Probleme macht, wenn der Anfang erstmal überwunden ist. Da bei Machwerk und Nahtzugabe schon einiges darüber geschrieben wurde, springe ich gleich zum nächsten weiter.


Völlig unerwähnt ist hingegen bislang der hier im Blog schon häufiger gezeigte Kreisnäher*, der eigentlich gar kein Füßchen ist, sondern nur eine Art Arretierungsplatte, die via Mittelpin das Füßchen in eine definierte Kreisnähbahn zwingt. Die Funktionsweise im bewegten Bild dazu kann man sich hier anschauen. Selbst ohne Stickmaschine gelingen so prima exakte Kreise, die  appliziert werden können oder bei denen man mit den Musterstichen experimentiert.



Noch ein bisschen spannender wird es, wenn man Kreisnäher* und Kordeleinnähfuß* miteinander kombiniert, was ich bislang leider selbst nur einmal bei einem Ballonkleid für das Tochterkind gemacht habe.



Bleibt noch der Faltenleger*, bei dem ich mir allerdings die Billigvariante* geleistet habe und erhebliche Anlaufschwierigkeiten damit hatte, da mir die Nadeln regelmäßig um die Ohren flogen. Inzwischen bekomme ich aber sogar Jersey damit geruffelt und weiß, dass zumindest bei meinem Modell Geduld die Lösung ist. Wenn man gaaaanz langsam näht, funktioniert der Faltenleger zufriedenstellend.



Da es den Faltenleger für die Hälfte des Originalpreises nur im Set* gab, habe ich auch noch ein Teflonfüßchen (bislang unbenutzt) und unter anderem ein Rollfuß, der sich bei PUL-Stoff* für die Stoffwindeln des Sohnemannes bewährt hat.



Am Ende meiner Übersicht zeige ich euch nun noch (einmal), welchen Standardfuß ist bislang am häufigsten geschrottet habe - bei mir ist das der Overlockfuß, bei dem ich den Mittelsteg nach falscher Stichwahl abgebrochen habe ... damit schließt sich wohl wieder der Kreis zwischen Nähen-können und so-tun-als-ob.


Verlinkt bei Machwerk.
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Rezension: Froschalarm im blauen Haus

Wir gehören sicherlich nicht zu denen, die ihre Kinder schon in den ersten Jahren einen festen Wochenplan auferlegen, damit sie sich möglichst zeitig in frühmusikalischer Erziehung, Fremdsprachenkursen oder festen Sportgruppen einen vermeintlichen Lebensfortschritt erarbeiten. So lange wie es sinnvoll ist, sollen sie lieber wirkliche Spielfreizeit haben. Die Fragen nach den ersten Englischvokabeln kommen aber von unserem Tochterkind nun trotzdem schon. Die Englisch-entdecken-Reihe "Die Kindergartenbande"* aus dem Langenscheidt-Verlag wird uns helfen, ihre Neugier zu befriedigen.

Abbildung von Langenscheidt

Im ersten Teil "Froschalarm im blauen Haus"* erlebt man mit, wie sich die Kindergartenbande findet, denn Tobias, Leonie und Noah lernen die Engländerin Sarah kennen, die mit ihrer deutschen Mutter und dem englischen Papa in das bis dahin leerstehende blaue Haus einzieht. Vom Kindergarten erfährt man in diesem ersten Teil noch gar nichts, denn zunächst erlebt man eine tubulente Geschichte rund um einen enthüpften Frosch, der im Einzugskistenchaos verloren geht.

Abbildung von Langenscheidt


Die Geschichte von Susan Niesen, fröhlich illustriert von Elke Broska für Kinder von 4-8 Jahren, wird im Buch auf 24 Pappseiten erzählt, die so dick gehalten sind, weil es auf jeder Seite Klappelemente gibt, die ich bislang nur im Kleinkindbuchbereich kannte, die aber auch größeren Kindern Spaß machen werden. Der Text ist zweisprachig gehalten, wobei sich die Übersetzung aus dem Kontext heraus ergibt und nicht parallel übersetzt wird.

Noch umfangreicher als der Buchtext ist sowohl der englische wie auch der deutsche Anteil auf der beiliegenden Hörspiel-CD*. Das die Hörspielfassung länger ist als die gedruckte Geschichte finde ich ungwöhnlich und überraschend. Die CD startet mit dem Kindergartenbandensong, der meiner Meinung nach der einzige wirkliche Kritikpunkt an dieser überzeugenden Kinderbuchreihe ist. Die Stimmlage der singenden Kinder klingt nicht nur viel zu bemüht sondern auch für sie deutlich zu hoch gewählt, worunter leider besonders die englische Aussprache und Verständlichkeit leidet. Dafür hört man anschließend dem Hörspielteil um so lieber zu.

Abbildung von Langenscheidt

Auf der letzten Doppelseite des Buches findet sich eine Wörter-Satz-Liste, die immerhin 115 englische Vokabeln und Paraphrasen mit Lautschrift und Übersetzung auflistet. Dieser Umfang hat mich wirklich überrrascht, denn innerhalb der Geschichte gliedern sich die Englischbegriffe so spielend leicht ein, dass ich beim ersten lesen fast ein bisschen mehr erwartet hätte. Unlogisch bleibt für mich aber, warum in der Liste "Drop it!" gleich zweimal - richtig unter "D" falsch bei "I"- und dann noch mit unterschiedlicher deutscher Groß- und Kleinschreibung eingetragen ist.
  
Abbildung von Langenscheidt

Von der Kindergartenbande gibt es bereits mit "Der bunte Mitmachspaß"*, "Die Abenteuer-Ralley"*, "Der spannende Mitmachspaß"*, "Kleider-Quatsch-Tag"*, "Picknick mit Kühen"*, "Schweinchen ist los!"* und "Spannende Englisch-Abenteuer"* jede Menge Fortsetzungen, die preislich zwischen 4,95€ für die Taschenbücher und 14,99€ für die gebundenden Ausgaben mit CD liegen. 

Wie wichtig eine Sprache ist mit der man sich weltweit verständigen kann, habe ich selbst übrigens in den letzten zwei Wochen erlebt. Frewillig vor dem Urlaub auf einer internationalen Tagung mit 500 Teilnehmern aus 43 Ländern und unfreiwillig bei der Verständigung mit kroatischen Ärzten in Split, die mich nach meinem Campingplatzduschsturz und der Diagnose Olekranonfraktur sofort operieren wollten. Da war es schon sehr hilfreich, dass man sich problemlos verständigen und erklären konnte, dass man den kaputten Ellenbogen lieber zu Hause zusammenflicken lasse möchte. Auf die nächtliche 1300 km Nachhausefahrt in der Mitte des Urlaubs und die Erkenntnis, dass man dort erst nach sechs Tagen - und zwar morgen - operiert wird, hätte ich gerne verzichtet. Daumendrückende Blogleser kann ich gut gebrauchen. Glücklicherweise ist der linke Arm zerbröselt und da ich beim Sturz den Sohnemann auf meinem Arm hatte, dem nichts passiert ist, nehme ich die Schmerzen 'gerne' klaglos hin. Drop it! wäre da eine ganz schlechte Idee gewesen ...

Vom Langenscheidt-Verlag wurde bereits vorgestellt:
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Rezension: Hilfe, ich bin ein Alien!

Da ich inzwischen etwas Zeit hatte, mich vor vom letzten Blogg-dein-Buch-Exemplar zu erholen, habe ich mich für "Hilfe, ich bin ein Alien!" vom Coppenrath-Verlag entschieden.

Abbildung von Coppenrath

Die gebundene Ausgabe* kommt mit einer empfohlenen Lesealterangabe von 9-11 Jahren auf den Markt. Die in London lebende Autorin Jo Franklin erzählt darin die Geschichte von Daniel Kendal, der nach einem entsprechenden Kommentar seiner Schwester überzeugt ist, dass er nicht nur keinesfalls zu seiner Familie gehören kann, sondern sogar ein Alien wäre, der als Baby mit einem Raumschiff in der Kleinstadt der Kendals abgestützt wäre. Sehr witzig illustriert hat das Buch Anton Riedel, der unter dem Künstlernamen "Der Anton" auftritt und bereits als Kind aus den USA nach Köln zog.

Abbildung von Coppenrath

Neben Dan sind seine beiden Freunde Gordon, ein Computergenie, und Freddo, "Kartoffelchipsjunkie und Weltmeister im Furzen" die Protagonisten des Buches. Mit ihrer Hilfe will 'Alien' Dan zurück auf seinem vermeintlichen Heimatplaneten Keppler 22b zurückkehren. Die 31 Kapitel, die sich auf 172 Seiten verteilen, lesen sich kurzweilig und an vielen Stellen muss man zumindest schmunzeln. An manchen Stellen wir mir persönlich zwar etwas zu viel gefurzt, gerotzt und mit größten Nasenpopeln angegeben, aber wenn man "die Jugend" damit dazu bringt, ein Buch zu lesen, soll es mir recht sein. Erstaunlicherweise gibt es bei diesem Dreiergespann kein Quotenmädchen, wie so oft in Jugendbüchern.

Etwas irritierend fand ich allerdings, dass in die Übersetzung dennoch die Angabe beibehalten wurde, dass Daniel englisch spricht. Erst ein paar Seiten später habe ich verstanden, dass damit seine Muttersprache gemeint ist und nicht die besonders gute Beherrschung einer Fremdsprache. Passt man so etwas nicht bei der Übersetzung mit an? Richtig gut gefallen hat mir hingegen, dass es Keppler 22b wirklich gibt. Meine Lieblingsstelle ist übrigens der Bericht über den verschluckten Ehering ... das erinnernt mich doch sehr, an den Glücksgeldunfall des Tochterkindes.

Abbildung von Coppenrath

Das Buch gibt es in der gebundenen Ausgabe* für 9,95€ und in der Kindle-Version* für 7,99€.
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Strandkleid von Internaht

Wenn dieser Blogbeitrag freigeschaltet wird, sitzen wir hoffentlich schon in Kroatien, denn nachdem die neuesten Zahlen zum Hofprojekt über unseren Köpfen zusammengeschlagen sind, haben wir beschlossen, den Kopf dieses Jahr doch noch am Meer durchpusten zu lassen und den Sommer zu suchen. Im vollgestopften Auto reist mit uns das Strandkleid* von Internaht*, das sie mir als Frühjahr-Blogsponsor zur Verfügung gestellt hat.


Das Strandkleid gehört zur Bio-Kollektion in "Himmel-Blau und Feuerwehr-Rot" und wird aus einem extra für das Dresdner Label produzierten GOTS-Stoff von Lebenskleidung* genäht. Das Tochterkind begeistert vor allem die Maulwurfstasche und ich finde es schade, dass ich ein kleines bisschen zu groß bin, um nach dem Bad ebenfalls in so ein Kleidchen zu schlüpfen.



Bislang konnten Kind und Kleid das Strandgefühl nur im heimatlichen Sandkasten austoben, aber nun erwartet das Kleid*, das man für 45€ kaufen kann, endlich die Adria.


Da alle internetfähigen Geräte zu Hause bleiben, erwartet euch ab heute eine spätsommerliche Blogpause. Wir lesen uns im Oktober wieder ...
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Interview: Stoffgezwitscher

Mein Blogsponsor für diesen Urlaubsmonat ist diesmal Stoffgezwitscher*, die eine beeindruckende Stoffauswahl - momentan sind es 365 (!) - in ihrem Shop anbietet und die mir bereits im März den feinen Bio-Jersey "Flying Dogs" zur Verfügung gestellt hat. Ich freu mich sehr, dass wir mit diesem Interview noch etwas mehr über die Shopbetreiberin erfahren können.

Wie heißt dein Shop und wann hast du ihn eröffnet?


Mein Shop heisst Stoffgezwitscher* und eröffnet habe ich ihn im November 2013.

Was war das erste Produkt, das du verkaufen konntest?

Ganz unspektakulär: mein erstes verkauftest Produkt war ein Stück Vliesline H630 :)

Hast du ein Lieblingsstück in deinem Shop?

Ich liebe eigentlich alle unsere Stoffe. Natürlich hängt mein Herz aber an unseren Eigenproduktionen, die wir zusammen mit der Designerin Sari Ahokainen* verwirklicht haben. Ich freue mich sehr, einen so netten und begabten Menschen wie Sari für uns gewonnen zu haben. Wir arbeiten jetzt seit 9 Monaten zusammen und stehen oft in Kontakt und ich freue mich, Sie an unserer Seite zu wissen. Aber natürlich hängt an jedem Stoff ein bißchen Herz. Schließlich verkaufen wir überwiegend Stoffe, die nicht überall zu finden sind. Das kostet Zeit und man ist dann um so stolzer, wenn die Schätzchen gefunden sind und man sie in den Shop stellen kann.




Welches Produkt wurde bei dir im letzten Jahr am häufigsten gekauft?

Puh, seit der Shoperöffnung im November bis jetzt denke ich, dass das wohl definitiv der Biojersey Icecream*, auch designed von Sari war. Der war in der Ausgabe der Ottobre für den Sommer zu sehen und war und ist ziemlich begehrt ;)


Was ist das besondere an Stoffgezwitscher?

Das besondere an Stoffgezwitscher* ist es, dass wir immer versuchen seltene, rare Stoffe zu finden und diese anzubieten. Und natürlich hoffen wir immer, dass unser Service- angefangen von unserem Angebot bis hin zum Kundenkontakt- für unsere Kunden besonders -nämlich besonders gut ist ;)

Ist der Shop dein erstes, zweites oder drittes Standbein?

Der Shop ist momentan ein "Full-Time" Job- nebenher würde ich das nicht schaffen. Ich habe zwei kleine Kinder  die eigentlich das erste "Standbein" in meinem Leben sind ;)- aber jobmäßig ist es definitiv der Shop. Bis vor den Kindern habe ich als Heilerziehungpflegerin gearbeitet, im Schichtdienst, der natürlich auch Wochenende und Feiertage beinhaltet. So lange die Kinder klein sind, haben wir uns entschieden, dass Schichtarbeit unser Familien- und Eheleben nicht positiv beeinflussen wird, da wir dann als Paar kaum noch Zeit füreinander finden würden und die Kinder ihre Eltern auch zu zweit erleben sollen und ich auch einfach die Zeit, in der sie noch so klein sind genießen möchte. Mit ihnen zusammen. Mit ist das alles gut vereinbar. Die Kinder haben in unserem Atelier eine Spielecke und wenn Mama dann Stoffe schneidet und Pakete packt (meine Tochter hat eine Vorliebe für Packband, die freut das immer ganz besonders ;) ) sind die Kinder immer mit dabei.

Wieviel Arbeitszeit investierst du in deinen Shop?

Ziemlich viel. Von der Zeit, die es natürlich braucht bis die Bestellungen bearbeitet sind, bis hin zu Anfragen der Kunden, Artikel einstellen,Fotos machen,neue Stoffe suchen...das sind am Tag schon mehrere Stunden. Genau kann ich es nicht sagen, es gibt auch mal Tage, die ruhiger sind, aber ich denke, so 6-8 Stunden investiere ich täglich schon. Das meiste wird gemacht, wenn die Kinder im Bett liegen.  

Wie sieht dein Shop aus, wenn du in die Zukunft träumst?


Genau wie er jetzt auch aussieht :) Ich bin rundum zufrieden mit meinem Job. Natürlich hoffe ich, dass wir weiterhin mit unseren Eigenproduktionen erfolgreich sein werden (die nächsten sind schon unterwegs) und unsere Kunden weiterhin zufrieden mit uns sind und gerne bei uns einkaufen.

Wir arbeiten gerade noch an einem eigenen Shop, der dann unter zu finden ist. Ansonsten ist eigentlich alles perfekt. Aber Veränderungen sind ja auch gut, aber ich plane sie nicht und habe keine Ambitionen, aktiv irgendwas zu ändern, was den Shop* betrifft. Es wird sich einiges erweitern, das Sortiment an seltenen Stoffen hoffentlich noch mehr ausbauen. Aber sonst: alles gut :)  

Wo sollten wir noch vorbeischauen?


Demnächst hoffentlich mal auf :)  
www.stoffgezwitscher.com*

Hast du eine Buchempfehlung?

Ich komme leider gerade nicht wirklich zum lesen, obwohl lesen ein großes Hobby von mir ist. Das letzte Buch, was ich geradezu verschlungen habe, war das Buch von Jennifer Tege "Mein Großvater hätte mich erschossen"*, die über ihr Leben schreibt, zu dem ein Vater namens Amon Göth gehört, der KZ-Lagerkommandant war. Ein sehr bewegendes Buch einer sehr sympathischen und vor allem authentischen Frau. Absolut lesenswert!

 

Das sich auch für diesen "halben" Monat ein Blogsponsor gefunden hat, ist für mich eine große Freude.
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Rezension: Professor Dur und die Notendetektive - Das Klavier

Wie bereits mehrfach erwähnt, sind wir eine fernsehlose Familie, in der dazu noch recht häufig klassische Musik zu hören ist. Manchmal frage ich mich tatsächlich, ob wir damit wirklich noch zu einer ganz typischen Familie zählen oder ob wir bereits einer "Minderheit" angehören. Klassische Musik kommt bei uns nicht nur aus dem Radio sondern vor allem direkt vom Mann, der in seiner Freizeit Quer- und Piccoloflöte in einem Orchester spielt und dafür natürlich zu Hause übt.

Das Angebot vom Igel-Genius Verlag ein neues Hörbuch zu rezensieren, das Kindern ab sieben Jahren die Welt der klassischen Musik näher bringen soll, habe ich daher gerne angenommen.  Im August 2014 sind mit "Das Klavier"* und "Das Weihnachtsoratorium"* gleich zwei Teile von der Autorin Sylvia Schreiber auf dem Markt gekommen, die jeweils 12,99€ kosten oder in der Download-Version* für 9,26€ erhältlich sind.


Ich durfte von der Autorin und Moderatorin, die Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte studiert hat und zuvor ein Musikgymnasium besuchte, den ersten Teil "Das Klavier"* anhören. In einer reichlichen Stunde lauscht man dem Sprecher Matthias Haase, der in sieben Kapiteln, die zwischen 5 und 10 Minuten lang sind, eine turbulente Geschichte erzählt.

Im Mittelpunkt stehen die beiden Geschwister Lotte und Lasse, die neben Professor Dur wohnen, der wiederum Zauberkräfte hat und die beiden zusammen mit der frechen Ratte Rigoletto in einem Flügel in die Vergangenheit reisen lassen kann. Dabei begegnen sie dem berühmtem Klavierbauer Heinrich Steinweg und erleben einige Abenteuer.

Dem gesamte Hörbuch ist Klaviermusik berühmter Komponisten hinterlegt - Beethoven, Schubert, Schumann, Liszt und andere. In der Titelmusik ist außerdem noch eine Flöte :-) und ein Bass zu hören. Dadurch bekommen die kleinen Zuhöhrer nicht nur nebenbei ein Hörerlebnis, das ihnen die Welt der klassischen Musik interessant machen könnte, sondern durch den Verlauf der Geschichte auch noch jede Menge Hintergrundwissen zu Instrumenten, Komponisten und deren Werken. Selbst das kleine Booklet zeigt im Inneren den Aufbau eines Flügels und gibt die Fachbegriffe wie Stimmstock, Stimmnägel usw. an. Das Cover hat übrigens die Illustratorin Bianca Schaalburg gestaltet, die selbst bloggt. Außerdem gibt es noch eine Homepage des Verlags zu dieser Hörbuchserie, auf der man sich einen Stundenplan und das Türschild "Bitte nicht stören, ich musiziere!" herunterladen kann.

Nachteilig finde ich an dieser neuen Hörbuchserie nur, dass sich der Verlag für nur einen Sprecher entschieden hat. Auch wenn die angenehme Erzählerstimme von Matthias Haase es schafft, den unterschiedlichen Personen eigenständige Charaktere zu geben, finde ich es angenehmer, wenn mehrere Sprecher bei so einem Hörbuch eingesetzt werden. Dafür wird auf der CD - neben den Musikeinspielungen - aber mit verschiedenen Geräuschen und Tönen gearbeitet. Wie die vorwitzige Ratte gedämpft aus dem Inneren des Flügels spricht, als die drei Zeitreisenden wieder in die Werkstatt des Professors zurückkehren, ist schon sehr einfallsreich. Wir selbst werden wohl nicht warten, bis das Tochterkind das Schulalter erreicht hat, sondern das Hörbuch schon etwas eher rausrücken. Genügend Erfahrung mit Orchesterinstrumenten hat sie ja bereits. Momentan will sie übrigens Horn lernen ...

Spielt und hört ihr denn auch klassische Musik?

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Designbeispiel Stickdatei Kleine Gören von Blaubeerstern & Spielzeugverstecker

Während ich bei meiner Probenähmeldung für das Raffkleidchen von Liebeling ganz stolz war, dass ich bei der Abgabe im Zeitplan geblieben bin, lag mir gleichzeitig das schlechte Gewissen gegenüber Frau Blaubeerstern* im Magen. Als Notiz an mich selbst muss ich mir endlich merken, dass Stickdateien in Designbeispiele zu verwandeln zwar sehr verlockend ist, aber gleichzeitig unglaubliche viel (momentan nicht vorhandene) Zeit vorraussetzt.

Die neue Stickdatei "Kleine Gören"* von Blaubeerstern umfasst sechs Stickmotive, die in zwei verschiedenen Größen angeboten werden. Pro (Stick)Abend schaffe ich nicht mehr als eine Datei und da der WohnzimmerNähtisch nicht jeden Tag für das Hobbyvergnügen umgebaut werden kann, zieht sich die Stickdateifertigstellung unglaublich lange hin. Hinzu kam noch, dass ich mit einigen der Stickdateien nicht so richtig warm geworden bin. Das Blumenmädchen ist wunderschön und passt ganz hervorragend zum Blaubeersterndesign, das ich so sehr schätze. Bei den anderen 'Gören' irritieren mich aber teilweise die Absatzschuhe und auch das Gestaltung war teilweise gar nicht so blaubeersternhaft wie sonst.


Bestickt habe ich den steifen Karstadtstoff, den ich nach dem waschen, zu dem mir so viele Blogleser geraten hatten, nie wieder ganz glatt bekommen habe. Als Farbtupfer kam ein Stückchen blauer IKEA-Stoff dazu, der ursprünglich zu den zu kürzenden Kinderzimmergardinen gehörte. Für den geplanten Spielzeugverstecker von Klamotten by Klaputze habe ich mich mit der knittrigen Oberfläche arrangiert, die am Endergebnis viel weniger störend auffällt. Da wir, wie an der Spielechaosecke des Sohnemannes gut zu erkennen, sehr viel zu verstecken haben, ist meine Version besonders hoch geworden.



Zusätzlich zu den großen Stickdateien habe ich außen noch das wunderschöne Blaubeerstern-Webband "Traumland"* aufgenäht. Der Innen des vollständig wendbaren Riesenutensilos kam vor Jahren von meinem allerersten Stoffmarktbesuch in Potsdam.


Aufgeräumt ist nun und ich verlinke diesen Beitrag bei Kiddykram und natürlich auf meiner eigenen Designbeispielseite. Aufräumen werde ich übrigens auch den gestern gezeigten Stoff und ihn tatsächlich wieder zurücktragen. Habt vielen Dank für eure vielen Kommentare und guten Anregungen ...
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Untragbarer Stoff

Auf meinem Creadienstagstisch liegt ein Stoff, den ich wahrscheinlich niemals tragen werde. Auf der Suche nach Stickfilz habe ich mich mal wieder in örtliche Karstadt verirrt, um dort - wie so oft - nicht das zu bekommen, was ich gesucht hatte, aber dafür mit einem anderen Stoff in der Tasche nach Hause zu gehen. Zu spontan gekauft, habe ich einen asiatischen oder indischen(?) Viskosejersey, der wunderbar schwer und fließend fällt und dessen Muster mich total überzeugt hat. Zumindest auf den ersten Blick ...



Während ich im Geschäft noch helle Kreise mit dünn eingezeichneten Vierecksmuster meinte zu sehen, stockte mir der Atem, als der Mann mir sein Sehergebnis verkündete. Aus Google-ranking und -indexierungs Gründen, werde ich hier nicht schreiben, was man auf den zweiten Blick durch die unterschiedliche Linienstärke der Vierecke sehen kann. Inzwischen gelingt es mir selbst ohnehin kaum noch etwas anderes zu erkennen. Selbst das Wissen um den historischen Hintergrund des uralten Symbols, dass als Glückszeichen in vielen Kulturen verbreitet ist, hilft mir da nicht weiter.

Viele Jahre habe ich während meiner Studienzeit beim Goethe-Institut gearbeitet und den Kontakt zu den vielen unterschiedlichen Nationalitäten als eine große Bereicherung empfunden. Nie würde ich auf die Idee kommen, einen Stoff zu tragen, dessen Symbol für die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte steht.


Was mach ich nun mit dem Stoff? Ihn im nächsten Restepaket loswerden? Irgendwie färben? Die Linien mit einem Stoffmalstift zu einem tätsächlichen Karomuster verändern? Habt ihr Vorschläge?

Edit: Ich wollte es wissen und habe die Verkausabteilung tatsächlich mit dem Stoff konfrontiert. Überrascht war man nicht und offensichtlich war ich nicht der erste Kunde mit dem Sehergebnis auf den zweiten Blick. Obwohl zugeschnittener Stoff normalerweise nicht zurückgenommen wird, hätte ich ihn zurückgeben können - aber nur mit Kassenzettel und darauf versuche ich seit einiger Zeit durch den Bisphenol-A-Gehalt der Thermopapiere, die man sofort über die Haut aufnimmt zu verzichten ....
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Transparenzbericht 08/2014

Diesen Monat bin ich endlich mal wieder richtig pünktlich mit meinem Blogeinnahmebericht, denn ganz bald startet unser "Sommer"urlaub und ich möchte den Abgabetermin für den Vergleich mit den Einkünften anderer Blogger nicht verpassen. Da im Urlaub ganz sicher nicht gebloggt wird, bin ich diesmal so zeitig mit den Monatszahlen dran. Jeder Monat, der im dreistelligen Bereich landet, ist für mich ein ausgesprochen guter. Der August mit 105,76€ gehört da auf jeden Fall dazu.


Der Betrag setzt sich aus  den drei Großbeträgen 48,40€ von DaWanda* , 31,22€ von Amazon* und 25,00€ vom Blogsponsor Kancha zusammen. Lediglich 1,00€ brachte Namensbänder* und 0,14€ Flattr*.  Neu aufgenommen wurde im August Prof. Udolph. Zentrum für Namensforschung*, da dort ein guter Freund von uns arbeitet und die Erforschung des eigenen Namens eine großartige Sache ist. So ein Namensgutachten ist ein ausgezeichnetes Geschenk. Ausgegeben wurde diesmal mit insgesamt 65,51€ richtig viel für das Nähhobby - aber dafür sind die Blogeinnahmen ja auch gedacht. Dazu gehörte vor allem einiges an Nähmaterial für den Nähtreff der Dresdner Nähblogger und ein Fehlkaufstöffchen, von dem morgen berichtet wird.  Gespendet wurde im August mal gar nichts, aber dafür ist der Lostopf nun wieder gut gefüllt und ich werde mich bald mal umsehen, welches Projekt mir unterstützenswert erscheint.



Der Warenwert von 125,89€ ist diesmal höher als der Geldwert und besteht aus einer Kancha Hüller für das Kindle Paperwhite für 39€ und vier Rezensionsexemplaren für insgesamt 86,89€. Vorgestellt habe ich im August "Selbst verpackt. Schöne Verpackungen für handgemachte Produkte"*, "Wohlfühlwohnen: Kreativprojekte für ein gemütliches Zuhause"*, "Heilende Gewürze"*  und "Der kleine Fischer Tong"*.
  
Im Juli wurden nur 21 Blogbeiträge geschrieben, aber die Seitenaufrufe stiegen wieder auf 25.731. Gelistet und mit anderen Bloggern verglichen wurde mein Transparenzbericht des Vormonats wieder hier.

Habt vielen Dank dafür, ihr lieben Über-die-Seite-Besteller!
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Einschulung: Zuckertüte & Feier bei der Leipziger Museums-Feldbahn

Die Einschulung gehört in unsere Gegend zu den wirklich großen Familien- und Freundeskreisfeiern. Wir selbst haben mit dem Tochterkind ja noch zwei Jahre Zeit , aber  am vergangenen Wochenende konnten wir schon mal üben. Dafür ist meine erste selbstgenähte Zuckertüte aus Stoff entstanden.

Da der volle Wochenplan nicht mal mehr den geplanten Kauf eines Rohlings ermöglichte, wurde mehr oder weniger erfolgreich mit einem Pappumschlag experimentiert. Genäht habe ich dann nach der Anleitung vom Berliner Flickenwerk, bin mir aber immer noch unsicher, ob man das Webband nun ebenfalls gebogen - dem oberen Rand der Schablone folgend -  oder gerade aufnähen muss. Da fehlt mir - aus Gründen - das mathematische Vorstellungsvermögen. Wie macht ihr das? Angenäht wurde wieder mit transparentem Monofil*.




Unter die Nadel kam der Karostoff vom Sterntaler Werksverkauf und Stoffmarktjersey. Besonders zufrieden war ich mit dem Zugwebband - vor vielen Jahren bei Volksfaden gekauft - das mit seinen A-B-C Anhängern nicht nur prima thematisch zum Schulanfang passte, sondern das Lieblingsmotiv des kleinen Schulanfängers zeigt. Sein Liebligsort ist seit Jahren die Leipziger Museumsbahn und großartigerweise fand die Schuleinführung - wie dieses Fest bei mir, aber nicht beim Mann heißt - auf eben diesem Bahngelände statt.


Bereits für die Anreise zum Museumsgelände durften die Gäste in den ersten Zug steigen. Dort landeten die Geschenke zunächst auf einem großen Tisch (wer genau hinschaut, kann schon die Themen der nächsten Blogeinträge entdecken) und dann ging es zum Kaffeetrinken in die nächste Bahn. Getafelt wurde während die Bahn gemütlich vor sich hintuckerte.



Bis zum Abend fuhren alle Gäste noch ganz oft und mit vollem Körpereinsatz mit der Handhebeldraisine, die dort sogar kleine Sitzbänkchen für die Kinder hatte. Am Abend gab es dann noch eine zweite Zugfahrt durch die Nacht mit vielen Lampions.



Diese Schuleinführung war bislang die schönste, die wir mitfeiern durften und daher schicke ich diesen Blogeintrag heute zum Freutag.
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Rezension: Warte, warte - wo willst du hin?

Da mir der Moritz-Verlag nach dem aufwühlenden Skelettbuch, das ich letzte Woche vorgestellt habe, nun quasi das Gegenstück zur Verfügung gestellt hat, verschiebe ich die Liste der wartenden Rezensionsexemplare etwas und ziehe "Warte, warte - wo willst du hin?"* von Komako Sakai und Nakawaki Hatsue vor.

Abbildung vom Moritz-Verlag
Kinderbücher für die ganz Kleinen fand ich bereits beim Tochterkind schwierig, denn oftmals zeigen die Pappbilderbücher stereotyp den gleichen Ball, Sandspielzeug und Autobilder. Selbst die Titel, die so oft nach dem Schema "Mein erstes Tier-, Bilder-, Autobuch ..." funktionieren, sind beliebig austauschbar. Um so mehr fasziniert mich Text- und Illustrationsgestaltung in "Warte, warte - wo willst du hin?"*.

Abbildung vom Moritz-Verlag
Das kleine Kind in dieser Geschichte entdeckt die verschiedensten Tiere, die immer schneller vor ihm verschwinden, als es mit seinen noch tapsigen Schritten folgen kann. Am Ende des Buches stellt der Papa die Buchtitelfrage und setzt ihn sich auf seine Schultern. Eine unglaublich anrührende Seite. Man erkennt dabei, dass das kleine Kind nur wenig älter als unser Sohnemann sein wird.

Die reduzierte Sprache des Buches, die es dennoch schafft eine Geschichte zu erzählen, wurde von Nakawaki Hatsue geschrieben, während Komako Sakai, die unter anderem als Textildesignerin Kimonostoffe entworfen hat, die ich gerne mal sehen würde, die bezaubernden Illustrationen geschaffen hat. Kein anderes unser Kinderbücher für Kinder ab 18 Monaten hat diese Leichtigkeit und zeigt, dass es nicht immer die langen Vorlesetexte und plakativ-bunten Abbildungen sein müssen.

Abbildung vom Moritz-Verlag

Eine Querverbindung zum "Der kleine Fischer Tong" gibt es trotzdem, denn auch bei diesem Buch muss man sich Zeit nehmen, dass Buch gemeinsam mit dem Kind anzuschauen. Erst dann kann die Leere, die dieses Buch ausstrahlt, beruhigend wirken und zum Entdecken der Details einladen. Wer nur schnell die Geschichte vorliest, legt es nach wenigen Minuten wieder aus der Hand. Für mich bleibt "Warte, warte - wo willst du hin?"*, das es für 8,95€ im Buchhandel gibt, eine großartige Neuentdeckung und ich würde gerne noch "So schön wie der Mond"" oder "Hannas Nacht"* in unserem Buchregal sehen.

Vom Moritz-Verlag wurde bereits vorgestellt:

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Stoffwindeltest: Fluffy Fly (Innenwindel)

Schon viel zu lange habe ich keinen Stoffwindeltest mehr verbloggt, so dass man vielleicht fast vermuten könnt, dass wir uns mit diesem Thema nicht mehr beschäftigen. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall, denn die Stoffwindelei am Po des Sohnemannes ist für uns normaler Alltag geworden. In den letzten Wochen haben wir auch (endlich!) den Sprung zur Nachtwindel geschafft und sind damit nun Vollzeitstoffwindler. Das mag ich (nicht nur) am Mittwoch!

Wenn man in das Thema Stoffwindeln einsteigt, scheint die Angebotspalette riesig zu sein. Nach kurzer Zeit wird einem aber klar, dass man über die "großen" Stoffwindelhersteller, wie TotsBots oder die Pop-In von Close, immer wieder stolpert. Um so neugieriger war ich, als mir ***AnGeD*** ...im Sinne der Natur! die mir gänzlich unbekannte Windel "Fluffy Fly" zur Verfügung stellte.



Fluffy fly ist eine mitwachsende OneSize-Windel aus Bambusverlours, die in Litauen hergestellt wird. Der dreilagige Aufbau von Bambusfleece und Bambusverlours macht die komplett saugfähige Innenwindel bereit für mehrstündige Einsätze, wie sie bei uns ja recht häufig sind. Im Onlineshop wird folgende detaillierte Zusammensetzung angegeben "Innen- und Außenmaterial - 80% Viskose (aus Bambus), 18% Baumwolle (Bio), 2% Polyester; versteckte Saugschicht - 70% Viskose (Bambus) und 30% Baumwolle (Bio)". Zusätzlich kann  noch eine weiterer Booster eingesnappt werden, um die Saugfähigkeit noch weiter zu erhöhen.


Die Fluffy Fly hat keine Klettverschlüsse sondern ausschließlich Snapverschlüsse und nur eine einstufige Verkleinerungsmöglichkeit, so das sie erst ab 4kg genutzt werden kann. Innenliegende Gummibündchen gibt es an den Beinen und im Rückenbereich. Vernäht sind die drei Lagen mit einem sichtbaren Overlockstich. Neben der enormen Saugfähigkeit fasziniert an dieser Windel vor allem die Weichheit des Materials.


Es gibt keine Stelle, die am Babypo, -bauch oder -bein drücken könnte oder gar Einschnitte hinterlassen würde. Die Namensgebung verspricht daher nicht zu wenig, denn diese Windel ist wirklich kuschlig. Kombinieren muss man diesen Windeltyp natürlich mit einer Überhose, da die Fluffy Fly tatsächlich nur als Innenwindel konzipiert ist.


Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, dass auch dieser Hersteller einen Stoffwindelsiegeszug antritt, denn zumindest bei uns gehört sie mittlerweile auf jeden Fall zu den Liebelingswindeln. Einziger Negativpunkt ist - Materialbedingt - die recht lange Trocknungsdauer, die wenig überraschend mit der Bamboozle gleichgesetzt werden kann. Erhältlich ist dieses Modell für 12,90€ bei ***AnGeD*** ...im Sinne der Natur!.


Bisherige Stoffwindelberichte auf amberlight-label.
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