Zuckertüte

Feier

Schreibtisch

Klassentreffen

Da die Stempelei für die Kindergeburtstagseinladung mir selbst so viel Spaß gemacht hat und von der Stempelgummiplatte noch genügend vorhanden ist, habe ich letzte Woche gleich nochmal zum Linolschnitzwerkzeug gegriffen und losgelegt. Me dLux hatte gefragt , wie die Übertragung der Vorlage auf den Stempelgummi funktioniert - daher hier gern nochmal im Bild: Vorlage aufschreiben oder wie in meinem Fall diesmal aufdrucken, mit Butterbrotpapier abpausen und auf den Gummi aufreiben. Danach kann sofort losgeschnitzt werden ...



Mit hoffnungsvoller grüner Stempelfarbe habe ich so Farbkopien des Freundesbuches verschönert, die als Platzdeckchen genutzt werden sollte. Die Einträge in diesem Büchlein sind alle 1991/1992 entstanden und wir haben uns sehr darüber amüsiert, dass bei Telefon fast jeder "leider ein Traum" oder etwas optimistischer "kommt bald" eingetragen hat. Wie unvorstellbar im heutigen Handyzeitalter, dass wir vor zwei Jahrzehnten noch nicht mal ein Festnetztelefon zu Hause besaßen.

Getroffen hat sich eine Klasse, die ihren Schulstart hatte, als es noch zwei deutsche Staaten gab. In den zwei Jahren, in denen diese Einträge entstanden, wussten wir bereits, dass mit dem Systemwechsel auch der Schulwechsel auf uns zukommen sollte. Im Sommer 1992 teilte sich die bis dahin feste Schulstruktur von der POS in Grund- und Mittelschulen sowie die Gymnasien. Eine große Umsortierung begann und mit dem Ende der Sommerferien waren die Schulfreunde an andere Schulen verteilt und man selbst fand sich in einer völlig neuen Klasse wieder, in der sich nur wenige vorher kannten. Die einzig funktionierenden Klassentreffen bleibt dennoch bis heute diese "alte Klasse".



Obwohl sich meine hoffnungsvolle Farbe des Stempels nicht bewährt hat, da überraschend viele, die fest zugesagt hatten, dann doch nicht erschienen, war es doch schön die Gesichter aus Kindertagen wiederzusehen. Wir erinnerten uns an Geschichtslehrer, die ratlos in ihre Lehrpläne schauten, weil sie bei unserer Altersstufe den Klassenkampf erläutern sollte und sich daher entschlossen lieber besonders ausführlich über die unverfänglichere Urgesellschaft mit den Jägern und Sammlern zu sprechen oder Klassenleitertadel, die verteilt wurden, weil man mit 15 zu sechst eine Flasche Faber-Sekt geleert hatte.

Überrascht hat mich an diesem Abend, dass der so besprochene Rückzug von West nach Ost auch in meiner Klasse tatsächlich Realität ist. In Hamburg, Limburg, Freiburg und München wurde da in den letzten Jahren die Koffer gepackt, um wieder nach Dresden zurückzukehren. Ich selbst, die zwar wenn auch nur kurz, aber jeweils mit eigener Wohnung in Frankfurt am Main, Wien, Stockholm und Salzburg wohnen konnte, aber nie Zweifel hatte, dass meine Heimatstadt der richtige Ort zum bleiben ist, freut das sehr ...
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Transparenzbericht 12/2012 & Jahresabschluss

Bevor der erste Monat des Jahres ganz vorbei ist, sollte ja noch der Blogeinnahmen-Bericht des Vormonats öffentlich gemacht werden. Wie bereits der November scheint auch der letzte Monat des Jahres für den Bücherriesen einen gewaltigen Umsatz gebracht haben, der in meine Partnerprogrammkasse ordentliche 16,32 € gespült hat. Danke für alle über-amberlight-label-Bestellter! Selbst die Flattr-Einnahmen sind ein bisschen gestiegen, bleiben aber mit 1,06 € deutlich unter der Ausgaben-Grenze, die ich selbst flattere.

Ausgegeben wurden der zwei Euronen Mindestbeitrag für Flattr und aus dem Spendentopf drei Euronen für das Berliner Start-up CulinAry MiSfiTs, die ihr Cowdfunding-Projekt sogar erfolgreich abschließen konnten. Darauf hofft übrigens auch noch die Laserbau-Crew in der eigenen Stadt, denen nur noch wenige Tage verbleiben und die kurz vor dem erreichen der magischen Ziellinie stehen. Würden auch nur ein oder zwei Euro fehlen, wäre das Projekt gescheitert und die Spender bekämen ihr Geld zurück. Meine Euronen können jedenfalls sehr gerne dort bleiben und ich bin mir sicher, dass sie es schaffen ...



Der Jahresumssatz von einem halben Jahr Blogeinnahmen ergeben beachtliche 103,12 Euro, von denen 45 Euro für gute Zwecke gespendet wurden. Im Einnahmetopf nehme ich ins neue Jahr 25,57 Euro für den nächsten Stoffmarkt mit und 6,56 Euro dürfen noch für die nächsten guten Taten verwendet werden.



Wie mache ich nun weiter? Ob weiter geFlattrt wird, entscheide ich Ende Februar, denn dann ist mein eigener Einzahlungsbetrag aufgebraucht. Die Amazonvergütung behalte ich bei, denn dort gibt es überraschenderweise tatsächlich nennenswerte Erträge, auch wenn es großer Teil davon die Steuer vernichten wird. Wie ich inzwischen erfahren habe, muss übrigens im Blog auf die Verlinkung des Amazon Partnerprogramms hingewiesen werden - mein Impressum ist daher nun aktualisiert. Bei Namensbänder gibt es auch schon ein paar Euronen, aber bis ich dort den Auszahlungsbetrag erreiche, vergehen wahrscheinlich noch Jahre ...

Da wir uns die letzten Wochen ausschließlich mit Zahlen beschäftigt haben und die finanzielle Seite bei Realisierung des Vierseithoftraums eine ordentliche Familienkassenbelastung wird, habe ich beschlossen, die Blogeinnahmen ab 2013 nur noch zu einem Drittel zu spenden und mit dem übrigen Euronen die Stoffsucht zu befriedigen.
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Creadienstag: Tilda-Stoffe von Panduro

Ganz frisch sind auf meinem Creadienstagstisch Tilda-Stoffe direkt aus Malmö eingetroffen. Das sich bei mir trotz des Stoffgebirges nun unglaubliche 20 Meter Stoff verteilt auf zwei ganze Ballen stapeln, kam durch eine   Preissenkungsnachricht, der ein Stoffsüchtiger wie ich einfach nicht widerstehen kann. Eigentlich bin ich bei den großblumigen Tildastoffen relativ immun, aber bei einer Reduzierung von 199,50 € auf 29,90 € bei Panduro-Hobby, die ihr Lager räumen, musste ich einfach hemmungslos zuschlagen - wobei ich ja am liebsten zur persönlichen Abholung in die Järnyxegatan angereist wäre.


Zwischen den Rosenträumen, die nichts für mich sind, fand sich mit Ornament Green genau mein Farbton mit einem annehmbaren Muster. Die Ernüchterung kam beim Mindestbestellwert, der klar machte, dass man gleich zwei Ballen kaufen musste. So wanderte auch noch Tilda-Stoff grün in meinen Warenkorb, dessen Farbton mich allerdings am Bildschirm eher an ein kanariengelb erinnerte. Wer nicht wagt ... mein Wagnis brachte mir nun in Natura betrachtet ein wundervolles Grün und dafür einen Ornamentstoff, der für mich eher ins goldfarbene geht. Damit habe ich nun nicht so ganz das vor mir liegen, was ich mir vorgestellt hatte, aber andererseits wird das Tochterkind im Sommer ein Blumenmädchen sein und da könnte auch das rechte Muster schon wieder ganz gut passen, denn festlich sieht es aus.


Bleibt nun nur noch die Frage, welche Bildschirme hier schlecht kalibriert sind. Der Vergleich im örtlichen Kaufhaus, wo der Meter stolze 22,90 € kostet, zeigt mir aber, dass ich hier tatsächlich den originalen Tilda-Stoff liegen habe - und das schließlich für einen unglaublichen Preis von unter drei Euronen. Interessanterweise tauchen ja in den letzten Tagen in diversen Shops und Versteigerungsplattformen ganz plötzlich viele Tilda-Stöffchen auf, die zwar auf den ersten Blick auch recht preiswert erscheinen, aber dann denn Obulus doch nur auf einen Viertel- oder halben Meter beziehen. Da scheinen einige gut zu verdienen ... Meine Stöffchen, von denen ein paar Meter zum Schnäppchenpreis schon versprochen sind, werden aber heute ganz schnell wieder abgeräumt, denn das große, kleine Mädchen feiert Geburtstag. Mehr dazu in den nächsten Tagen ...
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Kindergeburtstag: Einladung

Vor genau einem Jahr wurde hier im Blog die Einladung für den zweiten Geburtstag des Kindes gezeigt und nun ist schon die Einladungspost für den dritten Geburtstag unterwegs. In wenigen Tagen wird das Kindelein von uns offiziell als großes Kind eingestuft. Ab diesem Tag wird sie sich ganz sicher ohne nächtliche Diskussionen selbstständig zwischen Bad und Bett bewegen (momentan gibt's hier die Begründung, dass sie sich nicht zudecken könnte *pah!) und sich ohne ich-kann-das-noch-nicht-Geknatsch an- und ausziehen. Hach wird das toll!

Für die Einladung an gleich vier kleine Gäste habe ich mal wieder das Linolschnittset rausgeholt und in kürzester Zeit in die Gummidruckplatte Speedy-Carve-Block von Speedball geschnitzt, die so viel einfacher als Linoleum zu bearbeiten sind, bei denen mir das Druckergebnis aber eigentlich besser gefällt. Mit etwas Stempelfarbe und der geeigneten Walze waren die kleinen Einladungskärtchen und die dazugehörigen Briefumschläge schnell fertig.



Während sich die Tochter nach der gemeinsamen Rollerei lieber eigene "Klebungen" widmete, wurden mit dem Jumbostanzer von PeppAuf das wunderbare Papier von den Papierpiraten, das mir Frau Spielpause bei einem Tausch mitgeschickt hat, verwertet und damit das Innenleben der Einladungskarten gestaltet. (Handschriftlicher) Text dazu - fertig!




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Partydeko: Tischkärtchen

Der momentanen Zeitproblematik geschuldet, war die Partydekoration für den Ehemann nicht ganz so aufwenig, wie im letzten Jahr. Die 5-Minuten-Variante, während die ersten Gäste schon ankamen, sah diesmal so aus, dass schnell ein passender Katalog zum recyclen geschnappt wurde und der Jumbostanzer von PeppAuf zum Einsatz kam. Auf die einmal gefalteten Kreise schrieb dann jeder seinen Namen, die anschließend wieder in unser Gästebuch wandern konnten. Das ist so einfach, dass es eigentlich kaum blogtauglich ist, aber da vielleicht auch andere mal eine ganz-schnell-Anleitung brauchen, wandert dieser Beitrag mal wieder zu Handmade Kultur.



Dieses Jahr waren wir mit der Vorbereitung der kulinarischen Genüsse etwas zu eifrig, wobei alleine schon das Lebkuchen-Tiramisu von Herzekleid, gefunden bei den Naturkindern, die Kalorienzahl kräftig nach oben klettern ließ. Wir boten daher der Gästeschar ein Vorher-Nachher-Wiegen an, das auch anonymisiert vorgenommen werden konnte. Gewonnen hat mit 1,5 kg Gewichtzunahme der dünnste Gast. Nun bin ich gespannt, wann das Tochterkind wissen will, wo ihr geliebter Schneemann-Lebkuchen eigentlich abgeblieben ist ...
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Nähbloggertreffen bei Anne(blog)

Wie hier, da und dort schon berichtet wurde, gab es letzten Freitag bei unserer Gastgeberin einen weiteren wunderbaren Nähbloggertreff. Malou hatte eigentlich vorgeschlagen, dass wir unseren DIY-Horizont mit dem bereits vorgeschlagenen Thema "Gemeinsam filzen" erweitern könnten. Leider wurde sie kurz zuvor krank und so rückte ich als einzige Filzmotivierte mit meiner großen Entwicklerschüssel - aus den Zeiten, wo man noch selbst s/w-Filme in dunklen Badezimmer entwickelte - Filzwolle und der besten Entdeckung meiner Filzkarriere überhaupt: einer Ballbrause, mit der man sich endlich nicht mehr die Finger mit dem heißen Wasser verbrüht, an.



Während die Bloggerinnen Frau Atze, Dani Ela, Himmelblau und Sommerbunt, Anne, Prachtkinder, Anja noch ohne Blog, Hausdrache näht und Mit Nadel und Faden wirklich beeindruckend fleissig an ihren Maschinchen saßen, bemühte ich mich - neben neugierigen Blicken auf die Applikationskünste von Mit Nadel und Faden neben mir - um die Herstellung von Filzobst für das Tochterkind.

Dank der Unterstützung von Frau Atze und Mit Nadel und Faden wird die Kinderküche, die unsere Tochter zum 3. Geburtstag bekommen wird, nicht ganz kalt bleiben. Wie aus den geplanten Möhren dann doch ein Würstchenpaar wurde, berichte ich hier demnächst ... für Belustigung sorgten aber nicht nur meine Filzbemühungen, sondern vor allem auch der satierische Text "Nähmamas" von Kirsten Fuchs aus dem letzten Magazin. Wir haben Tränen gelacht ...
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Creadienstag: Prym Rollschneider Multi

Auf dem heutigen Creadienstagstisch zeige ich euch den neuesten Zuwachs in der immer größer werdenden Nähecke. Vor drei Jahren hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, was sich inzwischen alles bei mir angesammelt hat. Langsam frage ich mich ohnehin, wie die Nähgeneration vor uns ihre Schätze in nur einem aufklappbaren Nähkästchen unterbringen konnten. Zum bisher im Dauereinsatz befindlichen Rollschneider von Omnigrid hat sich nun noch ein Multi Rollschneider von Prym dazugesellt. Damit kann auch ich nun endlich Zacken- und Wellenlinien schneiden, ohne mich mit der nie so richtig funktionierenden Zickzackschere abzumühen.



Schuld an diesem auch-haben-Wunsch ist wiedermal Frau Clau*chichi, denn vor ein paar Wochen hat sie ihre Nudeln gezeigt, bei denen mir sofort klar war, dass das Tochterkind solche Leckereien für die Kinderküche auch unbedingt braucht. Nun bleibt nur noch abzuwarten, ob der Ehemann den Schärfegrad auch dieses neue Messer wieder unfreiwillig mit seinen Fingern testet. Diesmal hätte die Schnittverletzung ja wenigstens ein hübsches Zick-Zack-Muster ...
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12tel Blick Vierseithof

Über den immer wieder inspirierenden Blog von Frau Spielpause, bei der ich heute erfahren habe, dass ihr Tochterkind nur einen Tag vor unserem Mädchen drei Jahre alt wird, bin ich auf die Aktion 12tel Blick von Tabea Heinicker aufmerksam geworden. Wenn ich diesen 12tel Blick nicht nur dieses Jahr, sondern sogar über die nächsten zwei Jahre beibehalten könnte, wäre das der perfekte Zeitraffer für unser Mehrgenerationenprojekt Baugemeinschaft Vierseithof.


In den nächsten Monaten wird wahrscheinlich nur der Baum in der Hofmitte zum Leben erwachen, aber danach könnte sich sehr viel tun, denn perspektivisch werden nicht nur die Dächer ersetzt und die gesamte Bausubstanz restauriert, sondern sogar das hintere Gebäude, die Scheune, komplett abgerissen, um ein Passivhaus in gleicher Kubatur zu ermöglichen. Mehr 12tel-Blick-Sammler gibt es hier.
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500 Leser Verlosung

Noch im letzten Jahr versprochen, wird es Zeit für die bereits ankündigte Blogverlosung anlässlich der 500 Leser. Eine unglaubliche Zahl, an der ich mich wirklich erfreue auch wenn mir klar ist, das die Höhe der "Mitglieder" nur wenig über die tatsächlichen Tagesleser oder gar Kommentierwilligen aussagt. Mehrere hundert Kommentare bei einem normalen schaut-her-was-ich-genäht-habe-Post wären mir sowieso eher unheimlich. Davon bin ich aber ohnehin weit entfernt und freue mich unterdessen über die Leserschaft die (nur) meine Zahl nach oben treibt, genauso wie über die Blogbesucher, die regelmäßiger hier vorbeischauen.

Was wird nun verlost? Da sich in den letzten Monaten die DIY-Blog um grüne Themen erweitert hat, gibt es auch Präsente aus den beiden Bereichen. Erstens: schenke ich euch mein bislang hier noch nicht gezeigtes Nähergebnis vom Etsy Abend in Berlin aus dem Siebdruckstoff von Smil:  eine Federtasche bzw.- um meinen österreichischen Bloglesern zu beweisen, dass ich während meiner Studien-Wien-und-Salzburg-Zeit auch was gelernt habe - ein Federpenal. Zweitens: wandern 2-3-oder-vielleicht-auch-viele Malvensamen zu euch. Diejenigen unter euch, die keinen Balkon oder Garten haben, können ja kleine Guerilla-Samen-Kugeln daraus basteln und die Stadt begrünen.




500 Tage wären als Laufzeit sicher etwas übertrieben - deshalb wird diese Verlosung 500 Stunden dauern, was wiederum rund 21 Tagen entspricht. Der Lostopf wird daher am 6. Februar 2013 geschlossen. Das Verlosungsbildchen darf natürlich wie immer mitgenommen werden, damit es noch ein paar mehr Leser werden. Ansonsten reicht ein Kommentar (ohne 2-3-5fach Gewinnchance) und eure Meinung zum folgenden Thema interessiert mich auch noch:

Insgesamt scheint die GoogleFriendConect-Gemeinschaft gerade etwas irritiert zu sein, denn es geistert durch die die Bloggerlandschaft, dass dieses Tool bald abgestellt wird. Nach Alternativen wird gesucht und ziemlich gut hat sich dabei Blog-Connect ins Gespräch gebracht. Da sich dahinter die Macher des Blog-Zugs verbergen, hielt ich die Ankündigung zunächst für eine reine, wenn auch nicht ungeschickte Werbekampagne der Portalbetreiber, die mit ihren Seiten und dem nicht unerheblichen Traffic sicherlich nicht schlecht verdienen. Inzwischen hat aber auch eine in meinen Augen seriöse Seite über die Abschaltung von GFC in "foreseeable future" berichtet und so scheint es mir nun doch nicht mehr so sehr unwahrscheinlich, dass ich auf meine Zahlenspielerei noch in diesem Jahr verzichten muss.

Da es für mich nicht mehr, aber auch nicht weniger ist, finde ich das nicht weiter bedrohlich, auch wenn es mir wirklich Spaß macht zu sehen, wie die Zahlen nach oben klettern. Amberlight-label bleibt in erster Linie ein DIY-Tagebuch, mit dem ich mich heute noch erinnern kann, wie alles begann und in dem alles verbloggt wird, was unter der Nadel hervorhüpft oder in der Kreativzeit entsteht. Das ich inzwischen mit diesen Seiten das kostenintensive Hobby sogar ein bisschen refinanzieren kann und dabei quasi nebenbei gute Taten realisiere, ist meine eigene persönliche Freude. 

Wie siehts bei euch aus? GFC, BC oder gar keine Lesersammelei? Bedeutet euch die Zugriffszahlen - die bei mir an guten Tagen über den 500 an anderen aber auch mal deutlich darunter liegen - etwas?
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Wimpelaktion-Nähfreunde-Reisebuch: Station 9 (BunTine)

Mit viel Reiseschwung ist das Nähfreunde-Reisebuch zur Wimpelaktion noch im Dezember von Schnabelina zu BunTine geflogen, die ebenfalls ihr Nähecke gezeigt hat. Das sie damals mit ihrem wunderbaren Wimpel erst den Sprung in die Bloggerwelt gewagt hat, macht mich heute noch ganz stolz. Zwischen Blog-Ersteintrag und Reisebuch-Bericht liegen nun genau zwei Jahre. Ein bisschen unglaublich, oder?

Bild von BunTine



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Fliegenpilz Stoffknöpfe

Wenn die Kreativzeit aus den unterschiedlichsten Gründen so eingeschränkt ist, wie momentan, bleibt doch immer noch das Vergnügen ein wenig zu knopfen. Von meinem Creadienstagstisch zum nächsten wandern so - wie gewünscht - sechs Fliegenpilz-Knöpfe, die mit der Knopfpresse entstanden sind. Ich bin schon sehr gespannt, was die sechs in ihrem Knopfleben erwarten wird ...


Passend dazu, verkündete das Tochterkind kürzlich, sie wolle "einen Pilz zum Abendbrot, aber so einen, den man essen kann."
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Foodsharing: Lebensmittel teilen, statt wegwerfen

Als neues Fundstück in der Portalwelt habe ich foodsharing entdeckt. Ursprünglich als Crowdfunding-Projekt via startnext gestartet und damit eigentlich ohnehin einer meiner potentiellen Spendentopf-Empfänger,   ist diese Plattform inzwischen schon Realität geworden. Als Idee dahinter sollen Lebensmittel, die man selbst - nach Fehlkäufen oder Festgelagen - nicht mehr braucht, nicht weggeschmissen, sondern verschenkt werden. Die Seite dazu ermöglicht die Suche nach der eigenen Stadt. Außerdem kann sich der Lebensmittelverteiler statt - wegwerfer entscheiden, ob die Übergabe an einem der eingerichteten Hotspots erfolgen soll oder man die Ketschupflasche an der eigenen Wohnungstür überreichen will.



Der Ehemann meinte zwar - wie immer ausgeprochen kritisch - dass er sich kaum vorstellen kann, die anderen Leuten nicht schmeckende Remoulade am anderen Ende der Stadt abzuholen, aber ich mag die Grund-Idee, die hinter dem Projekt steht. Über 800 kg sind immerhin schon vor der Tonne bewahrt wurden und dabei ist das Portal erst vor wenigen Wochen - von der Presse interessiert verfolgt - online gegangen. Meine eigene Stadt bietet zwar momentan nur Billigbier und bereits erwähnte Remoulade aber das kann sich ja alles noch entwickeln.


Sollte sich der  Vierseithof-Traum erfüllen lassen, gäbe es ja dahinter sogar eine Streuobstwiese und falls die Baugemeinschaft davon dann doch nicht alle Äpfel verarbeiten kann, wäre das ja auch mal was für's verteilen ...
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UFO-Angriff 2013

Die Idee von Miss Margarite, die ich über Frau Spielpause gefunden habe, Liegengebliebenes der Blogöffentlichkeit zu beichten und damit zu hoffen, dass die Motivation groß genug werden könnte, den U(n)F(ertige)O(bjekte)-Stapel schrumpfen zu lassen, gefällt mir. Bei mir ist es ja eigentlich weniger die Motivation, als die zur Verfügung stehende Nähzeit. Seit der Haus-Idee ist die Nähfreizeit ohnehin fast gegen Null gesunken. Der größte UFO-Stapel existiert daher vor allem in meinem Kopf, denn wenn ich darüber nachdenke, was ich eigentlich alles mit der Maschine zaubern wollte ...



Echte UFO's habe ich aber auch zu bieten und beide sind ausgesprochen voluminös. Den Bloglesern bekannt ist der geplante Wintermantel, der kurz vor seiner Fertigstellung in den Winterschlaf verfiel. Der sew along dazu hätte mich eigentlich genug motivieren müssen, aber nachdem klar war, dass der Walkloden ohnehin erst wieder im Frühjahr genug Wärme spenden würde, um in dieser Jacke den Außentemperaturen trotzen zu können, blieb er, wo er war - in einer schnöden Tüte eingequetscht in der hintersten Ecke.


Dort ist er aber nicht allein, denn bereits seit Sommer wartet dort ein Microfaserstoff vom sommerlichen Stoffmarkt auf seine Verwandung zu einem Bademantel nach dem Schnitt von Lillesol. Ursprünglich für den sommerlichen Ungarn-Montenegro-Urlaub geplant, war die Kapuze zu klein geraten und selbst nach der Urlaubsrückkehr wartete er vergeblich auf seine Fertigstellung. Ein bisschen scheue ich mich ja auch vor der unglaublichen Fusselschlacht, denn das Zeug klebt unglaublicherweise nach der Bearbeitung mit dem Rollschneider an der Schneidematte fest.



Wie sieht nun mein Angriffsplan aus? Der WinterFrühjahrsmantel darf warten, bis die Minusgrad-Gefahr vorrüber ist und der Bademantel wahrscheinlich sogar bis zum Sommer ...
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Leggings Ropina ottobre 6/2012

Der vorweihnachtliche Kindergartenbesuch brachte die Erkenntnis, dass das Tochterkind für den Kindergartenstart im Januar zwei Leggings für den Sport mitbringen sollte, was mich innerlich zunächst etwas nachdenklich stimmte, denn bislang hat das Kind so etwas nicht im Kleiderschrank vorrätig. Einen Shoppingtour fand ich auch wenig verlockend.

Glücklicherweise bietet das Stoffgebirge aber mittlerweile doch so einige dehnbare Stöffchen und so entstanden zwischen der Rotkraut-Zubereitung und Lichterkettensuche ratz-fatz die zwei gewünschten Beinbekleidungen. Nach dem ottobre-Schnitt Ropina aus der 6/2012 ging das diesmal wirklich schnell, denn man hat nur ein einziges Schnittteil. Sehr praktisch! Vernäht wurde Fischjersey von Sterntaler Werksverkauf und ein extrem dehnbares, türkisfarbenes Stöffchen aus der Karstadt Restekiste, dass sich problemloser unter der Nähmaschine verhielt, als ich das erwartet hätte. Dank dem Flohmarktfund gab es dazu sogar das passende Nähgarn.





Inzwischen ist die erste Kindergartenwoche vorbei, die Leggings wurden bislang noch nicht am Kind gesichtet und die Eingewöhnung ist längst nicht so unproblematisch, wie wir uns das gewünscht hätten. Der Übergang von der weltbesten Tagesmutter zum offenen Konzept ist für kleine Menschenkinder eben doch nicht so einfach, auch wenn es wenigstens eine feste Bezugsperson gibt, die sie bereits in Herz geschlossen hat. Sicherlich braucht alles seine Zeit, aber dennoch beschleicht mich das Gefühl, dass für die bald 3-Jährigen feste Strukturen deutlich wichtiger sind, als die hochgelobte Autonomie und Anleitung zur Selbstbildung. Mal schauen, wie sie ihren Weg findet ...
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Stoffsucht

Auf meinem Creadienstagstisch lieht der neueste Zuwachs für das Stoffgebirge, denn beim letzten Nähtreff gab es für mich einen Eulen-Wichtelstoff von SaxonyGirl und - einfach so - ein roten Traumstöffchen von Clau*chichi. Danke! Sollten die Stoffe nicht doch sofort vernäht werden, haben sie glücklicherweise genau die richtige Größe für die Zwischenlagerung im CD-Regal.


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Apfel-Shirt Ottobre Creativ Workshop 301 Gr. 92+

Kurz vor Weihnachten stellte sich heraus, dass der Wäscheberg hoch, aber der Stapel der anziehbaren Sachen doch recht geschrumpft war. Mit dem Argument, dass neu nähen schneller geht als Waschvorgang und Trocknungszeit, durfte ich daher endlich mal wieder hinter die Maschine. Als Kindergartenkind kommt mir die Tochter ja kräftig gewachsen vor und so habe ich der bereits zugeschnittenen Gr. 92 aus dem Ottobre Creativ Workshop 301 eine ordentliche (Naht)Zugabe gegönnt und losgenäht. Unter die Nadel kam ein Jerseyfundstück, das beim sommerlichen Stoffmarkt erbeutet werden konnte. Ein paar Konkurrenzäpfel von Frau Hamburger Liebe aus dem Königreich der Stoffe mussten als Seiteneinnäher auch noch sein.



Die Länge war zwar ganz in Ordnung, aber um die vorhandene Ärmelbreite ausfüllen zu können, hätten wir das Tochterkind sehr sehr lange wie Hänsel einsperren und mit Süßkram füttern müssen. (Das Tochterkind singt gerade mit Begeisterung "Hänsel und Gretel" und am liebsten die Zeile "Oh, Hänsel welche Nooot" - diese auch gerne 10x hintereinander.) Stattdessen habe ich aber beherzt enger genäht und so war das Ergebnis wenigstens tragbar. Nur mit dem Halsbündchen habe ich immer noch meine "Not". Es passt kaum über den Dickkopf und ist dann trotzdem viel zu weit am Hals. Für amerikanische Babybündchen ist sie mir aber inzwischen zu groß. Habt ihr Alternativvorschläge?



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Prolog: Vierseithof

Mit dem letzten Blogbeitrag 2012 wurde schon angekündigt, dass in diesem Kreativ(Lebens)tagebuch ein weiteres Kapitel aufgeschlagen wird, denn seit einigen Wochen sind wir Mitglied einer Baugemeinschaft. Dort soll als Mehrgenerationsprojekt ein historischer Vierseithof saniert werden. Zum ehemaligen Dorfkern gehörig, aber heute unmittelbar am Stadtrand und an einer Streuobstwiese gelegen, wäre dieses neue Familiendomizil unser gemeinsamer Traum, der frühestens Ende 2014 Realität werden könnte.


Viele Stolpersteine gibt es bis dahin noch zu bewältigen und noch könnte die Wunschblase genauso schnell zerplatzen, wie sie entstanden ist, aber hier im Blog soll unser Fachwerktraum trotzdem ihren Platz finden. Themen wie nachhaltiges Bauen, ökologische Technologien und traditionelle Techniken werden den grünen Faden demnächst bereichern, auch wenn wir uns noch nicht sicher sind, ob wir neben den drohenden rechtlichen Fallstricken uns wirklich den finanziellen Schuldenstein auf die Schultern laden sollen. Wir werden berichten ...
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MMM: Jahresrückblick 2012

Der Jahresrückblick bei den Me-Made-Mittwoch-Machern ist so verlockend, dass ich das erste Mal im amberlight-Bloggerleben tatsächlich zurückdatiere, um noch mit dabei sein zu können. Nach der Initialzündung des Weihnachtskleides habe ich im letzten Jahr immerhin fünf tragbare Kleidungsstücke für mich genäht. Angefangen mit dem grasgrünen Hüftschmeichler im Januar, dem handbedruckten Mai-Rock, der immerhin auf einer Hochzeit getragen wurde, gefolgt vom ganz einfachen Rollsaumrock und einem Sommer-Top aus dem gleichen Stoff. Im Oktober folgte dann noch eine Krokodilstoff-Tunika, mit der ich thematisch passend einen meiner Fachvorträge halten konnte.



Groß ist die Auswahl also nicht, aber das "Lieblingsding" ist das Sommer-Top, denn darin habe ich mich wirklich wohl gefühlt und dazu war es noch blitzschnell genäht. Den Winteregen noch auf der Haut, macht mich der Anblick dieses schulterfreien Shirts gleich ganz vorfreudig auf die wärmere Jahreszeit. Bis dahin habe ich hoffentlich auch einen Rock nach einem richtigen Schnitt genäht, denn die Einfach-Röcke sind zwar schnell fertig, aber eine Rockvariante mit Taschen wäre auch mal was ...
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