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DIY Weihnachtsmannsack

Meine Sonntagsfreude ist es, dass ich es kurz vor Heiligabend noch geschafft habe, einen Weihnachtsmannsack unter der Nadel hervorzuziehen. Letztes Jahr konnte das große Tochterkind vor lauter Aufregung ihren Mittagsschlaf doch nicht so lange ausdehnen, wie der Weihnachtsmann zum drapieren der Geschenke unter dem Baum benötigt hätte. Da aber noch eine Weihnachtsgeschichte auf dem Hochbett vorgelesen wurde, hatte der Mann dann doch genug Zeit, um die Geschenke auszubreiten und anschließend zu verkünden, dass er gerade noch den roten Zipfel gesehen hätte. Den Weihnachtsmann in Natura in unserem Wohnzimmer stehend, lehnt er ab und meint, dass die Fantasiefigur doch viel zauberhafter wäre.


Dieses Jahr fehlte nun nicht nur der Weihnachtsmann sondern auch der eigene, um den Geschenkestapel unauffällig zu arrangieren. Dafür war aber die die Familie eingeladen. Als Strohwitwe mit zwei Kindern, wovon das kleinste passenderweise am 24.12. zu fiebern begann, auf die Idee zu kommen, auch noch Gastgeberin mit geputzter Wohnung, Baum und Festmahl zu sein, war zwar etwas gewagt und herausfordernder als gedacht, aber die Aufgabe wurde irgendwie bewältigt.

Der kurz vor Mitternacht spontan aus lauter Resten unbekannter Herkunft (rotes Leinen, Samt und etwas Plüschähnliches) ganz tief aus dem großen Stoffvorrat genähte Geschenkesack hat sich sehr bewährt. Vom Schnitt her ist es wie ein übergroßes Utensilo mit einem Tunnelzug oben, damit er verschlossen werden kann. Eigentlich hätte ich ihn mir deutlich breiter - wie die zu kaufenden Säcke* - gewünscht, aber dafür reichte der Stoff nicht. Selbst der geplante und bereits gestickte Weihnachtsmann-Schlitten-Aufnäher, dessen Stickdatei es hier als Freebie gibt, hat es dann aus Zeitgründen nicht mehr auf den Sack geschafft. Das Tochterkind machte aber immerhin so lange Mittagsschlaf, dass der Baum fertig geschmückt und der Sack vor die Tür gestellt werden konnte.



Dort befüllte ihn die Großeltern und die Uroma dann noch etwas weiter und waren bei ihrer Ankunft natürlich entsprechend erstaunt, was da für ein Sack und vor allem wie viele Geschenke vor unserer Tür stehen würden. Das Tochterkind hatte ordentlich zu tun, alles unter den Baum zu schleppen. Es war ein wunderbarer Abend in Familie, auch wenn der Mann an meiner Seite natürlich gefehlt hat und er sicherlich gerne mit dabei gewesen wäre, wenn der Baum das erste Mal erstrahlt. Theoretisch könnte das nächste Jahr bereits in den eigenen vier Wänden sein. Wenn man sich den Zeitplan realistisch anschaut, halte ich das aber zumindest für die Altbauten für relativ unrealistisch.



Inzwischen gab es übrigens bereits wieder eine vollständige Familienzeit, die nach einer erneuten Unterbrechung in drei Tagen fortgesetzt wird. Bis dahin soll der Sohn wieder gesund sein, hat der Mann mir aufgetragen. Wie immer am Ende des Jahres reihen sich bei uns nicht nur die Festtage hintereinander, sondern auch gleich noch zwei Geburtstage. Zum Älterwerdentag des Mannes düsen wir wieder ins Nachbarbundesland, in dem zumindest bislang noch kein einziges Krümel Schnee liegt.

War denn bei euch der Weihnachtsmann da? Oder das Christkind? Oder auch nur der Weihnachtsmannsack? Das Tochterkind hat sich übrigens tatsächlich Gedanken darüber gemacht, dass der Weihnachtsmann den Sack ja auch wieder abholen muss, um noch andere Kinder beschenken zu können ...

Kommentare

  1. Was für ein schöner Blogeintrag! Du bist echt stark - ich hatte so kurz vor Weihnachten noch so viel zu tun, da wäre leider kein Platz mehr für's Nähen gewesen. Echt beeindruckend, dass du noch so einen schönen Sack gezaubert hast! Und die Stickerei! So einen Stickmaschine würde mir auch mal in der Nase liegen, echt was tolles ...
    Da ich mich auf deinem Blog so pudelwohl fühle, bleibe ich gern bissl länger hier!

    Hab einen schönen Sonntag & ganz liebe Grüße
    Nadja

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  2. Tolle Idee mit dem Geschenkesack vor der Tür. Das muss ich mir für zukünftige Weihnachtsfeste merken. :)

    LG Bianca

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