Jahresmotto

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7. Blog-Geburtstag

Bloggerbaum im ZDF-Mittagsmagazin

Spannend war es die letzten Tage, denn die DIY-Weihnachtsbäume für den Blogger-Baum wurde im Museum aufgestellt. Mit über 1000 Einzelaufrufen der Aktionsseite konnten zwar relativ viele Nähblogger erreicht werden, aber die Mitmachquote war leider nicht so hoch, wie damals bei der Wimpelaktion. Insgeheim hatte ich mir ja gewünscht, dass auch die "großen" Kreativblogger, wie Hamburger Liebe, Was eigenes oder MyMaki teilnehmen ...



Die mitmachenden Nähblogger haben dafür aber ganz besonders schöne Exemplare hergestellt, bei denen ich mich gar nicht entscheiden kann, welcher mir nun am besten gefällt. Dieses Urteil werden wir aber nun nicht nur den Ausstellungsbesuchern bis zum 27. Januar 2013 überlassen, sondern - mit etwas Glück - auch gleich noch den ZDF-Mittagsmagazin-Zuschauern.


Geplant ist heute kurz vor 14:00 Uhr ein Beitrag "Zur Geschichte des Weihnachtsbaumes", der u.a. in de Weihnachtsausstellung des Museums für Sächsische Volkskunst gedreht wurde. Den Bloggerbaum fand das Drehteam dabei besonders interessant. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt und warte ungeduldig auf die Freischaltung in der ZDF-Mediathek. Der letzte Kontakt mit der Fernsehwelt hat zwar gezeigt, dass auch sehr lange Dreheinsätze auf wenige Sekunden schrumpfen können, aber wenn unsere Nähwerke wenigstens mal kurz zu sehen sein sollten, wäre das doch toll, oder?

Edit: Es ist so weit - ca. ab Minute 53 sind unsere Nähwerke hier für ein paar Sekunden zu sehen. Der wunderschöne Organza-Baum von Königinnenreich hat sogar einen kleinen extra-Auftritt.


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Stoffknöpfe & Apfelrock

Der neue Kreisschneider hat seine erste Aufgabe schon mit Bravour gemeistert und mir einen wunderbaren Tausch mit Frau Spielpause ermöglicht. Gegen einige Knöpfe aus amberlights Knopfpresse und gewünschten Scraps, die meinen Stoffkorb nun endlich etwas weniger überquellend lassen,  durfte ich diesen wunderbaren Apfelrock in unserem Kleiderschrank locken. Die vier bunten Knöpfe, die mir selbst so gut gefallen, dass ich sie am liebsten selbst behalten hätte, sind übrigens aus dem Fat Quarter von Frau Tulpe, aus dem die Raffhose von der Erbsenprinzessin entstanden ist.

Das Tochterkind sieht im eingetauschten Apfelrock entzückend aus und statt der giftigen Horrormeldungen, die man dieser Tage von gekaufter Kleidung hört, trägt sie nun ein weiteres echtes DIY-Stück, bei dem man hofft, dass der Stoff einen vertretbaren ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Mit Nadel und Faden hat mich passend zu diesem Thema noch auf diesen Beitrag hingewiesen.




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U-Heft-Hülle

Nur die Entdeckung der im Maschinchen bereits abgespeicherten Rahmen, die eine Applikationserstellung auch ohne zusätzliche Stickdatei ermöglichen, haben mich dazu gebracht, dass ich mich mal wieder an die Nähaufgabe U-Heft-Hülle gewagt habe. Als Geburtsgeschenk vor allem für die Mama ja wirklich etwas praktisches, bin ich doch regelmäßig an der richtigen Endgröße gescheitert. An dieses Drama erinnert ihr euch ja sicher noch ... Diesmal hat aber erstaunlicherweise (fast) alles geklappt.




Die Endgröße stimmt (tschaka!) und der spontane Zwischendurchentschluss, dass auch an die obere Kante noch etwas rot-weißer Pünktchenstoff musste, war zwar am Anfang nicht so geplant, aber gefällt. Als Stickdatei hat wieder ein Mädchen der "little summer girls" von doro k. (erhältlich bei kunterbuntdesign) seinen Platz gefunden. Die Blümchen wurden beim Potsdamer Stoffmarkt erbeutet und der rot-weiße Pünktchenstoff fand sich im Nähgebirge, ohne dass ich mich erinnern kann, wann er zu mir gekommen ist. Genäht wurde wieder nach der zeitersparenden Anleitung von Mit Nadel und Faden ohne Wendeöffnung.
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Kreisschneider de luxe

Auf meinem Creadienstagstisch ist ein neuer Kreisschneider eingezogen. Dank Mit Nadel und Faden habe ich bei einem der letzten Dresdner Nähblogger-Treffen erfahren, dass es doch noch deutlich besser geht, als mit meinem bisherigen Modell. Bislang durfte der Kreisschneider Olfa CMP-1 bei mir seine Runden drehen und ich ahnte noch nicht einmal, dass es einen zweiten Kreisschneider von Olfa gibt, der das Kreisschneiden wirklich zu einem Kinderspiel werden lässt, denn dabei ist die Klinge wie bei einem Rollschneider angeordnet. Das einzigste Manko wird bleiben, dass der Mindestabstand leider zu groß für die kleinen Knöpfe der Knopfpresse ist.


Dem Mann ist die Neuanschaffung allerdings so gar nicht bekommen, denn wie bereits beim Rollschneider, hat er es wieder geschafft, die Schärfe der Klinge mit seinem Finger zu überprüfen und diesmal ging's wirklich tief ...
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Designbeispiel Fuchs and friends: Cosy Cape

Neben den Halssocken, von denen eine noch gezeigt werden muss, ist aus dem wunderbaren Fuchs and friends Jersey von Frau Blaubeerstern ein warmes Cape, nach der Anleitung von Pattydoo entstanden, den das Tochterkind nun schon zwei Tage trägt. Der Halsausschnitt ist zwar ziemlich weit, aber dafür haben wir damit nun wenigstens ein Kleidungsstück, dass man problemlos über den Mund mit dem Wackelzahn bekommt. Da er nun schon eine Woche drin geblieben ist, steigen die Chancen, dass er wieder richtig anwächst.




Als Innenfutter habe ich für den Schnitt, an dem mir am besten gefällt, dass er nicht ganz offen über dem Oberkörper hängt, sondern Armöffnungen hat, den ganz weichen und kuschligen Stoff vom Sterntaler Werksverkauf genommen. Nur der Schritt "Futter am Halsausschnitt befestigen" hat mich nicht wirklich überzeugt, da muss ich nochmal eine andere Variante ausprobieren. Außerdem sieht man sehr deutlich, dass Bildnachbearbeitung auf der nächtlichen  Autobahn (natürlich als Beifahrer) zu gruslig schlechten Kontrastwerten führt. Wenn von heutigen Tag noch ein Stückchen übrig bleibt, werde ich nachbessern ...




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Stoff-Laterne

Letztes Jahr haben wir ja noch auf den Lampion aus dem Hochzeitsvorrat zurückgegriffen und dieses Jahr hatte ich mir eigentlich die Bastelvariante von Frau Kreativberg vorgenommen, aber dann verliebte ich mich doch mal wieder in Stickdateien von Anja Rieger und musste eine Stoffvarianten-Laterne basteln, wie die Instagram-Verfolger schon beobachten konnten. Beinahe wäre ich an der Grundkonstruktion gescheitert, denn mein Versuch Holzstäbchen mit Gummiringen zu verbinden, führte zu einem sehr gewagten Gebilde, das eigentlich auch ein Bild wert gewesen wäre.




Heißkleber für das Laternengestell und KamSnaps für die Stoffbefestigung haben das Projekt dann aber doch noch gerettet. Notiz an mich selbst: Laternen werden nur dann richtig ausgeleuchtet, wenn das Licht auch wirklich unten und nicht etwa wie bei mir mittig hängt. Über das seltsame Kunstlicht statt echter Kerzenwärme bei anderen Familien habe ich ja schon letztes Jahr gelästert und meine Meinung seitdem nicht geändert ... obwohl ich zugeben muss, das unser Tochterkind ihre Laterne recht schnell an den Papa abgetreten hat, der aber ein ganz prima Laternenträger war und am lautesten von allen das Laternenlied gesungen hat. Ihr wollt ihn mal live hören? Dann können wir uns ja morgen hier treffen ...



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Schnuffeltuch-Maus von Yles

Unsere Federwiege tourt seitdem unsere Tochter die Welt auf eigenen Beinen entdeckt durch den Freundeskreis. In der Zwischenzeit konnten immerhin schon vier andere Babys darin schlummern und das gefällt uns deutlich besser, als wenn der Korb nutzlos in unserem Keller stehen würde. Bei der letzten Abholung habe ich es nun auch endlich geschafft, dem kleinen Mädchen ein Willkommensgeschenk zu überreichen.

Da es in dieser Familie zwei Katzen gibt, habe ich mich diesmal für die Schnuffeltuch-Maus von Yles, erhältlich bei Dawanda, entschieden, die schon letztes Jahr für eine Freundin erworben wurde. Webbänder gab es von Frau Blaubberstern und aus dem Geschenkevorrat. Für diese Blogbilder ist übrigens zum ersten Mal der Lichtwürfel zum Einsatz gekommen. Erste Erkenntnis: man muss den Hintergrund tatsächlich bügeln, um einen knitterfreien Hintergrund zu bekommen, aber dafür waren die Farben perfekt und der nachträgliche Weißabgleich unnötig. Das ist doch schon mal was ...




Nach der Fertigstellung, fand ich die Augen ja etwas seltsam, aber neben dem Baby wurde klar, wohin das Mäuschen schaut und das ist doch wirklich sehr süß.



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Designbeispiel Fuchs and friends: Halssocke

Endlich hat es der nigelnagelneue Fuchs and friends-Jersey von Frau Blaubeerstern aus dem Paket in die Waschmaschine, über den Zuschneideplatz auf dem Wohnzimmertisch und unter die Nadel geschafft. Dem Kind ein Tragebild abzuschwatzen und diese blogfertig zu machen, hat auch noch ein paar Tage gedauert, so dass ich diesmal wirklich spät dran bin. Andere Designbeispielnäher habe in wesentlich kürzerer Zeit gleich drei komplette Outfits genäht. Bewundernswert.

Dem Tipp von Frau Reinkarnationsfladen (*ich liebe dieses Wort*) folgend, ist daraus zunächst eine Halssocke nach der Anleitung von Olilu mit in der Seitennaht liegender Wendeöffnung geworden. Da ich mich zwischen der grün- und blau-Variante nicht entscheiden konnte, gibt es den einen Stofftraum hinten und den anderen vorn. Den Hals umschmeicheln passende grüne-blaue Sterne von Lillestoff, die auf dem sommerlichen Stoffmarkt erbeutet wurden.



Die wilden Waldtiere, die mir so gut gefallen, haben unser Tochterkind allerdings für meinen Geschmack etwas zu wild werden lassen, denn kaum hatte sie ihre neue Halssocke um, die sie auch nicht mehr ablegen wollte, schaffte sie gleich drei spektakuläre Unfälle innerhalb eines Tages. Nach einem Sesselumsturz, rannte sie bei Frau Strategchen mit Schwung gegen eine Glastür, um sich am Abend dann auch noch einen ihrer Vorderzähne auf der Stuhlkante halb auszuschlagen, so dass wir den Sonntagabend beim zahnärztlichen Notdienst verbringen durften. Nun wird dem Tochterkind wieder Breikost gereicht und wir hoffen auf anwachsen des Wackelzahns. Das nächste Designbeispiel liegt noch unter der Nadel, aber diesmal werde ich ihr ins Gewissen reden, mit diesen wunderschönen wilden Tieren ein klein bisschen weniger wild durch die Welt zu springen ...




Damit geht's für mich zurück in den Schreibtischurlaub, den ich trotz heutigem Feiertag, den wir in Sachsen mit einem unfreiwilligen Beitrag in die Pflegeversicherung von 0,5% des Bruttoarbeitsentgelts, der die Kosten eines Arbeitstages deutlich übersteigt, bezahlen dürfen, ohne wirklich (Näh)Freizeit verbringen darf. Die Tochter weilt mit den Großeltern im Zoo und der Mann ganztägig in der Orchesterprobe ...
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Bloggerbilder mit dem Lichtwürfel

Auf oder besser gesagt neben meinem Creadienstagstisch steht seit einigen Tagen ein Lichtwürfel, den ich Frau Aprikaner von meinen ersten Blogeinnahmen abkaufen konnte. Damit werden meine Blogbilder nun sicherlich noch ein wenig hübscher und statt dem freigestellten, konturlosen Weiß kann es nun bald einen weich ausgeleuchteten Hintergrund geben. Mit den farbigen Hintergründen wäre sogar die Bluebox-Variante machbar und das hektische, partielle AufUmräumen des Wohnung fällt auch weg. Störend sind momentan allerdings noch die Knitter auf den Stoffbahnen. Da muss ich mir noch was einfallen lassen.

In so einem Ministudio könnte man auch ganz prima weitere Weihnachtsbäume fotografieren, denn wie gestern schon verkündet, haben wir die Abgabefrist für den geplanten Bloggerbaum bis Ende der Woche verlängert. Ein paar mehr Bäumchen müssten es schon noch werden, wenn es eure Nähunikate ins Museum schaffen sollen. Macht ihr noch spontan mit?
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Verlängerung: Museumsreif? Aktion Blogger-Baum


Die Bloggerbaum-Aktion wird bis zum 24.11.2012 verlängert!
 
Bislang sind erst neun Bäumchen bei mir eingetroffen, die allerdings so hübsch sind, dass ich es sehr traurig finden würde, wenn der Blogger-Baum mangels Beteiligung nicht realisiert werden könnte und ich die Bäumchen sofort verlosen müsste. Macht ihr noch mit? Gerne auch mit 1-2-3 Bäumchen und selbst das Farbenmix-Bäumchen hat momentan noch eine gute Chance dabei zu sein ...

Auf amberlights Creadienstagstisch weihnachtet es bereits, denn die Kontakte zum Dresdner Museum für Sächsische Volkskunst ermöglichen es dieses Jahr, dass die Nähblogger zeigen können, wie viel kreatives DIY-Können in ihnen steckt und das wir über Hosen kürzen und Knopf annähen längst hinaus sind. Die dortige Weihnachtsausstellung thematisiert dieses Jahr den Weihnachtsbaum und wir könnten einen der ungeschmückten Bäume mit unseren Baum-Unikaten dekorieren. Ein Blogger-Baum mit vielen genähten Bäumen soll entstehen. Seid ihr dabei?



Zwei Wochen vor dem 1. Advent - am 18. November 2012 - sollten der Baumbehang zum Thema Baum bei mir eingetroffen sein. Die Postadresse ist unter amberlight.label-ät-googlemail.com zu erfragen. Danach entscheidet allerdings der Kurator, was wirklich an den Baum kommt. Fünf gleiche Farbenmix-Bäumchen wird er sicherlich nicht auswählen und deshalb hoffe ich, dass eure Kreativität Funken sprüht und wirklich innovative Bäumchen bei mir landen. Material und Technikeinschränkungen gibt es dabei nicht - aber ihr solltet zu den DIY-Blogschreiberlingen gehören, damit die Bäume auf einem Pinterest-Board gesammelt und verlinkt werden können.

Verlinkungsbanner für die Sidebar
Die nicht ausgewählten Bäumchen werde ich natürlich nicht an meinen eigenen Baum hängen (obwohl das sehr verlockend wäre), sondern verlose sie unter allen, die sich an der Aktion beteiligen. Euch erwartet also nicht nur eine mögliche Ausstellung eurer Werke im Museum sondern auch der Gewinn eines wunderbaren Blogger-Baumbehangsets. Voraussetzung dafür sind natürlich viele Baummitnäher. Nehmt doch bitte den Aktionsbanner mit, verlinkt den Blogger-Baum in euren Blogs und berichtet darüber.
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Dresdner Näh-Blogger bei CADworkerS

Das letzte Treffen der Dresdner Näh-Blogger am vergangenen Freitag fand in der Dresdner Manufaktur für Schnittgestaltung CADworkerS in der Ateliergemeinschaft ecktrakt statt. Die Meisterin im Damenmaßschneidehandwers und studierte Dipl. Ing. der Bekleidungstechnik nahm sich für  ReSiZe-genadelt, Bis in den HimmelSaxony GirlHimmelblau und SommerbuntMalou und Handmade by Ranunkelchen richtig viel Zeit und das sogar am Geburtstag ihrer Mutter. Mich hat es besonders gefreut, dass da nicht nur schweigend im Atelier gestanden wurde, sondern ganz konkrete Fragen gestellt wurden. Ranunkelchen hatte sogar ihr letztes Nähwerk samt Schnitt dabei und schlüpfte in ihre neue Shelly, damit wir am Modell über Brustabnäher und abstehende Rückenlinien reden konnten.





Am Ende setzte sich sogar noch der Plotter für uns in Bewegung - und damit ihr virtuell noch ein bisschen mehr mit dabei sein könnt, hat amberlight sich erstmals an einem (Tablett)Video versucht. Beeindruckend, oder? Danach sah der Schnitt übrigens aus, wie mit feinen Bleistiftstrichen gezeichnet ...


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Bücherregal: Grüner Faden

Bücher werden mir nie zu viel und passend zum grünen Faden Thema gibt es nun auch ein extra Bücherregal hier im Blog. In meinem Regal stehen momemtan vier Büchern, die sowohl den Bereich DIY wie auch Nachhaltigkeit abdecken: Naturkinder, Familien Schatzkiste, Natürlich leben und Natürlich selbst gemacht. Jedes davon ein einzelner Buchschatz und wärmstens zu empfehlen.



Außerdem habe ich schon Barfuss in Manhattan und Anständig essen gelesen. Auf meinen Weihnachtswunschzettel wird auf jeden Fall Plastik freie Zone wandern. Habt ihr denn noch weitere Buchempfehlungen für mich?


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Platzdeckchen & Doktorhut

Der Mann an meiner Seite hat seine zwei Buchstaben vor dem Name abgeholt und ist damit nun tatsächlich vor mir ans Ziel gekommen. Eigentlich bin ich ja nun automatisch Frau Doktor und frage mich ernsthaft, wozu ich weiterhin die Abende am Schreibtisch und die Wochenenden in der Bibliothek verbringen soll. Aber wir schweifen ab ...

Der Ehemann wurde natürlich gebührend gefeiert. Neben einem Gutschein für ein Gewandhaus-Konzert in Leipzig, das er als Zugegzogener den Möglichkeiten in der eigenen Stadt vorzieht, gab es ein Tischset, an dem ich endlich mal das schon öfter angespriesene Iron on-Vinyl ausprobieren konnte. Damit wird der Stoff, der schon am Beginn meiner Nähleidenschaft bei Volksfaden erstanden wurde, abwischbar, was für Tischsets ja durchaus praktisch ist. So richtig überzeugt mich das Ergebnis aber noch nicht, denn die Oberfläche ist mir viel zu glänzend und zu Plastikfolienhaft. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich mich inzwischen schon zu sehr an das matte Wachstuch vom Schweden gewöhnt habe. Thematisch passend wurde das Tischset mit einem Zahlenpi und einem Schaltkreis-Schmetterling, beides von Urban Threads, verschönert, denn der Mann hat mit einem Schaltkreisentwurf für die übernächste Handygeneration promoviert, obwohl er selbst Handys fast völlig ablehnt..


Am beeindruckensten fand ich aber den Doktorhut, der zwar nicht von mir gemacht wurde, aber dennoch ein echtes DIY-Projekt der Kollegen war. Da er ungezählte Frühstücksrunden über unsere Autosorgen berichtete und nachdem sämtliche Werkstätten bereits aufgegeben hatten, sogar mit einem Oszillator über die Autobahn fuhr, um selbst die Daten analysieren zu können, wanderte unser Sorgenkind nun passenderweise auf seinen Hut. Mit Motorengeräusch, Leuchtdioden und Rauchentwicklung war das wirklich ein überraschendes Wunderwerk, dass nun jedem Besuch im Freundeskreis vorgespielt wird.


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Designbeispiel: Espoo von Schnittbox

Endlich kann ich euch mein Designbeispiel der Zipfelmütze mit Schal von Schnittbox zeigen, das eigentlich schon im Oktober fertig sein sollte. Angefangen wurde damit immerhin beim letzten Dresdner Nähtreff. Dieses E-Book zu testen, war ein wahre Freude, denn die Nähanleitung ist so detailliert und gleichzeitig fundiert geschrieben, das wahrscheinlich sogar der absolute Nähanfänger diese Mütze unter seiner Nähmaschine hervorzaubern kann. Man sollte allerdings nicht nur lesen sondern auch beachten, dass der Schnitt bereits die Nahtzugabe enthält ... Mein geliebtes Overlockfüsschen verleitete mich dazu, genau an der Schnittkante entlangzunähen und die Nahtzgabe völlig zu vergessen. Wie man sieht, konnte aber gerettet werden.

Vernäht wurden die weichsten Stoffe, die sich in meinem Lagerbestand fanden: der khakifarbene Stoff ist ein Softshell(?) von Extremtextil und die grün-blauen Sterne ein Nicki(?)traum von Lillestoff, den ich auf dem Stoffmarkt erbeuten konnte. Die große Eule von Enemenemeins, erhältlich bei Kunterbuntdesign, hat nun auch endlich ihren Bestimmungsort gefunden und wurde mit passendem Webband an der Zipfelmützspitze ergänzt.



Das Ergebnis überzeugt und wird das Tochterkind in den nächsten Monaten zumindest etwas vor den eisigen Fahrradfahrwinden geschützt. Erinnert ihr euch noch an die allererste Fahrradfahrhose und meine Frage letztes Jahr, wie ihr das bei Minusgraden macht? Bei uns hat sich das Allwetterfahren bewährt und außer der obligatorischen Schnupfennase, war das Tochterkind immerhin noch nie wirklich krank oder hätte gefiebert in diesen ersten drei Jahren. So konnte ich auf unserem Kindergartenplatzformular, das wir letzte Woche überraschend bekommen haben (*hüpf* *hüpf* *hüpf* - im Wunschkindergarten seit 2010 ist ein Kind weggezogen und da hat sich die Frau Leiterin daran erinnert, wer sich - ohne Dauerzunerven - regelmäßig gemeldet hat *hüpf* *hüpf* *hüpf*) bei bisherigen Krankheiten "keine" angeben.

Die Wohnungsanprobe zu später Stunde, bei der der beste Weißabgleich farblich nichts mehr retten kann, führte jedenfalls dazu, dass das Tochterkind seine Eulenmütze gleich aufbehalten wollte und die Schwägerin möchte jetzt eine "in groß".


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Creadienstagsbaum

Wie bereits gestern angekündigt, liegt auf meinem Creadienstagstisch der immer noch halbfertige Weihnachtsbaum, der hoffentlich bald ins Museum wandert. Der Countdown zu dieser Aktion läuft. Macht ihr noch mit? Es wäre doch traurig, wenn wir nicht genügend Bäumchen zusammenbekommen, um einen ganzen Baum schmücken zu können ...


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Wintermantel Sew-Along Teil 9: Fertigstellen

Das letzte Woche bereits angekündigte Taschendisastergeheimnis kann gelüftet werden, denn ich habe mich nach dieser Anleitung an eine Kreistasche gewagt, die nun als grasgrüner Fleck meiner grauen Walkloden-Jacke ausgezeichnet steht. Der Ehemann gab zu bedenken, dass durch diese riesige Öffnung ja alles herausfallen oder jeder (?) hineingreifen könne. Kann nicht - denn die eigentlich Tasche schließt sich wie eine Acht an und ist nur durch einen amberlight-Handgelenk-schmalen Eingriff zu erreichen. Eine Tascheninnovation sozusagen. Selbst-erdacht, Selbstgemacht. Und der Kreisnäher war äußerst hilfreich dabei ... Da finden sich die anderen Mantelnäher. Morgen zeige ich euch meinen Baum für's Museum. Seid ihr denn dabei?



Ein Blick auf die geheime Rückseite ...
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Bündchenkauf bei Kapuun

Wie hier bereits angekündigt, lockt Kapuun momentan zum Atelierverkauf in die Dresdner Johannstadt und das leider zum letzten Mal, denn danach wird das Geschäft nach Bautzen verlagert, worauf sich die dortigen Stadtbewohner jetzt schon sehr freuen dürfen. Ich selbst war diesmal ausgesprochen tapfer und habe nach der Bemerkung des Ehemanns, dass er sich bei einem möglichen Umzug um die Deckentraglast unter meinem Stoffgebirge sorgt, auf wirkliche Neuanschaffungen verzichtet. Irgendwie hat er ja recht und es gibt so einiges zum vernähen.



Eingesackt habe ich aber aus den verführerischen Restekörben jede Menge Bündchenware und Streifenjersey, denn dabei habe ich wirklich Engpässe und für gerade mal 3,50 € sind 700g dieser Schätze zu mir gewandert. Ein paar Tauschstöffchen sind auch noch dabei, denn die gehen möglichst bald auf die Reise nach Leipzig zu Frau Spielpause.
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